Saturday, December 29, 2007

Weihnachtsfeier in Singapur

Im Flughafen von Singapur gibt es einen Pool für Passagiere im Transfer! Ich habe ihn nicht benutzt, aber war ziemlich beeindruckt. Fast alles in Singapur ist entweder neu oder so renoviert, dass es perfekt aussieht; alles ist unheimlich sauber und es geht sehr ordentlich zu. Ich bin also definitf nicht mehr in Indien, auch wenn mein Hostel im Little India Bezirk liegt. Singapur war eine englische Kolonie und neben indischen Immigranten waren es vor allem chinesische Arbeiter, die hier hergekommen sind. Somit gibt es natürlich ein Chinatown und die Wolkenkratzer in Business District sind angeblich alle nach Feng-Shui Prinzipien gebaut worden. Singapur ist sehr modern und westlich, es könnte womöglich auch die Stadt mit den meisten Shopping Centern und Restaurant/ Imbissständen pro Person sein. Einkaufen und Essen scheinen auf jeden Fall die beliebtesten Freizeitbeschäftigungen zu sein, und ich verstehe nicht, wie alle so schlank bleiben. Ich kam einen Tag vor Weihnachten in Singapur an und schaute mich als erstes Mal an der Orchard Road um, Singapurs berühmter Shopping Meile - nicht um einzukaufen, sondern um die Weihnachtsbeleuchtung zu bewundern. Es war tatsächlich alles beleuchtet und auch Weihnachtsbäume und Musik haben nicht gefehlt, doch bei 32 Grad war mir immer noch nicht weihnachtlich zumute. Am 24. gab es eine kleine Feier im Hostel und dann bin ich mit ein paar Leuten zurück zur Orchard Road gegangen, wo halb Singapur versammelt war, um Weihnachtslieder zu hören. Es waren wahnsinnig viele Leute und ein richtiges Gedrängel, außerdem wurde vor allem von Teenagern künstlicher Schnee (Schaum) aus Dosen auf alles was sich bewegte gesprayt. Am 25. fuhren wir zu Singapurs künstlichem Strand (der tropische Sand wurde importiert) und tranken eine Singapore Sling (ein berühmter hier erfundener Cocktail) in einer Strandbar. Insgesamt war ich eine Woche in Singapur und hatte viel Zeit um herum zu laufen, in ein paar der super gemachten Museen zu gehen, den Botanischen Garten zu besuchen und konnte auch das vielfältige Essen ausprobieren. Es gibt vor allem chinesisches Essen (aber anders als zu Hause) doch auch thailändisch, koreanisch, indonesisch und vieles mehr. Es war sehr gut und auch preiswert, da es so viele Imbissstände mit tollem Angebot gibt - also günstig für meinen Geldbeutel (doch nicht so günstig für meine Linie - verflixte Dessert-Stände...). Auch war es ein toller Ort, um mal allerlei tropische Früchte zu probieren, die ich noch nicht kannte (wie zum Beispiel Drachenfrucht). Singapur gefiel mir wirklich gut und war auch richtig entspannend im Gegensatz zu Indien.


Singapore's Airport has a swimming pool for transfering passengers! I didn't use it but I sure was impressed. Almost everything in Singapore is either new or refurbished to look postcard perfect, it is incredible clean and very organized. So I'm definetly not in India anymore, even though I am staying in the Little India district. Singapore was an English colony and attracted not only Indian immigrants but mainly Chinese workers, so obviously there is a Chinatown as well and the skyscrapers in the business district are supposedly built on Feng Shui principles. Singapore has a very western and modern feeling to it and might be the city with most shopping malls and restaurants/ food stalls per person in the world. Shopping and eating seem definetly to be the favorite hobbies, and I don't understand how most people stay so slim. I arrived a day before Christmas Eve and first thing I did was to visit Orchard Road, Singapore's famous shopping road - not to go shopping but to see the Christmas lights. The decoration was not bad, even with Christmas trees but it was 32 degrees so it still did not feel too christmasy. Christmas Eve we had a small party at the hostel I was staying and then I went with a few other people back to Orchard Road where half of Singapore seemed to be to listen to Christmas carols. It was a huge crowd and we got very squezzed, also there was lots of spraying fake snow which seemed to be the main entertainment for most kids and teenagers. Christmas day we headed for Singapore's fake beach (with imported tropical sand) and had a Singapore Sling, the local cocktail at the beach bar. Altogether I spent one week in Singapore and so had time to walk around a lot, to visit some of the excellent museums and the botanical garden and also had lots of time to try all the different foods on offer. Mainly it is Chinese dishes but also Thai, Korean and Indonesian. Not bad at all and quite cheap, there are many food courts which serve quality food, so it was good for my budget (not so good for my waistline - dam those dessert stalls). Also it was a great place to try all sorts of tropical fruits I've never eaten before (e.g. dragonfruit). I very much enjoyed it here and it was a realxing place to be but now it's on to Malaysia.

Monday, December 24, 2007

Noch mehr Paläste in Rajasthan

Auf dem Weg nach Udaipur blieben wir 2 Tage in dem kleinen Ort Ranakpur, welcher weit entfernt aller Hauptstraßen und somit schön ruhig war - eine willkommene Abwechslung nach den lauten Städten, die wir besucht hatten. Wir besichtigten den schönen Jain Tempel (Jainismus ist wieder eine andere Religion Indiens), welcher ganz aus Marmor gebaut wurde und wunderbar verziert ist. Am nächsten Tag wanderten wir durch ein Naturschutzgebiet zu einem abgelegenen Hindutempel (eigentlich eine heilige Höhle). Auf unserem Weg sahen wir kaum Tiere, aber da wir viele Pantherspuren sahen, war es vielleicht besser so. Dafür gab es bei der Höhle mehr als genug Affen, welche darauf warteten, gefüttert zu werden (eine Lieblingsbeschäftigung mancher Inder). Uns war etwas unwohl, weil sie so nahe waren... und als die Affen merkten, dass sie von uns kein Essen bekommen würden, klauten sie in einer Überraschungsattacke unsere Kekse, die wir gerade geöffnet hatten.
Mit dem Bus, welcher voll mit Männern in bunten Turbanen und Frauen mit riesigen Nasenringen war, ging es dann nach Udaipur. Die Stadt scheint Rajasthans touristischster Ort zu sein, für Inder und Ausländer aller Budgets. Mit dem von Hügeln umgebenen See, seinen Palästen und alten Häusern sieht es sehr romantisch aus. Auch wurde hier Teil des James Bond Films Octopussy gedreht, ich kann mich allerdings nicht an die betreffenden Szenen erinnern. Wir spazierten etwas herum, liehen uns ein Tretboot für eine Rundfahrt auf dem See aus und genossen die Sicht von unserer Hotelterasse. Es war wohl das schönste Hotel, in dem ich in den letzten Monaten war, direkt am See und mit vorzüglichem indischen Essen (das gleiche, was die Familie, die das Hotel betreibt, isst). Wir besichtigten auch den Palast, aber Tobias und ich waren uns einig, dass er nicht so interessant wie die anderen war. Vielleicht kam es uns nur so vor, weil es durch die vielen Touristen nicht so eine schöne Atmosphäre war.
Vom touristischen Udaipur ging es weiter in das abgelegene Bundi, eine kleine Stadt mit einem verlassenen Palast. Im Palast bewunderten wir einige von Rajasthans berühmtesten Wandmalereien (aus dem 16.-17. Jh.), sie waren zum Teil sehr gut erhalten, vor allem wenn man sieht, wie verfallen der Palast teilweise ist. Affen, Schweine und Ziegen liefen frei herum und wir sahen nur wenige Touristen. Ansonsten gab es in Bundi nicht so viel zu sehen, wir liefen durch die Gassen und über den Markt und beobachteten die Leute.

Nach 1 1/2 Tagen ging es weiter nach Mumbai (Bombay). Was für ein Unterschied zu Rajasthan! Rajasthan ist alt und manchmal, mit den alten Städten, Palästen und traditionellen Leuten, fast wie aus dem Märchen. Mumbai ist neu und modern, mit hohen Häusern und ein paar Gebäuden aus der Kolonialzeit. Obwohl es relativ wenig zu besichtigen gibt, hat es mir in der Stadt gefallen. Viel moderner als irgendwo anders in Indien sieht man viele Leute in moderner Kleidung und die ganze Stadt wirkt westlicher. Man kann aber trotzdem nicht vergessen, wo man ist - sobald es mal etwas unbebautes Land gibt, steht dort ein Slum, sogar zwischen teuren Wohnungsblöcken. Wir liefen am Wasser entlang zu einem von Mumbais kleinen Stränden, die Menschen kommen dorthin, um sich mit Freunden zu treffen oder für ein Picknick, zum Baden ist es allerdings zu verschmutzt. Wir spazierten auch durch die Kolonialgegend, typisch für die britischen Gebäude dieser Epoche und gönnten uns an unserem letzten Abend ein tolles indisches Essen in einem guten Hotel. Am 22. hieß es dann Abschied von diesem interessanten und verrückten Land nehmen, denn es ging nun weiter nach Singapur.

