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Luang Prabang ist Laos bekannteste Touristenattraktion und zieht Horden von Touristen an. Viele sind Rucksacktouristen, aber es gibt auch überraschend viele Tourgruppen. Die Altstadt gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und es gibt dutzende Wats, alte französische Kolonialvillen und den ehemaligen königlichen Palast zu bewundern. Der Palast war eher nicht so interessant, er wurde zum Stadtmuseum umfunktioniert und man erfährt nicht viel über die königliche Familie - kein Wunder, sie starben in einem der kommunistischen Zwangs-Umerziehungslager, wo sie harte Arbeit auf Feldern verrichteten. Die Wats sind dafür aber wirklich schön, viele gehören zu Klöstern und manche sind gerade frisch renoviert. Obwohl die Stadt äußerst touristisch ist - zahllose Läden, Restaurants, Bäckereien (in denen ich wegen des kalten und grauen Wetters viel Zeit zugebracht habe) und Märkte - hat sie noch viel Charakter, vor allem, wenn man einmal von der Hauptstraße weg ist. Auch sieht man immer wieder Mönche auf den Straßen, was dem ganzen noch einen zusätzlichen Charme gibt.
Nach ein paar Tagen verabschiedete ich mich von Kaffee und Kuchen und fuhr mit dem Bus gen Norden, in die Provinz Luang Namtha, wo viele ethnische Minderheiten noch auf sehr traditionelle Weise in den Bergen leben. Ich nahm an einer 2-Tage Wanderung teil, geführt von einem einheimischen Führer, mit Übernachtung in einem Dorf der Akha. Die Akha sind einer der traditionellsten (und ärmsten) Stämme in der Gegend. Sie sind keine Buddhisten, sondern haben einen Geisterglauben; sie sprechen auch eine eigene Sprache und die Frauen tragen heute noch den traditionellen Kopfschmuck. Sie praktizieren, wie viele andere der Bergstämme, Brandrodung um neue Felder zu gewinnen. Nachdem wir durch Reisfelder und Wald gewandert waren, stießen wir in der Nähe des Dorfes auf ein frisch gerodetes Stück Land - illegal erweise gerodet, denn wir befanden uns in einem Naturschutzgebiet. Ich glaube, die Doerfler bekommen dafür so manchen Ärger mit der Regierung, aber ich nehme an, es ist schwierig, auf der einen Seite ihre Lebensweise zu ändern und auf der anderen Seite ihre Kultur aufrecht zu erhalten. Wir verbrachten die Nacht in einer Hütte etwas außerhalb des Dorfes. Ein paar
der Kinder scharrten sich schnell um uns, zum Anfang starrten sie uns an und später spielten sie mit unseren Fotoapparaten. Nach dem Essen kamen ein paar junge Akhafrauen, um uns die typische Massage der Akha anzubieten, welche ich genoss. Am Morgen schauten wir uns das Dorf aus der Nähe an, bevor wir wieder zurück wanderten. Alles in allem war es ein schönes Erlebnis, alles war (mit Einverständnis der Dorfbewohner) gut organisiert und wir bekamen die Chance, ein klein wenig zu sehen, wie die Akha leben. Am nächsten Tag ging es bereits Richtung thailändische Grenze, entlang einer neu gebauten, aber sehr einsamen Straße - das wird sich bald ändern, denn falls die geplante Brücke über den Mekong, welche Thailand und Laos trennt, gebaut wird, fährt dann hier der ganze chinesisch-thailändische Transitverkehr entlang. The city of Luang Prabang is Laos' most famous sight and attracts huge amounts of tourists. Lots of backpackers but to my surprise also a large number of package tourists who seem to be doing everything as a group. The old city is a UNESCO World Heritage site and has dozens of wats, French colonial style villas and the former royal palace to marvel at. The royal palace was probably the least interesting, it's been turned into a museum and doesn't mention the king & queen too much - no wonder I guess, as they died while labouring in one of the communist-enforced labour camps. The Wats though are beautiful, most of them have monastries attached, some are just recently