Saturday, August 25, 2007

Ladakisches Lebensgefühl

Von Leh aus unternahm ich in Gesellschaft eines älteren Holländers eine vier-tägige Wanderung. Geführt von einer jungen einheimischen Frau starteten wir am Indus. Von dort aus ging es zuerst durch eine Steinwüste, dann weiter durch tolle Schluchten und schließlich, bevor es schon wieder Richtung Leh ging, über das Kanda La, einen 4900m hohen Pass. Das Laufen war eigentlich nicht schwer, aber wegen der Höhe und auch Wärme war ich langsamer als sonst. Es gab keine größeren Probleme, nur am ersten Tag war mir etwas schwindlig, weil ich die Wärme und Trockenheit unterschätzt hatte und zudem zu wenig getrunken hatte. Am Pass liehen wir uns einen Esel für das Gepäck aus, somit war es nicht weiter schlimm und an die Höhe hatte ich mich mittlerweile auch einigermaßen gewöhnt.
Wir übernachteten in traditionellen ladakhischen Dörfern, manche sehr klein mit nur 1-2 Häusern. Mir hat das sehr gefallen, denn so konnte ich zumindest einen kleinen Eindruck von der Lebensweise der Menschen in Ladakh bekommen. In der Nähe von Dörfern fallen einem immer zuerst die Stupas auf, die wie riesige Schachfiguren aussehend Symbole des buddhistischen Glaubens sind. Man sollte immer im Uhrzeigersinn um sie herum gehen, sonst werden die bösen Geister nicht besänftigt. Die Häuser sind von Feldern umgeben und sind 2-3 Stockwerke hoch gebaut. Ihren Aufbau fand ich interessant: Ganz unten ist der Stall und im ersten Stockwerk die Küche und einige Zimmer. Wenn es ein zweites Stockwerg gibt, befinden sich dort noch mehr Zimmer um eine Dachterrasse angeordnet. Die Küche bildet das Zentrum des Hauses und ist bei weitem das größte Zimmer. Es gibt keine Stühle oder Tische, sondern Kissen und kleine Bänke, auf die das Essen gestellt wird. Die alten Öfen sind sehr schön, riesig und reich verziert, sie werden mit Kuhfladen beheizt. Die Decken sind aus Holz und vom Rauch schwarz, über dem Ofen ist ein Loch in der Decke, so dass der Rauch heraus und die Luft herein kann. Obwohl die Küche Fester hat, ist sie doch zumeist ein sehr dunkler Raum. zu meiner Überraschung stellte ich fest, dass viele Familien Solarenergie nutzen und somit war es nachts in den Räumen sogar heller.
Endlich hatte ich nun auch die Chance, landestypisches Essen zu probieren, frisch für uns gekocht. In Leh hatte es zwar vom israelischen Schnitzel über Pizza und Nutella Crêpes alles gegeben, aber die einheimischen Sachen waren nicht zu finden. Die Speise erinnerte mich an Spätzle, mit frischem Gartengemüse serviert und wirklich sehr lecker. Heutzutage kaufen die meiste Familien allerdings zusätzliche Lebensmittel, somit gibt es auch Reis und Linsen, aus Indien eingeführte Produkte, die in Ladakh nicht wachsen. Zum Frühstück gab es Chapatis, dünne Fladenbrote - von denen hatte ich vorerst genug. Zum Essen wird immer viel Tee serviert, für uns gab es schwarzen Tee, aber die Familien tranken Buttertee. Das ist grüner Tee mit viel Salz und viel Butter - nicht für meinen Gaumen geeignet. Zumeist bekamen wir Tee gleich nach unser Ankunft auf dem Zimmer serviert. Die Schlafzimmer hatten ebenfalls keine Stühle, sonder Matratzen - Sitzgelegenheiten am Tag, Betten bei Nacht, einfach aber bequem. Sehr interessant fand ich auch die Toiletten. Sie befinden sich im ersten oder zweiten Stock und sind nur ein Loch im Boden, alles fällt in den Stall hinunter. Wenn man fertigt ist, schüttet man mit einer Schaufel etwas Kuhmist-Erde Gemisch nach - es ist eigentlich recht hygienisch und stinkt überhaupt nicht. Im nächsten Frühjahr werden dann damit die Felder gedüngt. Da gerade Erntesaison war, verbrachten die Familien den Tag auf dem Feld, samt Kind und Kegel, auch alte Leute gehen mit. Manchmal gibt es keine Männer, weil viele als Wander- oder Ponyführer arbeiten. Mir wurde gesagt, dass fast alle Feste in Ladakh im Winter stattfinden, weil es da für die Familien nicht soviel Arbeit gibt. Alles in allem fand ich die Menschen dieser Gegend sehr freundlich und hatte das Gefühl, dass sie einen ausgeprägten Familiensinn und Traditionsbewusstsein haben. Auch wenn ihr Leben einfach ist, scheinen sie zufrieden zu sein und haben viel Spaß.
Nach dem Wandern verbrachte ich zwei Tage in Leh und dann ging es gleich noch einmal zum wandern, zusammen mit zwei Berlinern und einem ladakischen Führer. Dieses Mal war die Wanderung allerdings etwas kürzer, nämlich nur 1 ½ -Tage. Unterwegs besuchten wir zwei Klöster, in denen wir die alten Wandmalereien und Statuen bestaunten, von denen viele schon mehr als 700 Jahre alt waren.