On our way to Udaipur we stopped for 2 nights in a tiny village called Ranakpur, it was far off the main roads and very quiet - a nice change to all the noisy cities we have been to. We visited the marvellous Jain Temple (yet another religion in India) which is built from marble and has beautiful carvings everywhere. We also went on a hike through a nature reserve to a Hindu cave temple but we hardly saw any animals - but judging from the many panther footprints this might have been a good thing! But at the cave there were lots of monkeys hanging around waiting to get fed (the Indians feed them...), we didn't really like them so close but as we didn't have any intention of feeding them they stole our biscuits and waited for us to produce some more food. .. We took yet another local bus full with men wearing colorful turbans and women with huge nose rings and arrived in Udaipur. This is probably Rajasthan's most developed tourist town, catering to Indian and foreign tourists on all budgets. With it's lake and the surrounding hills, palaces and old houses it looks quite romantic. It's also famous because one of the James Bond movies - Octopussy- was partly filmed here (but I can't remember anything from the movie). We strolled around a bit, took a boat for some paddling on the lake and enjoyed the view from our hotels rooftop. This was probably the nicest hotel I have stayed at in the past few months, right on the lake and serving excellent home-cooked Indian food every night. We also went to the palace but me and Tobias agreed that this was the least interesting of the ones we have seen, maybe this was due to the huge amount of tourists visiting which spoiled the atmosphere a bit. From touristy Udaipur we went to backwater Bundi, a small town with an abandoned fort. The fort has some of Rajasthan's finest wall paintings ( from the 16th - 17th century) and they were pretty good preserved considering the shape of the palace. Monkeys, pigs and goats freely roamed the grounds and only a handful of tourists visited. Otherwise there was not too much to see in Bundi, we walked through the streets and the market and just watched people going about their daily business.

Monday, December 10, 2007

Farbenfrohes Rajasthan

Nach ein paar Tagen in dem kleinen Dorf Pushkar, welches zum Teil ein heiliger Ort, zum Teil eine Touristenfalle ist, fuhr ich zurück nach Delhi, um dort Tobias, meinen neuen Reisepartner für die nächsten drei Wochen zu treffen. Es ging schnurstracks wieder nach Rajasthan, um einen Nationalpark zu besuchen, der für seine Vogelvielfalt berühmt ist. Leider hatte es dieses Jahr kaum geregnet und so waren die Sümpfe, welche das Gebiet für Vögel attraktiv machen, ausgetrocknet. Somit haben wir kaum Vögel gesehen, den Tag aber trotzdem genossen. Auf unseren gemieteten Fahrrädern und mit unserem Führer sahen wir Antilopen, Schakale, Schildkröten und Phytons.
Nach der Stille des Naturreservates ging es nach Jodhpur, Rajasthans zweit größter Stadt, welche oftmals "die blaue Stadt" genannt wird, weil die meisten Häuser der Altstadt blau angemalt sind - angeblich schützt dies vor Termitenbefall. Es sah toll aus und sogar unser Hotel war eines der alten blauen Häuser. Jodhpur ist bekannt für seine riesige Festung, welche wir (ganz modern) mittels einer Audiotour besichtigten. Danach spazierten wir durch die engen Gassen der Altstadt, von denen manche regelrecht verstopft mit Menschen, Rikschas, Motorrädern, einigen Hochzeitsprozessionen (es ist Heiratssaison in Indien) und (natürlich) unzähligen Kühen waren.
Danach verbrachten wir ein paar Tage in der Wüstenstadt Jaisalmer, welche früher eine wohlhabende Handelsstadt an der Seidenstraße war. Die alte Festung sieht wie eine riesige Sandburg aus, da alles aus honigfarbenen Sandstein gebaut ist. Viele Häuser und der Palast haben wunderschön gemeißelte Fenster und Balkone. Jaisalmer ist die größte bewohnte Festung Indiens und ist sehr stimmungsvoll, obwohl es zum Teil auch ziemlich touristisch ist. Eine der beliebtesten Unternehmungen von Jaisalmer aus sind die Kamelsafaries mit Übernachtung in der Wüste, natürlich wollten wir uns das nicht entgehen lassen und machten uns für einen Tag auf in die Wüste. Zum Ausgangspunkt ging es zuerst mit Jeep, doch dann wurden wir von unseren lustigen Kamelführern und den Kamelen begrüßt. Der Name meines Kamels war Michael Jackson und es war das freundlichste der Gruppe und sehr niedlich. Nach kurzer Zeit hatte ich mich an die Gangart gewöhnt und genoss die Reiterei - zumindest für die ersten 2h, dann fingen meine Beine an, ziemlich weh zu tun. Am Ende des Tages litten wir alle etwas und waren froh, in den Sanddünen, wo wir übernachteten, anzukommen. Das Abendessen wurde über dem Feuer zubereitet, das typische Essen: Reis, Linsen, Gemüse. Wir schliefen im Freien, nur auf Decken - etwas unbequem aber es war toll, die Sterne zu sehen und sogar ein paar Sternschnuppen konnten wir erspähen. Am nächsten Morgen ritt ich dann noch eine Stunde auf Michael Jackson, bevor es wieder zurück in die Stadt ging. Da das Wetter super war, genossen wir die Aussicht von der Dachterrasse unseres Hotels und ließen uns das leckere indische Essen munden.



After visiting the small town of Pushkar, which is part holy Hindu town, part tourist trap, I went back to Delhi to meet my new travel partner for three weeks, Tobias. We promptly set off back to Rajasthan and visited a national park famous for the birds that migrate there in winter season. Unfortunately this year it had not rained muchand the wetlands, which attract the birds were dried up - so we hardly saw any big birds. We had a nice day nevertheless, with our rented bikes and guide we cycled around and spotted a few antelopes, turtles, jackals and pytons. After the quiet nature reserve we made our way to Jodhpur, Rajasthan's 2nd biggest city. It's often called "the blue City" as most houses in the old town are painted blue - supposedly this protects against termite damage. It looked beautiful and even our hotel was one of the old blue houses. Jodhpur is famous for it's imposing fort which we visited on an audio tour, followed by a stroll through the narrow lanes of the old town. Some of the streets were extremly busy with people, rikshaws, motorbikes, occasional wedding processions (it's wedding season in India) and - of course - countless cows. The last few days we have spent in the desert town of Jaisalmer, once an important trading place on the Silk Route. The old fort looks like a giant sandcastle and houses are build of honey coloured sandstone. Many of them have beautiful stonecarved windows and balconies. Jaisalmer Fort is the largest inhabited fort in India and has loads of charm, even though it's pretty touristy. From Jaisalmer we went on a 1 day/ 1 night camel safari. Us and a German couple were taken into the desert by jeep, where we met our friendly guides and camels. My camel's name was Michael Jackson and it seemed to be the frinedliest of the bunch - very cute, too. After getting used to his walk I felt pretty comfortable and enjoyed myself - at least for the first 2 hours, then my legs started to hurt. By the end of the day we were all suffering a bit and happy to reach the sand dunes where we spent the night. Dinner was prepared over the campfire and pretty good, the standart fare of rice with lentils and vegtables. We slept outside on a few blankets which was not too comfortable but worth it as the view was great with all the stars and even a few shooting stars. Next mornign it was 1 hour more on Michael Jackson before we returned to the city. As the weather is beautiful we now enjoy the great view from our hotel's rooftop terrace and eat their excellent Indian food.

Friday, November 23, 2007

Vielbeschäftigt in Kathmandu

Nach unserer Wanderung und etwas Erholung in Pokhara fuhren wir mit dem Bus nach Kathmandu, wo wir in einem Hotel im Touristenbezirk Thamel unterkamen. Dort fühlte ich mich ein bisschen wie im Schlaraffenland, es gab so viele Restaurants, dass es gar nicht so einfach war, sich für eins zu entscheiden (Italienisch? Thailändisch? Mexikanisch? oder ein gutes Steak?) und wir meist zu viel gegessen haben. Auch gab es zahlreiche Souvenirläden, aber die verkauften mehr oder weniger alle dasselbe, somit verlor ich nach ein paar Tagen das Interesse (gut für meinen Geldbeutel).
Aber Kathmandu hat noch viel mehr als Restaurants und Läden zu bieten, nur ein paar Straßen weiter lagen die faszinierende Altstadt. Obwohl sie in den 30er Jahren von einem Erdbeben stark beschädigt wurde, gibt es noch genug alte Häuser mit wunderbar geschnitzten Holzbalkone, enge Gassen und zahlreiche Tempel (sogar einen, wo die Leute bei Zahnschmerzen Opfergaben bringen). Die ganze Gegend ist sehr belebt, mit Menschen, die einkaufen und hupenden Motorrädern, die durch das Gedränge rasen. Viele Häuser wurden um Innenhöfe gebaut, wo Tempel oder buddhistische Stupas stehen - manche schon über 700 Jahre alt. Kathmandu war einmal ein wichtiger Punkt an der indisch-tibetischen Handelsstraße, viele Tibeter blieben die Winter über in Kathmandu bis die Pässe wieder begehbar waren, somit ist der buddhistische Einfluss immer stark gewesen. Allerdings sind die meisten Nepalesen Hindus, obwohl Buddha in Nepal geboren wurde. Das Gemisch von hinduistischen und buddhistischen Tempeln hat mich fasziniert, besonders bei den Tempeln, welche von beiden Religionen benutzt werden. Dort findet man dann Hindugötter, Gebetsmühlen und Buddhastatuen in einem Gebäude. Hindus glauben ohnehin, dass Buddha eine Reinkarnation des Hindugottes Vishnu ist, somit werden Buddhastatuen vielmals auch angebetet.
Das Zentrum Kathmandus ist der Durbar Platz mit seinem alten Königspalast und vielen Tempeln. In einem dieser Tempel wohnt die lebende Göttin Kathmandus, Kumari - ein junges Mädchen, welches als Göttin verehrt wird, bis sie ihre erste Regelblutung hat - dann geht die Suche von vorne los. Was mich überraschte, war das die Mehrheit der nepalesischen Tempel im Pagodenstil erbaut wurde, etwas, dass ich eher mit China verbunden habe. Angeblich ist die Pagode ein nepalesischer "Export" - ein berühmter nepalesischer Architekt besuchte im Mittelalter den chinesischen König und brachte den Pagodenbau mit ins Reich der Mitte (man sagt, das Design sei von der Berglandschaft der Himalayas inspiriert worden). Durbar Plätze findet man auch in den nahegelegenen Städten Patan und Bhaktapur, diese beiden Städte und Kathmandu waren einmal konkurrierende Königreiche, welche sich gegenseitig mit ihren Palästen und Tempeln zu überbieten versuchten. Unser Favorit war Patan, die Tempel dort waren am schönsten, mit tollen Schnitzereien verziert.
Die Woche in Kathmandu ging mit Sightseeing und Essen schnell vorbei. An unserem letzten Tag besuchten wir den heiligen (sehr kleinen) Fluss Kathmandus, eine Verbrennungstelle für Hindus mit einem angrenzenden Tempelbezirk. Anschließend spazierten wir ins tibetische Viertel, zur größten Stupa Nepals. Am nächsten Tag trennten sich unsere Wege - Sylvia und Tilo machten sich auf den Weg zurück nach München, und ich flog nach Delhi.