refurbished. Even though it's a very touristy city with shops, restaurants, bakeries (in which I spent lots of time due to the cold & grey weather), handicraft markets and so on it still has lots of character once you get off the main tourist strip. I also liked the many monks walking around the city which gives it even more athmosphere. After a few days I said good-bye to coffee and cake and took the bus north to Luang Namtha province which is heavily populated by different ethnic groups, most of them still living a very traditional life in small mountain villages. I joined a 2-day trek let by a local guide and stayed overnight in an Akha village. The Akha are one of the most traditional (and poorest) tribes in the area. They are not buddhists but believe in spirits , have their own language and the women wear very distinctive head-dresses. They also practice, like many other tribes, slash-and-burn agriculture. After trekking through rice paddies and forest we came upon a large piece of land where the forest had been cleared to make room for more future fields - illegally as this is a protected area. I think the villages get in quite a bit of trouble with the government about this, but I guess it's hard to make them change their way of life while preserving their culture. We spent the night in a purpose built hut just outside the village. Some of the kids came over to first stare at us and then to play with our cameras. After dinner some of the younger women came around to offer us a traditional Akha massage which was really nice. Next morning we went around the village before hiking back. All in all it was a good experience, the trek had been organized well in agreement with the villagers and was not too intrusive on their lives while at the same time giving us an idea how they live. Next day I took the bus to the Thai border along an eerily empty new built road that's bound to become busy with Chinese-Thai commercial traffic should the planned bridge across the Mekong separating Thailand and Laos be built.
Von Bangkok aus fuhr ich mit dem Nachtzug Richtung Laos und dann mit dem Bus über die Grenze. Schon auf den ersten Blick konnte ich sehen, das Laos weniger wohlhabend als Thailand ist. Es gibt weniger Autos, die Leute tragen oftmals traditionelle Kleidung und die Bushaltestellen sind nur verstaubte Plätze. Am schnellsten kommt man mit Songthaews voran, das sind umgebaute Laster mit Bänken, wo sich alle hinein quetschen - wenn man gerade denkt, jetzt ist es nun wirklich voll, kommen mindestens noch 5 weitere Leute, ein paar Hühner und 2 große Säcke Reis an Bord, bevor es wirklich losgeht. Mit dem Songthaew ging es
also weiter nach Champasak, und nachdem wir mit der Fähre den Mekong überquert hatten, war ich endlich da und fand die freundlichste Unterkunft seit Nepal. Dort wurde ich zum Millionär! Ich brauchte nur etwa 60 Pfund umtauschen und schon war's passiert. Das Problem ist, wenn man einmal zu Geld kommt, lässt es sich schnell ausgeben, zum Beispiel 20.000 für ein Essen. Aber um ehrlich zu sein, es war auch gut so, denn die Bündel voller Papiergeld sind schwer und ich wusste gar nicht, wohin damit. In Champasak lieh ich mir ein Fahrrad aus und radelte durch die Dörfer mit traditionellen Pfahlhäusern und zu ein paar alten Ruinen. Überall wurde mir Sabadi (Hallo) zugerufen und zugewinkt.
Nach 2 Tagen fuhr ich mit dem Bus nach Savanaketh, einem schläfrigen Provinzstädtchen. Obwohl der Bus unterwegs kaputt ging, machte die Fahrt Spaß. Ich saß zwischen ein paar lustigen Frauen, welche mir ständig Essen und Snacks anboten. Jedesmal, wenn der Bus hielt, kauften sie Nachschub, da an den Haltestellen lauter Verkäufer den Bus belagern und Snacks verkaufen (gegrilltes Hühnchen am Bambusspies, gekochte Maiskolben, süßer Klebereis etc.). Es war lustig.