I'm back in Leh after a few days trekking through some villages where there are no roads, which was very interesting. It was me, our guide (a young Ladakhi woman) and Dutchman (funny but a little strange). The hike started a outside Leh, went through rock dessert, some amazing canyons and over Kanda La, a 4900m high pass. The walking was ok but due to the altitude and heat I was slower then usually, but no major problems. Crossing the pass we rented a donkey for our backpacks, so no probs there! We were staying in tradidional Ladakhi villages on the way, some only 1-2 houses. I very much enjoyed this and as we were staying in Ladakhi homes it was very interesting and gave me a bit of an insight into the lifestyle of the local people. First thing I noticed when approaching the villages are the stupas (they look a bit like giant pieces from a chess game) , they are symbols of Buddhist believes and you always have to pass them clockwise, otherwise it is bad luck. The houses are surrounded by fields and the typical house is 2-3 stories high and white. On the ground floor live the the animals in the wintertime, on the 1st floor are the kitchen and some rooms and if there is a second floor there are more rooms around a roofterrace and the toilet is usually up there. The kitchen is the centre of the house and it's the biggest room by far. There are no chairs/ tables but cushions and small benches ( instead of a table). The old ovens are magnificent, huge and very richly decorated, they get fired with cowdung. The ceilings are wooden and usually black from the smoke, above the oven there is a hole in the ceiling to let the smoke out and the air in. Even though the kitchen has windows, it is a rather dark place but to my amazement all the houses we were staying in have solar power, so at nights when they turned on the lights it is actually brighter. I had the chance to finally eat proper Ladakhi food (in Leh you can find everything from Israeli schnitzel to pizza and chocolate pancakes, but not Ladakhi food...) freshly cooked for us. It was similar to Spaetzle, served with veggies from the garden (carrots and cabbage). Very tasty. Nowadays a lot of families buy food as well so another common food is rice with lentils and vegetables (rice and lentils don't grow in Ladakh). For breakfast it's chapatis, a very flat bread - after 3 days I had enough of it for a long while. The food is always accompanied by lots of tea, for us they had black tea but the families drink butter tea - it's tea with lots of salt and butter, an aqcuired taste to say the least. Usually when we first arrived we were served tea in our room, the rooms again don't have chairs or beds, but mattresses - for sitting during the day and then converted to beds at night, fairly simple but comfortable. The toilets I also found quite interesting, they are usually on the top level , there is a hole in the middle of the floor and everything falls down to the barn level. When you are done there is a shovel and some dung&earth mix that you throw down. Surprisingly it's quite hygenic and not smelly. They use everything next season for the fields. As it is now harvest season, the families spent the day in the fields, with children and old people. Sometimes there are no men as a lot of them seem to work as trekking guides or ponymen. Apparently most festivals are held in the winter as the families don't have that much work to do. All in all people are very friendly here and I get the feeling that they have a huge sense of family and tradition and even if they have a simple live they seem to be content and cheerful.