After trekking and relaxing in Pokhara we took the bus to Kathmandu and checked into a hotel in the tourist district of Thamel. To me it was a bit of paradise when it came to food, there were so many restaurants around that it was difficult choosing what we wanted to eat (Italian? Thai? Mexican? or just a nice steak?) and ended up eating way too much... There was also an abundance of tourist shops around, but as they were all pretty much selling the same I lost interest after a few days (lucky for my bank account). But Kathmandu isn't all about eating and shopping, a short walk from Thamel brought us to the fascinating old town. Even though heavily damaged by an earthquake in the 1930's, there are plenty of old houses with impressively carved wooden balconies , narrow roads, and temples (including one where people go to make offerings when they have a tooth ache). The whole area is very busy, with people out shopping and motorbikes zooming through. A lot of houses were built around courtyards where there are temples and Buddhist stupas, some of them over 700 years old. Kathmandu used to be a major stop on the Indian - Tibetan trade route, many Tibetans spent the winters here before crossing the Himalaya again and so the Buddhist influence has always been strong. However, even though the Buddha was born in Nepal, the majority of the population today is Hindu. The mix of Hindu and Buddhist temples fascinated me, especially at the few temples which are worshipped by both religions - there you find Hindu gods, prayer wheels and Buddha statues all in one place. Actually Hindus believe the Buddha to be a reincarnation of the important god Vishnu, so they worship many Buddha statues anyways. The centre of Kathmandu is it's Durbar Square with it's old royal palace and many temples. One temple houses Kathmandu's living goddess Kumari - a young girl which is worshipped until she has her first period - then they have to search for a new one again. Most temples in Nepal are built in the Pagoda style, to me something unexpected as I always associated pagodas with China. Interestingly the pagoda seems to be Nepal's most successful export - in the middle-ages a famous Nepalese architect went to stay at the Chinese imperial court and brought the pagoda-design with him (believed to have been inspired by the mountainous landscape of the Himalayas). Durbar squares are also found in the nearby cities of Patan and Bhaktapur - they and Kathmandu used to be rivaling kingdoms, each one rich enough to attempt to out-do the others in the design of their temples and palaces. Our favourite was Patan, where the temples are decorated beautifully with fine woodcarving. Our days went by quickly being busy and sightseeing. We spent our last day to visit the tiny holy river of Kathmandu where many Hindus are burned after there death and then went nearby to the Tibetan quarter to see the largest stupa of Nepal. Next day we took off in different directions - Sylvia and Tilo heading back to Munich and myself flying to Delhi, from where I will start my tour of Rajasthan.

Friday, November 16, 2007

Himalaya Trekking

In Pokhara, einem hübschen Touristenort, welcher an einem Bergsee gelegen ist und tolle Blicke in die Berge bietet, traf ich mich mit Sylvia und Tilo. Von dort aus flogen wir 20min nach Norden in die Region Mustang, um unsere acht-tägige Wanderung zu beginnen. Mustang ist ein tibetisches Königreich (gehört aber zu Nepal) und erinnerte mich stark an Ladakh, schon der Landschaft wegen, die auch hier sehr karg ist. Am ersten Tag wanderten wir nach Kagbeni, ein festungsartiges mittelalterliches Dorf, welches früher an der tibetanisch-nepalesischen Salzhandelsroute lag. Es machte Spaß, den Ort mit seinen engen Gassen, Stupas und dem alten Kloster mit freundlichen Mönchen zu erkunden. Mir kam es so vor, als hätte sich hier in den letzten Jahrhunderten gar nicht soviel verändert, außer das heute Touristen 1-2 Nächte in den traditionellen Häusern übernachten.
Kagbeni war der nördlichste Ort, zu dem wir durften, der Rest Mustangs ist nur mit spezieller Genehmigung begehbar ($700). Somit sind wir die Berge hoch nach Osten gelaufen, zum heiligen Pilgerort Muktinath, wo w
ir auf 3700m buddhistische und hinduistische Tempel besuchten. Von hier aus ging es nach Süden, für die nächsten paar Tage liefen wir am Kali Gandaki entlang, einem Fluss, der hier auch die tiefste Schlucht der Erde formt - 6800m tief. Wir kamen durch viele traditionelle Orte, welche früher vom Handel lebten, sich aber heute auf Landwirtschaft und Tourismus umgestellt haben. Etwa 35.000 Wanderer sind letztes Jahr den Annapurna Rundweg oder einen Teil davon (wie wir) gelaufen, somit gibt es viele Häuser, die in Hotels umgewandelt wurden. Zumeist sind sie familienbetrieben und es wird für die Gäste gekocht - nicht etwa nur Reis und Linsen, sondern alles von Lasagne bis hin zu Apfelkuchen. Uns ging es also nicht schlecht, obwohl die Matratzen hart und die Toiletten nur zum hinhocken waren. Auch gab es keine Heizung, außer einem gelegentlichen kleinen Ofen unter dem Tisch, so dass es ganz schön kalt war. Um uns aufzuwärmen, tranken wir hin und wieder einen nepalesischen Apfelbrandy (zumindest war das meine Ausrede, um mal an einen guten Tropfen heranzukommen).
In den ersten paar Tagen unserer Wanderung war das Wetter sehr gemischt, es schneite auch ab und zu, doch nach und nach wurde es besser und so konnten wir die Bergblicke genießen. Immer konnten wir 7000er oder 8000er um uns herum sehen, welche durch ihr ewiges Eis so richtig glitzerten. Südwärts laufend waren wir bald aus dem himalayanischen Regenschatten heraus und die Landschaft wurde merklich grüner, plötzlich liefen wir durch Wald und Terassenfelder. Die Menschen veränderten sich auch, nicht nur sahen sie jetzt anders aus sondern waren auch überwiegend Hindus.
Nach einer Übernachtung in Tatopani, einem kleinen Dorf, wo wir in heißen Quellen badeten, nahmen wir das anstrengendste Stück unserer Wanderung in Angriff - ein 1800m Aufstieg an einem Tag. Mit unseren Rucksäcken hintendrauf waren wir schnell außer Atem und die einheimischen Träger, welche riesige Lasten auf ihrem Rücken schleppten, beeindruckten uns immer mehr. In dieser straßenlosen Region müssen Maultiere und Träger alles selber tragen. Auch viele Touristen bezahlen Träger, so dass diese dann bis zu 3 schwere Rucksäcke auf einmal die Berge hoch und runter schleppen. Ich habe die Vermutung, dass Träger zumeist weniger kosten als Maultiere und sehr arm sind. Manchmal haben sie nur Flip-Flops an, sie müssen also sehr trittsicher in diesem bergigen und steinigen Terrain sein. Nach zehn Stunden bergauf erreichten auch wir unser Ziel und nach einer kurzen Nacht standen wir 5.00 Uhr auf, um den Sonnenaufgang vom Poon Hill aus zu beobachten. Dieser Berg ist einer von Nepals berühmtesten Aussichtspunkten (wenn auch nur zu Fuß zu erreichen, 2000m berghoch aus jeder Richtung) und man hat wirklich einen tollen Ausblick auf wunderschöne Berglandschaften. Von nun an ging es steil bergab und 2 Tage später waren wir wieder in Pokhara, wo wir unsere müden Beine ausruhten, während wir uns über den See rudern ließen.