Savanaketh war nur ein kurzer Halt bevor es weiter nach Vientiane ging, der Hauptstadt von Laos. Ich war etwas überrascht, wie ruhig und klein die Stadt ist, vor allem im Vergleich mit den ganzen anderen asiatischen Städten, die ich bisher besucht habe. Aber wenn man bedenkt, das Laos insgesamt nur etwa 5 Millionen Einwohner hat (weniger als Bangkok), macht das schon Sinn. Vientiane hat keine wirklichen Sehenswürdigkeiten, aber es gefiel mir, durch die Straßen zu spazieren, zwischen alten Häusern und Tempeln sowie am Mekong entlang und dann einen Kaffee trinken und ein leckeres Baguette essen. Laos war einmal eine französische Kolonie und meiner Meinung nach ist das Baguette die offensichtlichste Hinterlassenschaft. Überall verkaufen Straßenverkäufer mit Wurst, Gurke, Zwiebel, Koriander und Chillisauce gefüllte Baguettes zum mitnehmen.
Von Vientiane fuhr ich in den Nordosten, nach Phonsavan, wo ich 2 Tage blieb. Die Region ist berühmt für die Ebene der Tonkrüge - riesige uralte Tontöpfe stehen zwischen den Hügeln herum. Keiner weis so richtig, wer sie gebaut hat und für was sie benutzt wurden, deshalb ist die ganze Sache etwas mysteriös. Aber eigentlich fand ich die jüngere Geschichte der Region interessanter. Während des Vietnamkriegs wurde diese Gegen von US Flugzeugen völlig zerbombt. Der Nordosten wurde von den laotischen Kommunisten und nordvietnamesischen Truppen besetzt, welche auf dem Ho-Chi-Minh Weg, der durch Laos und Kambodscha führt, ihre Truppen in Südvietnam belieferten. Aus diesem Grund war die Region ein strategisches Ziel, doch viele der Bomben wurden wetterbedingt hier abgeworfen. Viele der eigentlichen U.S. Ziele lagen in Nordvietnam, aber bei dem häufigen schlechten Wetter konnten die Flugzeuge nicht bis dorthin fliegen, und anstatt mit einem mit Bomben vollgeladenen Flugzeug zur Basis zurück zufliegen, wurden die Bomben über der Ebene der Tonkrüge abgeworfen. Alles in allem wurden mehr Bomben in Laos abgeworfen, als während des 2. Weltkrieges über Deutschland und Japan zusammen. Statistisch gesehen wurde eine Flugzeugladung Bomben für neun Jahre alle 8 Minuten abgeworfen, oder 1 Tonne Bomben pro Einwohner. Verrückt genug, aber all das wurde gegen die Genfer Konventionen getan, die Laos einen neutralen Status gewährt hatten. Die USA führten einen geheimen Krieg, von dem nicht mal der U.S. Kongress oder die Öffentlichkeit etwas wusste. Das Schlimmste an der Sache ist, das die meisten Bomben Streubomben waren, welche nicht zielgerichtet sind, sondern sich über eine weite Gegend verbreiten. So gut wie alle Städte und Dörfer der Region wurden zerstört und die Dorfbewohner wohnten für Jahre in Höhlen. Auch heute, mehr als 30 Jahre nach Ende des Krieges, stellen die Streubomben
noch ein riesiges Problem dar, da viele von ihnen nicht explodierten. Allein letztes Jahr gab es über 100 Tote und Verletzte, viele von ihnen Kinder, die mit den Tennisball-großen Bomben spielen oder versuchen, sie als Altmetall zu verkaufen (wofür man verhältnismäßig viel Geld bekommt). Aber auch bei alltäglicher Feldarbeit kann es passieren, das Bomben explodieren und sie behindern außerdem den Straßenbau beträchtlich. Es ist alles ziemlich traurig und es macht mich doch etwas wütend, dass diese Bomben auch heute noch genutzt werden, zum Beispiel in Afghanistan. Aber trotz dieser ganzen Tragik, die Leute hier sind erstaunlich freundlich. Wir reisten durch abgelegene Gegenden nach Luang Prabang und hatten mehrere schöne Tage.