Sunday, August 19, 2007

An der alten Seidenstraße

Eine Woche verbrachte ich in Leh in Ladakh, nahe der tibetischen Grenze. Leh war früher ein wichtiger Stop an der Seidenstraße und bei Streifzügen durch den alten Bazar, konnte ich mir das noch richtig vorstellen, denn mancherorts hatte ich den EIndruck, das die Zeit stehen geblieben war. Die Stadt auf 3500, liegt im Industal und ist von kahlen Bergen umgeben. Es war jedoch überraschend grün, wie eine Oase – nur keine Palmen sondern Weiden und Pappeln. Die Menschen in Ladakh sind denen in Tibet sehr ähnlich – sie sehen so aus und sind auch Buddhisten, aber anders als in Tibet können sie ihre Religion frei leben. So gibt es auch viele Klöster in der Umgebung von Leh und oft sah ich Mönche in ihren roten Gewändern. Besonders viele waren es wohl in der Woche, in der ich mich in Leh aufhielt, denn der Dalai Lama war zu Besuch um öffentlich Reden vor seinen ladakhischen Anhängern zu halten. Einen Tag mischte ich mich unter die tausende von Ladakhis um mir das Spektakel anzuschauen. Alle Menschen waren in ihren besten Kleidern gekommen, was sehr schön anzusehen war. Außerdem sah ich den Dalai Lama (zwar von sehr weit weg) und hörte etwas von seiner Rede in Englisch übersetzt. An den anderen Tagen erkundete ich Leh zu Fuß und lief zu einigen Aussichtspunkten und dem in Ruinen liegenden uralten Königspalast. Leh war auch ein guter Ort, um einfach etwas faul zu sein und andere Reisende zu treffen, es gab unheimlich viele Restaurants und Cafés – nett um in einem der Gartencafes ein Buch im Schatten zu lesen. Das Hotel, in dem ich wohnte, war das Beste bis zu diesem Zeitpunkt meiner Reise. Es lag etwas außerhalb des Zentrums in einem Ortsteil, welcher vor nicht allzu langer Zeit einmal ein Dorf war. Wenn ich von der Hauptstraße abbog, war ich schnell zwischen Gerstenfeldern, und da Erntesaison war, sah man oft Leute in den Feldern arbeiten. Von meinem Zimmer aus hatte ich eine wunderschöne Sicht auf schneeweise Berge und über den zum Haus gehörenden Garten – jeden Nachmittag ernteten die Mutter und Tochter ein paar Blumenkohl und Kohlköpfe, die dann abends als Curry oder Momos (tibetische gefüllte Knödel) aufgetischt wurden, zusammen mit frischem Pfefferminztee. Zum Frühstück gab es frisches Brot mit Butter und leckere selbstgemachter Aprikosenmarmelade. Ich lernte auch ein nettes deutsches Paar kennen und zusammen unternahmen wir einen Tagesausflug zum Pangong Tso – einem riesigen Bergsee, der die Grenze zu Tibet bildet. Die Landschaft ist einzigartig – kahle Berge in verschiedenen Farben, manche mit Gletschern bedeckt und dann der tiefblaue See – das alles 4000 m hoch.


I have now spent one week in Leh, in Ladakh near the Tibetan border. Leh used to be on the Silk Route and when I walk down through the old bazaar I can still picture it (some parts look like nothing has changed since the old days). Surrounded by bare mountains and 3500m high Leh is situated in the Indus Valley and it’s fairly green, a little bit like an oasis but not Palm trees but willows… The Ladakhi people are very similar to Tibetans – they look like it and also are Buddhists but unlike in Tibet they can practice their religion freely. There are many monasteries around Leh and you see a lot of monks walking with their red robes, especially this last week since the Dalai Lama was in town to give talks to the public. I went one day as well and it was quite interesting as there were thousands of people, in their best suits – very nice to see and also I saw the Dalai Lama from far away and got a bit of his speech translated into English. Otherwise I have been walking around Leh, to some of the viewpoints and the ruined ancient palace. Also it’s been a good place to just hang out and meet other travelers, there are loads of café’s and restaurants – nice just to read a book in one of the garden café’s. The guesthouse I am staying in is great, definitely the nicest place so far. It’s a little outside the center in a part that used to be a village – when I start walking away from the main street I am amidst barely fields and since it is harvest season you can sometimes see people working in the fields. From my room I have an incredible view to the snow-capped mountains and over the garden – every afternoon the mother and daughter of the family start harvesting a few cauliflowers and cabbages for dinner, which is served in the evening (either in form of curry or momo’s – Tibetan dumplings) together with fresh mint tea. For breakfast it’s freshly baked bread with butter and local Apricot marmalade – yummy! I have met a very nice German couple in my guesthouse and we went on a day trip to a mountain lake called Panglong Tso – it’s the border to Tibet and the landscape is incredible – desert mountains in all colors, some with glaciers on top and then this deep blue lake – all at an altitude of 4000m. Tomorrow I will go on a trek to some local villages for 4 days, we will stay at family homes on the way – looking forward already.