After meeting my sister and her boyfriend in Pokhara - a tourist resort situated on a mountain lake with beautiful views towards the Annapurna range - we took a 20 min flight north to start our 8-day trekking trip in the region of lower Mustang. Mustang is a Tibetan kingdom (but part of Nepal) and I was reminded a lot of Ladakh, especially landscape-wise as it is very barren. On our first day we walked to Kagbeni, a medieval fortress like town which used to be an important trading post on the Tibetan-Nepalese Salt-trade route. It was a great village to explore, with its narrow roads , many stupas and an old monastery with friendly monks who showed us around. I got the feeling not that much had changed there in the last centuries, apart from tourists spending a night or two in one of the traditional houses. Kagbeni is as far north as we were allowed to go. For upper Mustang, bordering on Tibet, we would have needed a special permit ($700). So we went up the mountains towards the east, to the holy pilgrimage site of Muktinath, at 3700 we visited Hindu and Buddhist temples. From there on we walked south, the first few days along the beautiful Kali Gandaki river which formed the deepest canyon in the world (6800m). We passed through more traditional town which were one prosperous from trade but now seem to live maily from agriculture and tourism. About 35,000 trekkers walked the Annapurna Circuit or part of it (as we did) last year, so there are plenty of houses that have been converted into lodges. Mainly family-run they also cook for tourists, not just lentils and rice but anything from Lasagna to Apple Pie. So we didn't have to rough it, even though mattresses were generally very hard and the toilets were the squatting type. Also there was no heating apart from an occasional small oven under the dining table, so it was very cold. But we tried keeping warm by drinking the local Apple brandy (at least that was my excuse for a bit of booze). The first couple days of the trek the weather had been pretty unpredictable with occasional snow but luckily it started getting better and better so that we enjoyed the mountain views. It's amazing to always see a 7000m or 8000m high mountain wherever you look, sparkling white with eternal ice. Walking south we came out of the Himalayan rain-shadow after a few days and the landscape started becoming much more green, suddenly we were walking through woods and terraced fields. People also changed, not only did they look different but now they were pre-dominantly Hindu. After a nights rest in the small village of Tatopani, where we took a bath in natural hot springs, we tackled the steepest bit of our hike - 1800m upwards in one day. With our backpacks on we were soon huffing and puffing and got increasingly impressed with the local porters who were carrying huge weights on their backs and still passing us. In the absence of roads in this region, mules and porters do all the carrying. A lot of tourists hire a porter for very little money an they will then carry up to 3 huge backpacks up and down the mountains. I have the suspicion that porters are cheaper than mules and most of them are probably very poor. Sometimes they only wear flip-flops, so they must be really sure-footed in this steep and stony terrain. After 10 hours uphill we reached our hotel and after a short night got up at 5 a.m. to enjoy the sunrise at Poon Hill. One of Nepals most famous viewpoints (though only to be reached by climbing up 2000m either way) it really is a great spot with spectacular scenery. From there on it was steeply downhill and 2 days later we were back in Pokhara, resting our tired legs while being rowed across the lake.

Auf Safari in Nepal


Von Indien nach Nepal zu kommen war eigentlich ziemlich einfach, die Busfahrt war allerdings die schlimmste in drei Monaten, denn die Sitze waren nicht gepolstert und die Straße voller Schlaglöcher, wenn sie denn asphaltiert war. Aua. Die Grenze war ohne Probleme zu überqueren, ich verpasste sogar fast, mir mein Visum und Stempel zu holen, da niemand aufpasste, wer so über die Grenze geht. Nach einer Nacht in der Grenzstadt fuhr ich weiter zum Chitwan Nationalpark im Tiefland von Nepal (zum Glück waren die Sitze im Bus dieses Mal weicher, die Straße war nämlich auch nicht viel besser). Die ersten Eindrücke von Nepal waren, dass die Menschen freundlicher als in Indien sind und alles etwas sauberer aussieht - überraschend, denn Nepal ist, zumindestens statistisch gesehen, das ärmere Land. Ich hatte im Park ein Hotel vorgebucht, inklusive Aktivitäten, so war alles ziemlich entspannend, denn ständig wartete schon jemand auf mich, um mir irgendetwas zu zeigen. Ich war von dieser (Über-)Pünktlichkeit ziemlich beeindruckt, bis ich nach einem Tag feststellte, das es zwischen Indien und Nepal einen 15-minütigen (!) Zeitunterschied gibt - deshalb waren sie immer am warten! Auf jeden Fall waren die Aktivitäten gut organisiert, ich bin auf einer Kanutour gewesen, um Vögel und Krokodile zu sehen, machte eine Elefantensafari und einen Waldspaziergang, um Nashörner zu sehen und es wurde sogar eine Tour durchs Dorf organisiert, welche auch interessant war, denn die Menschen leben noch in traditionellen Lehmhäusern und es war gerade Erntezeit. Das Highlight für mich war aber das mittägliche Baden gehen mit den Elefanten. Auf einem Elefanten sitzend von diesem mit dem Rüssel geduscht zu werden war ein unvergessliches Erlebnis und sehr niedlich.


Getting to Nepal from India was fairly straight forward, even though the bus ride was probably the worst in three months as the seats had hardly any padding and the streets were not paved too well. Ouch. The border was easy to pass, so easy in fact that I almost forgot to get my visa and stamp as they don't check who walks into Nepal. After spending the night in the border town I took a bus to Chitwan National Park in the low lands of Nepal (thank god the seats had padding because the road wasn't great either). First impressions of Nepal were that the people are friendlier than in India and it looks a bit cleaner - surprising as at least in economic terms Nepal is by far the poorer country. For the National Park I had booked a hotel inclusive activities, so it was pretty relaxing, there was always somebody waiting for me to take me somewhere. In fact, I was really impressed with their punctuality until I realized after the 1st day that Nepal has a 15 min (!) time difference to India - that's why they had always been waiting for me! Anyways, the activities were well organized and so I went on a boat ride to see birds and crocodiles, on an elephant safari and forest walk to see rhinos and also on a guided tour through the village which was quite interesting, too as everybody lives in traditional mud-built houses and it was harvest season. For me the highlight of the stay was a lunch-time bath together with the elephants - sitting on top of an elephant and being showered by its trunk was an unforgettable experience and so cute!

Wednesday, October 31, 2007

Von Kalkutta an den Strand


Als erstes fiel mir in Kalkutta auf, dass die Rikschas noch von Männern gezogen werden. Oftmals zogen sie ganze Familien hinter sich her, viele machten ihre Arbeit ohne Schuhe. Es ist eines dieser typischen Bilder von Indiens Armen, und in Kalkutta bestätigten sich die Vorurteile dann mal wieder. Abgesehen von den Rikschamännern hatte ich aber eigentlich einen eher positiven Eindruck von Kalkutta, doch ich war auch nur im Zentrum und habe nicht soviel anderes gesehen. Die Engländer gründeten Kalkutta und machten es zur zweit-wichtigsten Stadt ihres Empires, gleich nach London. Somit ist die Stadt ziemlich europäisch geprägt, mit weiten Boulevards, einem großen Park und vielen Villen, die heute allerding einen gewissen "DDR-Charme" haben, weil sie über Jahrzehnte vernachlässigt wurden. Von den vielen Problemen, für die Kalkutta so "berühmt" ist, sah ich wenig. Mir fielen eher die vielen Menschen auf, die einkauften und in den schönen Restaurants essen gingen. Aber ich traf einige Ausländer, die als Freiwillige für den Mutter Teresa Orden arbeiten, und die haben mir viele Geschichten über Straßenkinder und Behinderte erzählt, somit weiß ich, dass in der Stadt noch eine andere Realität herrscht.
Von Kalkutta fuhr ich mit dem Zug nach Süden, nach Bhupaneshwar, der Hauptstadt des Bundesstaats Orissa. Dort war ich etwas faul und beschloss, eine Stadtrundfahrt mitzumachen. So fand ich mich in einem Bus mit 34 indischen Touristen und war den ganzen Tag dabei, Fragen zu beantworten. Meistens waren es die gleichen: wo ich herkomme, was ich arbeite und wie mir Indien gefällt. Einmal wurde ich aber auch gefragt, ob ich verheiratet oder Jungfrau sei (was soll es dazwischen wohl noch geben…), die Antwort fiel diplomatisch aus… Die Tour selbst war etwas anders als erwartet, sie war eben eher an den Interessen indischer Touristen orientiert. Wir hatten nur wenig Zeit für die berühmten Tempel, weil wir 3 Stunden im Zoo verbrachten. Naja, dort gab es viele Tiger und Vögel, aber am lustigsten waren die stinknormalen indischen Affen, die frei herumliefen - manche hatten sich auch in den Hirschkäfig geschlichen.
Am nächsten Tag fuhr ich an den Strand nach Puri, wo ich für ein paar Tage blieb. In meinem Reiseführer stand schon, dass der Strand mitunter sehr dreckig ist, das war er dann auch, vor allem entlang des Fischerdorfes, wo die Menschen den Strand als open-air Toilette benutzen, was nicht sehr einladend war. Zum Glück war der Strand in der anderen Richtung sauberer, dort waren auch die meisten Touristen, zumeist indische. Es war interessant zu beobachten, wie sie ihre Zeit am Strand verbringen. Niemand liegt auf Handtüchern und sonnt sich, alle sitzen voll angezogen im Strand und sogar zum schwimmen wird sich nicht ausgezogen. Mir war dann auch nicht danach, mich im Bikini in der Sonne zu aalen, so machte ich einige Strandspaziergänge, las und habe unentwegt gegessen: Fisch, Garnelen und frische Kokosnuss. Einen Tag fuhr ich zum Sonnentempel nach Konarak, wieder ein Weltkulturerbe und schön anzusehen. Ansonsten war ich ziemlich faul, ich hatte ja eine lange Zugfahrt zurück nach Varanasi vor mir, von wo aus es dann nach Nepal weiter ging.