From Bangkok I took a night train and then a bus across the border to Laos. Right away it was visible that Laos is less prosperous than Thailand - there are far less cars, people dress quite traditionally and the bus stops are just dirt lots. The fastest way to get around is usually by songthaew, a converted truck with benches in the back where everybody crams in (if you think it's full they can fit at least another 5 people, a few chickens and 2 big bags of rice). By songthaew I made my way to Champasak, once we crossed by ferry across the Mekong I was there and found the friendliest guesthouse in a long time (since Nepal). And there I became a Millionaire! All I had to do was exchange about 60 Pounds. The problem is, once you have the money it's easy to spent it - 20000 for a single meal. But it's ok because honestly, these bundles of paper money take a lot of space! In Champasak I rented a bike and cycled through the villages with their traditional stilt houses and to some old ruins. Everywhere I went people were shouting Sabadee (the Lao hello) and waving. After 2 days I took the bus further north to the sleepy provincial town of Savanaketh. Despite a breakdown it was very enjoyable as the nice women around me kept offering me portions from their food and snacks. Everytime the bus stopped they got more, as loads of people rush on the bus to sell snacks (grilled chicken on a bamboo stick, boild corn, sweet rice etc). It was really enjoyable. Savanaketh was just a stop-over for a night and then I went to Vientaine, the capital. I was surprised how small and quiet it is, especially in comparison with the other Asian cities I have visited. But considering that Laos only has about 5 Million inhabitants (that's less than Bangkok alone) it makes sense. Vientaine has no major sights but it's a pleasant place to stroll around between the old buildings and temples, along the Mekong and then have a coffee and a nice baguette. Laos used to be a French colony and in my opinion the most visible thing left behind are the baguettes. They make a great snack - street vendors fill them with pate, cucumber, onion, coriander and chilli sauce and you can take them away. From Vientaine I went to the Northeast of Laos. I spent two days in the small town of Phonsavan which is famous for it's nearby Plain of Jars - huge pre-historic stone jars are scattered around the hills and nobody really knows who built them or for what purpose. So it's a bit of a mystery. What I actually found more interesting was the recent history. During the Vietnam war this region was the target of extensive U.S. airstrikes. The northeast was infiltrated by Laos' communists andVietnamese troops who supplied their troops in the south of Vietnam via the Ho-Chi-Minh trail leading through Laos and Cambodia. Therefore the Plain of Jars was a strategic site but also the bombs fell because of the good weather there - planes headed for North Vietnam could often not fly on because of bad weather and instead of taking a planeload of bombs back to base they droppd them over this area. All together more bombs were dropped on Laos than on Germany and Japan combined during the 2nd World War. Statistics estimate one planeload of bombs was dropped every 8 min for 9 years, equalling to 1 tonne per preson. Crazy enough but also all of this was done against international agreements which had granted Laos neutral statues - the U.S. military waged a secret war that was unknown to the U.S. Congress and public. The worst thing is that most bombs dropped were cluster bombs which are useless for hitting a target but drop over a wide area. Virtually all villages/towns in this area were destroyd with villagers living in caves for up to 9 years. The cluster bombs still pose a huge problem today, many did not explode and so even more than 30 yars after the war ended, there were over 100 casualties last year. Many of them are kids who take the tennis ball sized bombs to play with. Or people collect them a scrap metal which they can sell for a good price. But also it's a problem just working on the fields or rebuilding the roads, clearing the bombs is difficult and takes a long time. It's all pretty sad and it makes me angree to know that these same bombs are still used today e.g. in Afghanistan. But despite the history, in these parts of Laos people are incredibly friendly. Taking the backroads to Luang Prabang we passd through many small villages that don't see too many tourists and had a great time.