Monday, August 13, 2007

Die Straße von Manali nach Leh

Nach ein paar Tagen in Shimla fuhr ich mit dem Nachtbus nach Manali, noch weiter nach Norden. Wieder traf ich ein sehr nettes dänisches Paar, welches auch nach Leh wollte. Wir verbrachten den Tag zusammen in Manali, bevor es weiter ging. Obwohl auch Manali ein beliebter indischer Urlaubsort ist (das „Flitterwochenzentrum“ Nordindiens) ist es ganz anders als Shimla - überall wird gebaut und kaum etwas ist geplant, auch ist es nicht so sauber. Aber wir hatten ein nettes kleines Hotel etwas am Rande in mitten einer Apfelplantage; und ich hatte eine schöne Sicht auf die Berge. Wir waren auch bei einem Tempel in der Nähe unseres Hotels, der ganz aus Holz gebaut war. Daneben war so etwas wie ein Jahrmarkt: ein paar kleine Karusselle, man konnte auf einem Yak reiten oder sich mit einem riesigen Angorakaninchen fotografieren lassen. Naja, ich glaube, das Ganze war eher an indische Touristen gerichtet. Wir hatten zumindest noch wichtigeres zu tun, nämlich unsere Reise nach Leh zu organisieren. Ursprünglich hatte ich vor, mit dem Bus zu fahren, aber nach der Erfahrungen in den Nachtbusen kamen wir überein, uns ein Auto mit Fahrer zu mieten. Zwar war das etwas teurer, aber doch die bessere Variante. Den nächsten Tag ging es früh 6 Uhr los, wir hatten 250km und 13h Fahrt vor uns. Am ersten Tag ging es bis zu einem Zeltcamp, wo wir übernachteten. Die Straßen waren ziemlich löchrig und zum größten Teil nicht asphaltiert, somit ging es sehr langsam (und rüttelnd) voran. Nur gut, dass ich meine Reisetabletten genommen hatte! Die Landschaft verändert sich dramatisch, noch eben ganz grün war es auf einmal Wüste. Am ersten Tag ging es über zwei hohe Pässe (4800m) und wir schliefen auf 4500 m. Die Höhe merkte ich schon etwas, denn mir war leicht schwindlig. Doch Nikola, dem Däne, ging es gar nicht gut, er hatte Kopfschmerzen und am nächsten Morgen war ihm so schlecht, dass wir unterwegs bei einem Armeekrankenhaus hielten, um ihm ein paar Pillen gegen die Höhenkrankheit zu besorgen. Das half dann schließlich doch. Leider kann man sonst gegen die Höhenkrankheit nichts groß machen, außer viel trinken. Im Zeltcamp wurden wir neben indischen Chai-Tee auch mit Essen versorgt, im Restaurantzelt. Das war nur ein Zelt mit einem Herd und ein paar Sitzgelegenheiten, es gab Reis und Linsen. Am nächsten Tag ging es weiter, diesmal über bessere Straßen durch spektakuläre Landschaft. Wir fuhren auch über den höchsten Pass, 5300 m. Als wir dann nach Leh hinunterfuhren, kamen wir durch Dörfer, welche ganz anders gebaut waren, als die um Shimla oder Manali. So hatte ich mir Tibet vorgestellt. Nicht umsonst nennen sie Ladakh in meinem Reiseführer Little Tibet, denn nicht nur Architektur, sondern auch Religion und Kultur sind Tibet sehr ähnlich.


After a few days in Shimla I took yet another night bus to get to Manali from where buses/ jeeps leave for Ladakh. Again I met a Danish couple who were really nice and also wanted to go to Leh. So we spent a day in Manali together which is really different than Shimla, lots of construction going on and not so clean or planned at all. But we had a nice guest house on the edge of town, with an attached apple orchard and I had a lovely view towards the mountains. We also went to a wooden temple nearby and it had an attached "amusment park" - must have been geared towards Indian families, with a few rides and you could also ride a Yak or get pictures with an angora bunny in your arm. Hmmm... We had to make our travel arrangements, originally I was going to take the bus but after all the bus rides decided to share a car & driver with the others, so a bit of luxury - it was a good idea as the 2 day ride really is not that comfortable. We left 6 the next morning and drove 13 hours (250km) to a tent camp half way where we slept. The roads are pretty shabby, mainly dirt treks but sometimes really good asphalt roads but still the going is slow. The scenery changed along the way from lush green to desert. We found some of the road signs very amusing, here a few of my favourites:

Driving fast is a thrill but will always kill

The curves are soft the edges sharp watch out so you won't be playing harp

After drinking Whisky driving is risky

Better be Mr gentle than Mr late

don't drive gama in the land of the lama

This first day we crossed two high passes (4800m) and slept at 4500 m. I felt the altitude a bit (feeling dizzy) but Nikolas, the Danish guy really did not feel well with headaches etc. Not much you can do but drink lots of water... At the tent camp they cooked us dinner in the "restaurant tent" - sounds fancy but really it was only a tent, with a stove and a few chairs, we had rice and lentils... Anyways, next day we went on - the road was actually better so we were fairly quick (8 hours only) and the scenery was spectacular. We also crossed the highest pass on the road, 5300 m! Going down from there towards Leh we went through a few villages and it does look completely different - this is what I imagined Tibet to look like. In my travel guide they call Ladakh little Tibet as it has the same culture and religion as well.

Thursday, August 9, 2007

Meine erste Woche in Indien

Nach Indien zu kommen war der pure Luxus! Da mein Flug überbucht war, wurde ich in die Business Class gesetzt und hatte so viel Platz und guten Service. Die Ankunft in Delhi war dann aber schon etwas abenteuerlich, weil alles relativ verrückt zugeht, wenn man den Flughafen verlässt. Nur gut, dass ich meinen Reiseführer gelesen hatte, denn mein Taxifahrer versuchte, alle dort beschriebenen Tricks an mir auszuprobieren – zum Glück war ich darauf vorbereitet. In der Budget-Touristengegend in der Nähe des Bahnhofes angekommen, leistete ich mir ein etwas besseres Hotel mit Klimaanlage, denn es war doch sehr heiß und nur vom Sitzen schwitzte ich bereits. Die ersten Eindrücke waren: schlammige Straßen, hupende Autos und Rikschas, indische Musik, welche aus aus allen Ecken dröhnte und hier und da ein paar Kühe. Außerdem die ständigen Fragen: Rikscha Madam? Come to my store, Madam? Aber es gab natürlich noch andere Touristen, und bei einem kurzen Erfrischungsstopp in einem der vielen kleinen Cafe’s unterhielt ich mich mit ein paar Indienreisenden. Ich merkte allerdings sehr schnell, dass sie sehr hippiemäßig eingestellt waren. Sie wollten wissen, was ich von Indien gelernt habe und führten dann eine Diskussion darüber, was Mutter Indien ihnen beigebracht hat (nämlich ALLES). Zuviel für mich, somit machte ich mich auf den Weg, um mir einen Zugfahrschein nach Haridwar zu kaufen, denn ich wollte schnellst möglich aus Delhi weg. Gar nicht so einfach, aber ich habe es hinbekommen.
Haridwar liegt etwa 250 km nördlich von Delhi und ist eine heilige Stadt. Am Ganges gelegen ist sie ein beliebtes Ziel von pilgernden Hindus, welche kommen um im heiligen Fluß zu baden. Es ist zwar touristisch - aber nur für indische Pilgertouristen. Als ich ankam, stellte ich fest, dass gerade ein Pilgerfest im Gange war, lauter orange gekleidete Leute (Shiva's Farbe) die in Prozessionen zu den Ghats pilgerten. Es war interessant anzuschauen, aber schwer zu verstehen, was eigentlich vor sich ging. Das war auch so in dem Tempel, den ich besuchte - ich musste meine Schuhe ausziehen, mich dann in eine lange Reihe einordnen und wurde so von den Leuten hinter mir vorangeschoben bis ich im Inneren des Tempels war. Dort bekam ich einen roten Punkt auf die Stirn und spendete im Gegenzug ein paar Rupees, dann war ich wieder draußen. Auf dem Weg zurück saßen viele Affen auf dem Weg - erst dachte ich: die sind ja süß, aber einen Moment hätte mich fast eines der Tiere mit fletschenden Zähnen angesprungen. Ab dann passte ich lieber auf, wenn Affen in der Nähe waren und süß fand ich sie auch nicht mehr. In Haridwar war es ziemlich laut und da ich alles von Interesse gesehen hatte, ging es am nächsten Tag mit dem Bus nach Rishikesh. Der Ort ist auch am Ganges gelegen, nämlich an der Stelle, wo er den Himalaya verlässt. Rishikesh ist ein Yogazentrum (seit die Beatles dort waren, zieht es viele westliche Touristen an), so wollte ich einen Yogakurs machen und ein paar Tage in einem ruhigen Ort verbringen. Nun ja, so dachte ich - als ich ankam war schon wieder alles voller orangener Pilger und mit Ruhe war auch nichts. Mir wurde erzählt, vor allem junge Männer (zwischen 12 - 20) aus den Dörfern pilgern zu dieser Jahreszeit zu heiligen Stätte im ganzen Land. Manche schaffen es sogar bis zur Quelle des Ganges, um dann heiliges Wasser für die Tempel in ihren Dörfern mitzubringen. In ganz Indien sind diese Pilger unterwegs, und wie ich in der Zeitung gelesen habe, machen sie auch manchmal ganz schön Ärger. So entschied ich mich nach zwei Tagen und noch mehr Schwitzerei, irgendwohin ruhiger und kühler zu fahren. Mit einem dänischen Paar und einer Amerikanerin machte ich mich mit dem Nachtbus auf nach Shimla, nach 10 rütteligen Stunden kamen wir endlich an - 2000m hoch im Himalaya. Das Städtchen ist sehr hübsch und erinnerte mich tatsächlich an Windsor. Es gab englische Häuser, eine Kirche, sogar eine Park. Nur mehr Affen und Berge als in England. Shimla war zu Kolonialzeiten die Sommerhauptstadt Indiens und wurde von Engländern gebaut; heute ist der Ort ein beliebtes Urlaubsziel der Inder, die (genau wie ich) der Hitze des Tieflands entfliehen wollen. Es war ruhig und die Leute waren sehr freundlich und hilfsbereit, so gefiel es mir!