The first thing I noticed in Calcutta was that rikshaws are still human-drawn. Oftentimes the rikshaw men pull whole families, some of them doing their work barefoot. Welcome to Calcutta! Apart from the rikshaws my impression of the city was actually quite positive but then again, I only stayed in the centre and didn't really see that much else. The English founded Calcutta and made it the 2nd most important city in their empire after London. The centre is quite European with large boulevards, a big park and many villas (most of them crumbling by now after decades of neglect). I noticed little of the many problems that Calcutta is "famous" for, instead I saw many people go shopping and dining in nice restaurants. But I met quite a few volunteers who work for the Mother Teresa charities and they were telling me all sorts of stories about their work with street children and disabled people, so I know there is another reality in this city. From Calcutta I took the train south to Bhupaneshwar, the state capital of Orissa. There I felt lazy and joined an organized tour of the city and so found myself on a bus with 34 Indian tourists and had to answer their many questions all day - mainly the same ones concerning where am I from, what do I work and how I like India. I was also asked whether I am married or a virgin - to make the explanation easier I gave myself a husband working in Calcutta... didn't want to confuse them. The tour by itself was slightly different than expected, we only had little time for the famous ancient temples because we spent 3 hours at the zoo. Well, they had lots of tigers and birds but most amusing were the common Indian monkeys which were just running around like anywhere in India, some making their way into the deer cage. Next day I went to the beach at Puri where I stayed for a couple of days. In my travel guide it was written that the beach at times can be very dirty - it was, especially along the fishermen's village. The villagers use the beach as open-air toilet, not very inviting at all. Fortunately there was a cleaner beach in the other directions where all the tourists are, mainly Indian tourists. It was interesting to see how they spent time at the beach, nobody is sun-bathing on beach towels, instead they were sitting fully clothed in the sand and even went swimming with their cloths. I didn't really feel like laying there in bikini so I went for lots of walks on the beach, reading and eating lots of fish, prawns and fresh coconuts. One day I went to the nearby sun temple of Konarak, another world heritage site but otherwise I pretty much did nothing. Not a bad way to spent a few days. Now I will make the long journey to Nepal where I will meet my sister and her boyfriend for their 3 week holiday.

Thursday, October 18, 2007

Tee & Berge

Darjeeling, auf 2000m Höhe gelegen, ist ein sehr beliebter Urlaubsort und bekannt für seine tollen Ausblicke. In der Ferne kann man Mt. Everest sehen und außerdem Kangchenjunga, den dritthöchsten Berg der Welt. Jedenfalls hatte man mir das so erzählt. Alles was ich 5 Tage lang sah, war grauer Himmel und Nebel. Wenigstens war mir nicht langweilig, weil ich eine nette Schweizerin kennengelernt hatte; wir verbrachten die nächsten 10 Tage zusammen. Natürlich wollten wir mehr über den berühmten Darjeeling Tee wissen, aber nachdem wir erfuhren, dass die Plantagen für Besucher geschlossen waren, blieb uns nur der Teeladen. Zum Glück war der Besitzer sehr freundlich und erklärte uns so einiges über den Tee und die verschiedenen Qualitätsstufen (sowie Preise...). Den Darjeelingtee, den wir in Europa in Teebeuteln kaufen können, ist unterste Qualität und hier für etwa 80 Cent / 100g zu kaufen. Der beste Tee hingegen kostet etwa 12 Euro / 100g und wird in Europa für das 5-fache verkauft, wenn man ihn überhaupt finden kann. Natürlich mussten wir den teuren Tee mal probieren und für 1.50 Euro pro Tasse war das schon Luxus, vor allem wenn man bedenkt, dass ich für das Geld sonst ein ganzes Essen bekam. Hat aber super geschmeckt! Interessanterweise mögen die Inder den Darjeelingtee gar nicht so, sie bevorzugen den stärkeren Assamtee, somit werden 80% exportiert. Außer Tee trinken sind wir auch spazieren gewesen und machten eine Ausfahrt mit der Schmalspurbahn. Die gehört zwar zum Weltkulturerbe, war aber eher langweilig, vor allem weil es bei dem Wetter keine Aussicht gab. So besuchten wir noch den Zoo, dort sahen einen der seltenen Schneeleoparden, außerdem einen Himalaya Braunbär und einen Roten Panda. Der Panda war echt süß und wir hatten die Hoffnung, ihn auch in freier Natur sehen zu können, denn er ist das Nationaltier von Sikkim, welches unser nächstes Ziel war. Naja, den Panda haben wir nicht gesehen, aber die Natur dort war echt toll, somit waren wir zufrieden.
Sikkim ist ein kleiner Bergstaat zwischen Nepal, China und Bhutan gelegen und bis in die 70er Jahre hinein war es ein eigenständiges Königreich, bevor es von Indien annektiert wurde, nicht zuletzt, weil es ein gutes Puffer zwischen Indien und China bildet. Sikkim ist wohl der sauberste aller indischer Staaten. Plastikbeutel sind gesetzlich verboten, es liegt kein Müll herum, es gibt keine Kühe auf der Straße, die Bauerhöfe und Dörfer sehen ziemlich ordentlich aus und sogar die Hunde scheinen gesünder zu sein. Die meisten Menschen sind Buddhisten und sehen auch wieder eher asiatisch aus, man hatte das Gefühl, in einem anderen Land zu sein. Wir verbrachten ein paar Tage im Westen von Sikkim und hatten endlich tolle Blicke auf den Kangchenjunga, direkt vor unserem Hotelzimmer, über 8500m hoch. Wir machten auch eine Tageswanderung zu einem heiligen See und besuchten ein die Klöster in der Umgebung. Die Wege gingen zumeist durch den Wald und in niederen Lagen an Reisterassen vorbei. Das einzig Negative waren die Blutegel, zwei hatten sich auch an meinem Fuß festgebissen. Ansonsten gefiel es mir aber super und ich war fast etwas traurig darüber, nach Kalkutta weiterzufahren.



At an altitude of 2000m Darjeeling is a very popular hill station and well-known for it's grand views. One can see Mt. Everest in the distance and also Kanchenjunga, the 3rd highest mountain in the world. A least that is what I have been told, all I saw for 5 days was grey sky or fog... At least I wasn't bored as I met a really nice Swiss girl and we travelled together for the next 10 days. Obviously we wanted to know more about the famous Darjeeling tea but after discovering that the showcase Tea estate was closed for renovation, we ended up at a Tea store. Luckily the owner was quite chatty, so he answered all our questions and explained a little bit about the tea and it's different qualities (and prices). The Darjeeling tea we buy in teabags in Europe is the lowest quality and here it costs about 50p/ 100g. On the other hand there is the highest quality tea which costs about Pound 7.50 / 100g - in Europe this would sell for about five-times this price (if you can find it!). Of course we had to have a cup of this one, for Pound 1 per cup a treat considering that's what I usually pay for dinner. But really good! Interestingly the Indians don't really like Darjeeling Tea, they prefer the stronger Assam tea so 80% is exported. Apart from drinking tea we took a few nice walks around town, went on a joy ride on the toy train (despite being a World Heritage train it was very boring, especially because there was no view) and visited the zoo which was fun. We saw the rare Snow Leopard, a Himalayan Brown Bear and a Red Panda. The Panda was really cute and we had a little hope we would see it in nature, too, as it is the National Animal of Sikkim, our next destination. We didn't see the Panda but nature wise it was so beautiful that we didn't mind. Sikkim is a small mountain state between Nepal, China and Bhutan and until the 1970's it was actually an independent kingdom before it was annexed by India (last but not least as a buffer state between India and China). Sikkim must be the cleanest of all of India's states. Not only are Plastic bags banned but there is no rubbish laying around, no cows on the roads, the farmhouses and villages look fairly orderly and even the dogs look healthier. The majority of people are Buddhist and they look more central asian - it really feels like a different country. We spent a few days in the west of Sikkim and finally had the great views of Kanchenjunga, right in front of us more than 8500m high. We did a day hike to a holy lake and visited some monastries. The paths go through forest or at lower altitude past rice terraces and it's very quiet. The only negative thing were the leeches along the way, I found two attached to my feet... But otherwise we really enjoyed it and I was a little sad to leave for Calcutta...

Friday, October 5, 2007

Varanasi, heilige Stadt am Ganges

Fünf Tage verbrachte ich in Varanasi, der heiligen Stadt am Ganges, wo man Erleuchtung finden kann und die Leute zum Sterben herkommen. Hindus glauben, dass wenn sie hier sterben und ihre Asche in den Ganges gestreut wird, sie den Kreis der Wiedergeburt durchbrechen können und Nirwana erreichen - eine gute Aussicht für viele.
Ich fand die Altstadt faszinierend und erkundete sie in mehreren Streifzügen durch die engen Gassen oder entlang des Ganges. Seit langem konnte ich wieder einmal herum laufen, ohne ständig Abgase einzuatmen. Die Gassen waren nämlich für Autos und Autorikschas zu eng. Gedränge gab es aber trotzdem: Fahrräder und Motorräder, Kinder, Pilger, Ziegen und Kühe, Bettler, Lastenträger, Leichenprozessionen und viele Hunde zwängten sich durch die Straßen. Leider war es auch hier, wie in anderen indischen Städten, sehr dreckig; Abfall und Kuhfladen hinderten mich daran, zu unbekümmert herumzuschlendern, und die Gerüche waren zum Teil übel. In den Läden wird alles verkauft, von Seide über die komplette Pilger-Opfergabenausstattung (z.B. Blumen, Puffreis, Kokosnuss) hin zu Eimern und alten Nähmaschinen. Der Ganges mit seinen Ghats ist natürlich die Hauptattraktion - heilig mag er sein, aber er ist verdreckt. An einem Morgen machten wir in einem kleinen Fischerboot einen Ausflug entlang der Ghats und konnten so die Unmengen von Badenden vom Fluss aus beobachten (angeblich ist ein Flußbad reinigend für Seele und Körper, aber ich fragte mich, ob viele Leute von dem verschmutzten Wasser krank werden). Wir fuhren auch am Kremationsghat vorbei, wo öffentlich die Leichen verbrannt werden, für mich ein etwas unbehaglicher Anblick. Bei Spaziergängen am Fluss entlang gab es viel zu beobachten: Waschmänner, die Kleidung auf Steine klopfen um sie zu reinigen, und Jungen, die Wasserbüffel waschen oder nur einfach im Wasser planschen. Am frühen Morgen und Abend finden am Hauptghat Zeremonien statt, Brahmanen singen und schwenken Gefäße mit Weihrauch, die Leute klatschen rhythmisch und Musik spielt. Dazwischen wimmelte es mit Kindern, die Postkarten verkauften, Frauen, die Blumen und Kerzen als Opfergaben für den Fluss anboten und Bettler, die ihre Hände ausstreckten. Es war einfach, die anderen Touristen zu vergessen, aber die vielen Schilder für Hotels und Restaurants erinnerten mich schnell wieder daran. Ich muss gestehen, dass ich hier, in der indischsten Stadt Indiens, zum typischen Backpacker geworden bin: auf den Speisekarten widmete ich Currys und Reis nur einen kurzen Blick um mich dann zwischen Spagetti und Lasagne zu entscheiden. Außerdem gab es eine echt deutsche Bäckerei, die russischen Zupfkuchen im Angebot hatte - gefährlich. Leute, die dahin mitkommen wollten, waren einfach zu finden, denn in meinem Hotel hatte ich viele nette Leute kennengerlernt, mit denen es sich schön schwatzen lies. Überhaupt war ich mit meiner Hotelwahl sehr zufrieden. Von meinem Zimmer aus hatte ich einen wunderbaren Blick auf den Fluss und die aufgehende Sonne (um 5.45 Uhr) und von der Dachterrasse konnte man alle Nachbardächer überschauen. Vor allem am späten Nachmittag spielte sich das Leben hier oben ab: Drachen wurden steigen gelassen, Kinder rannten herum, Frauen waren am Fladenbrot backen, die Ziegen meckerten (ja, auf dem Dach!), gezüchtete Tauben wurden in Kreisen fliegen gelassen, auf einem Dach wurde sogar Cricket gespielt und auf mehreren anderen waren die Männer immer wieder damit beschäftigt, Affen zu verjagen. Die waren hier nämlich auch wieder zahlreich vertreten, zum Teil in großen Gruppen mit Kindern und lustig zu beobachten. Man konnte wirklich Stunden mit zuschauen verbringen während die Sonne unterging - dank der starken Luftverschmutzung im glühendsten rot wie ich es selten gesehen habe.







Since 5 days I have been in Varanasi, holy city on the Ganges where one can find enlightenment and people come to die. Hindus believe that if they die here and their ashes are thrown into the river, they can break the cycle of re-birth and reach Nirvana - seems to be a good prospect to them. I think the old city is fascinating and have enjoyed exploring it the last few days. For the first time in an Indian city I am able to walk around without having to breath in all the fumes from cars or autorikshaws. It's still crowded, though: cycles and motorbikes, children, pilgrims, goats and cows, porters, beggars, funeral processions and many dogs still push themselves through. Unfortunately, like most Indian cities it's also dirty, rubbish and cow shit prevent me from strolling carelessly and smells can sometimes be disgusting. In the shops everything is on sale, from silk to everything a pilgrim needs for offerings (e.g. flowers, rice crispis and coconut), from pots to ancient sewing machines. The Ganges with its Ghats is of course the main attraction - holy it may be but dirty it is. On one of the mornings we hired a little fishing boat to take us along the ghats and to get a river view of all those bathing in this polluted water (it's supposed to be cleansing but I wonder if it makes people sick instead). We also paddled past the burning ghat, the public cremation ground - for me a bit strange to see. Later I went for a walk along the ghats and saw that it's also used by laundry men who beat clothes on stones and boys who wash water buffaloes or simply play in the water. In the early mornings and evenings ceremonies take place on the main ghat. Brahmins sing, swing pots with burning incense, people clap and music plays and in between children sell postcards, women flowers and candles to offer to the river and beggars hold out their hands. It's easy to forget about the other tourists but all the signs for hotels and restaurant remind me quickly. I must admit that here, in this very Indian city, I have turned into a typical backpacker: on the menus I briefly glance at curries and rice to then make decisions between spaghetti or lasagna. Also there is a real German bakery which sells my favourite cake - dangerous. But very social, at my hotel I met lots of nice people who it's fun talking to. My hotel was a good choice, from my window I have Ganges view and can see the sunrise (at 5.45!). From the rooftop cafe there is a great view across all the other rooftops, especially in the later afternoon people live up here. Kites are being flown, children run around, women bake chapatis, goats are noisy (yes, they are on the roof!), tamed pigeons fly conducted in circles, on one roof their is a cricket game being played and on many others men are busy trying to chase away the monkeys. They are again very numerous, often with children and its amusing to watch them. I could spent hours just observing everything while the sun goes down - thanks to the air pollution in the brightest red I have seen. Soon it's out of the cities and back to the mountains, this time to have some tea in Darjeeling.

Friday, September 28, 2007

Gräber, Ruinen und Tempel

Von Jaipur ging es nach Agra, wo ich die nächsten drei Tage verbrachte. Der Hauptgrund um dort hinzufahren war natürlich das Taj Mahal, doch vorher schaute ich mir ein paar andere Sachen an. Zur Zeit der Mogule (die islamischen Könige, die Indien seit dem 16. Jh. regierten) war Agra eine der wichtigsten Städte in Indien. Etwa 1h von der Stadt entfernt gelegen besuchte ich Fathepur Sikri, die Hauptstadt König Akbar. Die Stadt und vor allem der Palast wurden im 16. Jh. in großem Pomp erbaut, jedoch schon nach wenigen Jahre wegen Wassermangels wieder verlassen, so dass Fathepur Sikri heute eher ein großes Dorf ist. Außer den gut erhaltenen Ruinen des Palastes gibt es eine große Moschee, welche nach dem Vorbild der berühmten Moschee in Mekka erbaut wurde. Sie ist heute eine Pilgerstätte, weil einer der größten Sufi-Heiligen hier begraben liegt und somit sehr aktiv. Das war interessant für mich, da ich zuvor noch nie in einer Moschee war und dass erste Mal Gebete und Rituale live beobachten konnte. Zurück in Agra schaute ich mir dann Akbars Mausoleum an, wieder ein Vorgänger des Taj Mahals, ziemlich groß und mit einem angeschlossenen Park, wo sogar Rehe frei herumliefen. Es war Akbars Enkel, welcher das Taj Mahal als Grabstätte für seine Lieblingsfrau bauen lies. Ich besuchte das Taj am frühen Morgen und war beeindruckt. Nicht grundlos ist es so berühmt. Das Taj Mahal ist ein wunderschönes Gebäude, ganz aus Marmor gebaut und mit sich änderndem Licht ändert sich die Farbe des Gebäudes, von Rosa zu strahlendem Weiß.
Ich war froh, Agra hinter mir zu lassen, denn es war wirklich zu heiß und außerdem keine schöne Stadt. Ich fuhr mit dem Zug etwas weiter südlich, zu einem kleinen Dorf namens Orcha. Dort gab es wieder Palastruinen zu besichtigen, aber in einem ganz anderen Stil. Zwischen Bäumen und Feldern gelegen sind einige der nicht so interessanten Ruinen bewohnt und alles erinnerte mich etwas an das Dschungelbuch, es gab auch genug Affen, die in den Ruinen herumturnten. Im Gegensatz zu Agra waren nur sehr wenige Touristen in Orcha und so war es ein guter Ort, um etwas vom Dorfleben mitzubekommen. Den ersten Abend war Ganescha-Fest (der Gott mit dem Elefantenkopf), es wurde mit Prozessionen zum Fluss gefeiert (manche zu Fuß, andere auf LKWs). Den nächsten Abend besiegte Indien bei der Cricket Weltmeisterschaft Pakistan, wieder Grund zum feiern, dieses Mal fuhren LKWs mit Lautsprechern vorbei, die laute Musik spielten, auch gab es viele Freudenschüsse.
Als nächstes ging es weiter zu einem anderen kleinen Ort, Khajuraho. Dort stehen Tempel aus dem 10-12 Jh. die zum Weltkulturerbe gehören. Von Touristen werden sie oft als Kamasutra-Tempel bezeichnet, weil es viele explizite erotische Abbildungen gibt (manche auch etwas eklig, ich sage nur es hat ein Pferd einbezogen). Diese Skulpturen sind aber eigentlich nur eine Minderheit, die meisten zeigen Götter oder Alltagsszenen, wie z.B. badende Frauen, Musiker, Elefantenkämpfe, in den Krieg ziehende Soldaten. Mir hat es sehr gut gefallen, auch weil die Umgebung ein schöner Park mit vielen Blumen und Schmetterlingen ist. Das war sehr entspannend, denn der kleine Ort Khajuraho bestand vor allem aus Hotel und Läden und da es noch Nebensaison war und somit nur sehr wenige Touristen dort waren, konzentrierten sich einige der Verkäufer voll auf mich und gingen mir dann doch etwas auf die Nerven.