Getting to India was pure luxury, I might travel on a budget but I fly 1st class! As my flight was full I got updgraded to business class, nice wide seats and good service. Arriving in Delhi was a bit of an adventure, once you get outside the airport it's quite manic and am I glad I read my travelguide, as the taxi driver tried all his tricks on me (but I was prepared!). I got a semi -nice hotel with Air-conditioning (just sitting somewhere would make me sweat) in a shabby tourist area near the train station. First impressions were - muddy streets, beeping cars and auto-rikshaws, and blasting Indian music from the stores and stalls. Also a few cows here and there... and then the constant questions: Rikshaw Madam? Please see my store Madam? Oh well, I was not the only tourist... I talked to a few people in a little cafe but they were right Hippies, asking me quesition like what have you learned from India and starting discussions about how India is there Mother (she taught them everything!). too much for me so I went off to buy a train ticket to get out of Delhi which was an adventure by itself but I managed to book myself onto a train to Haridwar. Haridwar is about 250km north of Delhi, near the Himalaya and a very holy city as it is on the Ganges and people come there to pray to Shiva and take a bath in the River. It's a tourist place - for Indian pilgrims. Also I had no idea that there is a big pilgramage festival in July/ August so it was full of people wearing orange (I think it's Shiva's colour but not sure) and going in processions down to the River - you can see them in the picture. It was interesting to watch but I did not understand much of what was going on, the same in the temple I visited, I just took off my shoes, got in line and went with the crowd into the inner chamber where I was blessed and had to give them a few Rupees. On the way down from the temple there were loads of Monkeys, at first I thought they were cute but then one tried to jump at me with his teeth showing! So I keep my distance now. Anyways, the town was really loud and as I had seen the sights, the next day I took the bus to Rishikesh, again on the Ganges where it leaves the mountains. It's a famous place for Yoga courses (ever since the Beatles stayed there) and so I thought I would go somewhere calm and do a Yoga course for a few days. Well, when I got there I realized the orange pilgrims were everywhere there as well... so not a quiet place at all! I learnt that it's mainly groups of young village man (between 12 - 20) who make a pilgrimage up the river, to it's source and bring home some holy water for their shrines. It seems they are all over India this time of the year and some causing quite a bit of trouble as I read in the newspaper. So after two days and lots of sweating I decided I needed to go somewhere else quieter and cooler. I went with a Danish couple and and American girl on the 10 hour bus ride to Shimla, where I am now. I really like it here, it reminds me of Windsor. Really! It looks like an English town with a church, half-timbered houses and even a small park, only there are more monkeys and mountain views. Shimla used to be the Summer Capital of India when it was under colonial rule, so the English built it to there liking. People here are very friendly and not pushy at all, and also it's cool (we are 2000 m high). Very enjoyable.