I spent three days in Agra, the main sight is obviously the Taj Mahal but I spent a few days also seeing a few other sights. Agra was the main city for the most important Moghul rulers (the islamic kings who governed most of north India from the 16th century onwards) and I went to see Fathepur Sikri, the capital King Akbar (the founder of the dynasty) built for himself but abandond a few years later. Apart from the well-preserved ruines of the palace there is a Mosque which is very much alive with pilgrims and people coming to pray - very interesting as I had never been inside a mosque before. I also went to see Akbar's Mausoleum, another pre-Taj building, quite big with a park and lots of deer around. Akbar's grandson built the Taj Mahal when his favourite wife died. I went to see it early in the morning and it's definetly famous for a reason - it's a beautiful building all made out of marble which sparkles in the sun. The next day I was happy to leave Agra as it was really hot and also not a nice city at all. I went a bit further south to a small village called Orcha, where there are also some ruined palaces but a very different style this time. Set amidst trees and fields and some of the less important ruines inhabited by families it has a bit of "Dsungelbook feeling", there were even monkeys jumping around. Also much less touristy it was a nice change and it was a good place to observe village life a bit. The first evening there was Ganesha festival(that's the elephant-headed Hindu - God) celebrated with processions down to the river (some on foot, some on trucks). Next evening India won the cricket worldcup against Pakistan - party time again this time with trucks driving around with loudspeakers playing bollywood music and also gun salutes here and there.Then it was on to another little town called Khajuharo, it's a world heritage site because of some 10 - 12th century temples famous for their beautiful sculptures. A lot of travellers call it the Kamasutra temples as it has some quite explicit sexual images(some of them a bit gross actually, I will only say it involved a horse) but it's actually just a small percentage of all the carvings. Most depict the gods and everyday scenes like women bathing, musicians,elephant fights, soldiers going to war etc. I really enjoyed it, last but not least because the surrounding area has been turned into a park with lots of flowers and bushes and butterflys. It was pretty relaxing as the little town of Khajuraho consists mainly of shops and hotels and as we are still out of season the sales pitches are really getting on my nerves, they simply don't stop. But today it's on to Varanasi and who knows, thinking back I might remember Khajuharo as a quaint little village.

Thursday, September 20, 2007

Von Stadt zu Stadt

Aus den kühlen Bergen kam ich nach einer acht-stündigen Reise in einem sehr vollen Bus in Amritsar an. Dort steht der Goldene Tempel der Sikhs, ein Heiligtum zu dem Pilger aus dem ganzen Land anreisen. Ich und eine Russin beschlossen, es wie die Sikhs zu machen und in der Gurudwara, der Pilgerunterkunft, zu übernachten. Es war sehr billig (nur eine Spende) und interessant, jedoch sehr spartanisch, heiß und nicht allzu sauber (als ich eine Maus über unser nicht besonders sauberes Bett laufen sah, bekam ich doch meine Zweifel). Außerdem schliefen etwa 20 Leute direkt vor unserer Tür - indische Pilger, die kein Zimmer mehr abbekommen hatten oder einfach bevorzugten, im kühleren Innenhof zu schlafen. So war es mit dem auf die Toilette gehen gar nicht einfach, denn wir mussten jedesmal vorsichtig über die Menschen drübersteigen, die aber zum Glück ganz freundlich waren. Das Gute an der Sache war, dass wir gleich neben dem Tempel übernachteten und es am nächsten Morgen nicht weit hatten. Wir standen in der Dämmerung auf und waren sofort von der Schönheit des Tempels und der Stimmung im Gelände beeindruckt. Nachdem wir am Eingang unsere Füße waschen und die Köpfe bedecken mussten, konnten wir frei herumlaufen. Überall konnte man die mystische Gebetsmusik hören und wir setzten uns eine ganze Weile hin um die Leute zu beobachten. Es waren viele Sikhs in traditioneller Kleidung da, mit Turban, langem Bart und Schwert, sie sahen zwar etwas gefährlich aus, waren aber freundlich. Später waren wir dann im Speisesaal umsonst (wie alle anderen) essen. Dort saßen alle gemeinsam auf dem Fussboden und es wurden Brot, Linsen, Gemüsecurry und sogar eine Süßspeise ausgeteilt. Sehr lecker... Für die Sikhs ist dieses gemeinsame Essen ein wichtiger Bestandteil ihrer Religion, denn damit wird gezeigt, dass es keine Kastenbeschränkungen gibt (anders als bei den traditionellen Hindus, da können nämlich nicht alle gemeinsam essen). Am Abend desselben Tages fuhren wir an die Indisch-Pakistanische Grenze zur abendlichen Schließungszeremonie: viele Menschen tanzen und jubilieren auf beiden Seiten, darauf folgte ein superschnelles vorbeimarschieren der Soldaten, die Flagge wurde runtergezogen und das war's dann. Ganz amüsant, aber leider regnete es so stark, dass ich mehr mit meinem Regenschirm als mit dem Geschehen beschäftigt war.
Von Amritsar aus ging es zurück nach Delhi, wo ich einige Tage mit Sightseeing verbrachte. Ich schaute mir Museen an und machte eine Stadtrundfahrt mit, mit der wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Delhis besuchten. Am besten gefiel mir Humayuns Grabmal, welches ein Vorgängerbau des Taj Mahals ist. Jetzt freute ich mich schon auf das Taj! Delhi gefiel mir besser als erwartet. Neu-Delhi wurde erst 1920/1930 gebaut und hat viele breite Boulevards und Bäume; es ist also recht grün. Als schön kann man es jedoch nicht bezeichnen, dafür ist zu viel Verkehr und Dreck. Es sind auch wahnsinnig viele Leute überall (kein Wunder, die Stadt war für 700,000 Einwohner konzipiert, jetzt wohnen 10 Millionen dort). Als Tourist braucht man viel Geduld, denn jeder, der einen anspricht, will irgendetwas verkaufen und die wenigsten Verkäufer sind dabei ehrlich. So wurde mir z. B. Hilfe angeboten, die offizielle Stadtinformation zu finden, gutgläubig ging ich mit und landete in einem privaten Reisebüro. Aber ich lernte schnell dazu und konnte bald gut ignorieren. Ich bekam dann zwar einige Male zu hören "Du magst wohl keine Inder?", aber so funktionierte es trotzdem am besten.
In Jaipur, meinem nächsten Stopp, war es dasselbe. Jaipur ist die Hauptstadt Rajasthans und mit 3 Millionen Einwohnern recht groß, aber die Altstadt kann man gut zu Fuß erkunden. Im 18. Jh. erbaut, ist alles recht geplant, die Blöcke sind im Rastersystem und die Häuser alle pink verputzt. Damals muss viel Platz gewesen sein, doch heutzutage ist wahnsinnig viel Verkehr. Aber man sieht auch noch Kamele! Mir hat es Spaß gemacht, durch die alten Bazare zu schlendern, wo es alles von Textilien über Haushaltswaren und Gewürze gibt. Ich schaute mir den Stadtpalast an, in dem der Maharaja jetzt noch wohnt und am nächsten Tag auch den alten Palast, welcher nun verlassen ist. Dort war es etwas ruhiger und mit grünen Hügeln in der Umgebung, eine schöne Abwechslung nach dem ganzen Stadtlärm.


From the cool mountains an 8hr bus journey took me down to Amritsar (on a local bus, very squeezed...), sight of the Golden Tempel (and not much else). Me and a Russian girl decided to do it like the Sikhs and stay at the Gurudwara, the Pilgrims Guest House. It was very cheap (donation only) and interesting but very basic, hot and not that clean (after I saw a mouse run over the bed I started doubting my choice). Also there were about 20 people sleeping right in front of our room, so going to the toilet was slightly diffiult as we had to climb over them. Anyways, they were friendly enough and it was an interesting experience, very near the temple, too. The next morning we got up early to have a look at the temple, and it really is amazing. After washing my feet at the entrance and covering my head we took a look around, everywhere in the complex they play devotional music and so it was a great place to sit and relax and watch people. There were lots of tradional Sikhs with turban, long beards and swords, they looked a bit scary but people were pretty nice in general. We also went to get our free meal in the communal dining hall. Everybody sits on the floor and they serve you bread, lentils, veggie curry and even dessert! Not bad at all... it seems this meal is pretty important to Sikh religion as it shows there are no caste restrictions and everybody can eat in the presence of any other person (unlike traditional Hindu's). In the evening the same day we went to see the border ceremony at the India- Pakistan border: basically lots of dancing and cheering on both sides, some speed marching military guys, flags down and off everybody goes back home. Unfortunately it was raining like mad so I was more focused on holding my umbrella to not get soaked completely than watching the show. Next day I went on to Dalhi where I spent 5 nights and went sightseeing. I went to a few museums and on a bus tour of the major sights, my absolute favourite was Humayun's tomb which pre-dates the Taj Mahal about 80 years and looks similar. I am really looking forward to see the Taj Mahal now. Delhi by itself was actually nicer than I thought New Delhi was built in the 1920s/30s only with lots of boulevards and quite green as well but even though it's still not great as very busy with lots of traffic etc. Also you need a lot of patience as anyone who starts talking to you wants to sell something and they are not very honest, e.g. someone said he would help me find the tourist office to book the bus tour only for me to end up in a private travel agency. I' ve been learning quickly, though and can be very ignorant now of anyone. A favourite line if you don't react to them seems to be "What is your problem with Indians?" But still, the silent treatment seems to work best. It's been the same in Jaipur, where I went next. It's the capital of Rajasthan but the old city is manageable on foot. It's a planned town from the 18th century build in a grid system and all houses painted pink. It must have been very spacious back then but now there is lots of traffic everywhere. You still see the occasional camels though! I enjoyed walking through the bazaars where they sell anyhing from clothes to pots to spices. Iwent to see the city palace where they Maharaja still lives and also to the old palace outside the city, that was quite nice as more quiet and surrounded by green hills. I have now arrived in Agra and will soon go and see the famous Taj Mahal.








Friday, September 7, 2007

Von „Klein-Tibet“ zu den Exiltibetern

Wieder zurück in Leh gab ich mich den Cafés und dem Lesen hin. Nachdem ich dann auch das zweite Buch fertig hatte, war es an der Zeit, weiterzufahren. Eigentlich vielmehr zurückzufahren, denn es gibt nur zwei Straßen, welche von Leh wegführen, und da ich nicht nach Kaschmir wollte, ging es zurück nach Manali. Dieses mal mit dem Bus, was 2 Tage dauerte und wieder einer Übernachtung im Zeltlager bedeutete. Die Reise war zwar weniger angenehm als im Auto, aber auszuhalten. Im Bus saßen nicht nur Touristen, denn am Ortsende von Leh hatte man noch etwa 20 Ladakhis eingeladen, unter ihnen auch einen Mönch. Sie drängte sich auf die Rückbank und in die Fahrerkabine und obwohl es für sie sicherlich ganz schön unbequem war, hatte sie gute Laune und sangen hin und wieder ein Lied, was mir natürlich gefiel. Auch lernte ich lustige Leute im Bus kennen und verbrachte dann die nächsten vier Tage in Manali mit einem netten Münchner Paar. Wir wohnten stillvoll in einer Kolonialvilla (zugegebener Maßen ein klein wenig verfallen) mit Holzbalkon und tollem Blick. Wir beschlossen, eine kulinarische Tour durch Manali zu machen: frische Bachforelle, südindische Masala Dosas (wie knusprige Crêpes mit einer Kartoffelbreifüllung), tibetische Nudelsuppe und sogar Pizza. Zwischen der ganzen Esserei rafften wir uns aber auch immer wieder auf und unternahmen etwas. So sahen wir einige Dörfer in der Umgebung. An einem Tag hatten wir einen lustigen und neugieren Taxifahrer, der es äußerlich verwunderlich fand, dass wir in Deutschland Schwein essen… Da konnte man mal sehen, dass auch die Inder denken, dass Ausländer komische Sitten haben. Eines der Dörfer war ziemlich “verhippiet” (die Hippies wussten schon, warum sie in diese Gegend kamen, an jeder Ecke wuchs nämlich wildes Marihuana), aber es gab einen alten Tempel mit heißer Quelle und ein Wasserfall war auch in der Nähe. In einem anderen Dorf hatten wir Glück und kamen gerade rechtzeitig zu einem Hindufestival – die Dörfler (und wir) prozessierten zum Tempel hinauf. Ich habe zwar noch immer keine Ahnung, was gefeiert wurde, aber es war schön anzusehen, denn alle hatten ihre guten Sachen angezogen.
Nach ein paar Tagen fuhr ich mit dem Nachtbus nach Dharmshala, dem zweit-regenreichsten Ort Indiens, wo der Dalai Lama wohnt und auch viele Exil-Tibeter. Es ist ein ziemlich kleiner Ort und die meisten Leute sind aus Tibet. Überall hingen Gebetsflaggen und es gab auch einige neuere tibetische Tempel und Klöster. Ich schaute mir die Residenz des Dalai Lama’s an und später das Tibetische Museum. Die Ausstellung war interessant, es ging um den Freiheitskampf der Tibeter und die Flucht von tausenden von Tibetern nach Indien. Den nächsten Tag hörte ich dann sogar eine persönliche Geschichte von meinem Kochlehrer (ich habe gelernt, wie man Momo’s kocht, da ich von denen nicht genug bekommen konnte) gehört. Anfang der 90iger Jahre, als er 22 war, hat er seine Familie verlassen und ist für einen Monat über schneebedeckte Pässe bis nach Nepal gelaufen. Seine Hauptgründe waren, dass er seine Religion ausüben und in Freiheit leben wollte. Für mehrere Jahre hatte er gar keinen Kontakt mit seiner Familie, da Briefe nicht zugestellt wurden, aber jetzt gibt’s zum Glück Telefon. Er kann seine Eltern weder besuchen noch zurückgehen, denn sonst würde er ins Gefängnis kommen. Ich habe ja so ein bisschen über Tibet gewusst, mir war aber nicht klar, wie die Kultur von den Chinesen systematisch zerstört wird. Über 600 Klöster wurden zerstört, es gibt heute durch eine aggressive Bevölkerungspolitik mehr Chinesen als Tibeter in Tibet und der 15. Dalai Lama (der Nachfolger vom jetzigen Dalai Lama) wurde im Alter von 8 Jahren verschleppt und seither nicht gesehen. Mich überrascht, dass viele einflussreiche Exil-Tibeter dennoch glauben, dass sie in der Zukunft in ein friedvolles, harmonisches Tibet zurück kehren werden. Das ist zumindest die Vision des Dalai Lama’s – ich bewundere dieses positive Denken, nachdem doch soviel passiert ist. Aber er ist ein sehr beeindruckender Mensch. In Dharmshala wahnsinnig viele Touristen, die nur nach Dharmshala kommen, weil sie hoffen, hier einmal den Dalai Lama sehen zu können. Manche bleiben richtig lange und studieren Buddhismus oder besuchen Meditationskurse. Ich bin da wohl nicht spirituell genug, ich ging lieber spazieren und genoss die schöne Landschaft – überall Wald, und wenn die Wolken aufzogen, sah es richtig mystisch aus. Manchmal kamen, wenn auch nur für kurze Zeit, die Berggipfel zum Vorschein. Es regnete allerding wirklich äußerst viel, so dass ich Zeit hatte, um zum lesen, Momo’s zu essen und mit anderen Touristen zu reden. Auch informierte ich mich etwas über mein nächstes Ziel, Amritsar. Dort wollte ich den Goldenen Tempel der Sikhs sehen, worauf ich mich schon sehr freute. Nur wegen der bevorstehende Hitze im Tiefland war ich etwas skeptisch, denn in Dharmshala brauchte ich sogar meine Fließjacke.





After trekking I spent a few more days in Leh, actually embarking on a mini 1 ½ day trek with a fun gay couple. On the way we visited 2 monasteries, marveling at the fantastic wall paintings (some over 700 years old) and also statues of Buddha and other Buddhist figures like the 11headed Avalokiteshvar who has 100 arms (by the way he is incarnated in the Dalai Lama) who is the deity of compassion. Back in Leh again I had more time to sit in cafes and read and after finishing book number 2 it was time to move on. Actually time to move back – there are only two roads out of Leh and as I didn’t want to go to Kashmir (I promised Mummy) I went back to Manali. This time by bus the journey wasn’t exactly pleasant but thanks to the travel pills (once again drugged) bearable. Also I met fun people on the way and spent the next 4 days in Manali with a very nice couple from Munich. Once more we were lazing around, this time in style at our own colonial villa with great views from the wooden balcony. We also went on a culinary tour of Manali, eating fresh trout from local streams, South Indian Masala Dosa’s (like crispy crepes with mashed potato filling), Tibetan noodle soup and even pizza. We occasionally got up to actually do something and went to visit some nearby villages. One day we had a very entertaining taxi driver who found it hilarious that we eat pig in Germany, he could not stop laughing… One of the villages was pretty hippified (they knew why they went there – on every street corner grows wild marihuana) but has an old temple with hot springs and a nice waterfall nearby. In another village we caught a local festival – the villagers (and us) had a procession going to the temple. I have no idea what they celebrated and we couldn’t find out but it was fun to watch as most people were dressed in their best. After a few days it was time to move on again and now I am in Dharamasala, the 2nd wettest place in India, home of the Dalai Lama and the Tibetan Government in exile. It’s a small town but most people are from Tibet and yet again there are prayer flags everywhere. I went to see the Dalai Lama Residence and the Tibetan Museum which was really interesting, talking about the struggle for freedom and also the escape of thousands of Tibetans to India. Next day I heard a very personal story on the subject from my cooking teacher ( I learnt how to cook Momo’s as I can’t get enough of them…) In the early 90’s at the age of 22 he left his family and walked for 1 month across snow-covered mountain passes to reach India via Nepal. His main reasons were that he wanted to be able to practice Buddhism and to live in freedom. For years he did not have contact with his family as the letters were not delivered but nowadays they finally have phone. He can’t visit or go back as he would be imprisoned. I guess I knew a bit about Tibet but didn’t realize to which extend the culture is being wiped out by the Chinese. Over 600 monasteries have been destroyed, Chinese outnumber Tibetans due to an aggressive re-settlement scheme and the 15th Dalai Lama (to success the current one) was obducted at the age of 8 and has not been seen since. What surprises me is that many influential exiled Tibetans believe that they will be returning to Tibet to live in a peaceful, harmonious country in the future. This seems to come from the vision the Dalai Lama has for Tibet – I admire such positive thinking after all that has happened. But he is a very enigmatic man. There are tons of tourists here who only come to Dharamasala because it is his home. Some stay for a long time, studying Buddhism or taking meditation classes. I guess I am not spiritual to do any of this, I rather enjoy the scenery which is beautiful – forest everywhere, when the clouds move in it looks very mystical and then, all the sudden, you can glimpse one of the mountain peaks. It does rain a lot, though, giving me more time to read, eat momo’s and socialize with fellow travelers. In two day I will leave the mountains behind and go to Amritsar to see the Golden Temple of the Sikhs. I am looking forward but am a bit unsure about the heat down there… here I actually need my sweater.