Tuesday, May 20, 2008

Kleinstadtcharm, Hauptstadtgewimmel und die Große Mauer

Nach den ganzen gemütlichen Zügen, mit denen ich in China unterwegs war, dachte ich, dass es mal wieder Zeit für einen Bus wäre, um in die kleine Stadt Pingyao zu kommen. Ich wusste ja nicht, dass der Bus der älteste in ganz Xi'an sein würde, der Fahrer (hinter dem ich saß) Kettenraucher war und dass der Bus nach 3h Fahrt eine Panne haben würde. Wir warteten dann eine Stunde auf den nächsten Bus, in welchen wir uns mit hinein quetschten, obwohl er eigentlich voll war. Ich bekam einen halben Sitz zugeteilt, leider wieder hinter dem Fahrer, der auch Zigaretten liebte. Die Krönung des ganzen war dann, dass der Bus nicht bis zur Haltestelle im Ort fuhr, sondern mich an der Autobahn 'rausschmiss. Dort musste ich durch einen Graben und über einen Zaun klettern, bevor ich an die Straße kam. Zum Glück scheint das gang und gebe zu sein, denn die Taxifahrer warteten schon an der Straße und halfen mir und meinem schweren Rucksack über den Zaun. Ich war schließlich recht froh, im Hostel anzukommen, welches wieder mal richtig hübsch war. Es war nämlich ein richtiges altes Haus mit den vielen typischen Höfen. Pingyao's Altstadt ist geschützt und für Autos/ Motorräder gesperrt. Es war also recht ruhig und entspannt, bis auf die Tourgruppen mit ihren Mikrofonen, aber auch die waren abends nicht mehr da. Es gibt wirklich viel zu sehen in Pingyao, wir kauften uns ein Kombinationsticket und sahen mehrere Tempel, alte Residenzen, die erste chinesische Bank und einige ehemalige Bodyguard Agenturen (mit Kung-Fu Spezialisten besetzt gewesen). Ich hatte eine nette Deutsche getroffen, die fließend Chinesisch spricht. So konnte sie, während wir lecker Chinesisch essen waren, die anderen Leute "bespitzeln". Die wunderten sich scheinbar vor allem darüber, dass wir das Chinesische Essen mögen (viele Chinesen scheinen nämlich zu glauben, dass wir ihr Essen nicht mögen oder vertragen).
Von Pingyao fuhr ich mit dem Nachtzug nach Peking (dieses mal dachte ich gar nicht an den Bus). Peking ist natürlich wieder eine riesige Stadt, aber ganz anders als Shanghai. Der größte Unterschied ist, dass die Straßen richtig breit sind und es im Stadtzentrum keine hohen Wolkenkratzer gibt. Mein Hostel war in einem der Hutongs, den kleine alten Stadtvierteln Pekings. Die Menschen wohnen hier noch traditioneller, allerdings sind auch die Umgangsformen noch ziemliche traditionell – das bedeutete ständiges Spucken und das die kleinen Kinder wieder keine Windeln hatten. Die meisten Hutongs wurden allerdings abgerissen, aber meiner scheint einer die "Vorzeigehutongs" zu sein, welche die Regierung erhalten will. Die ganze Straße war eine riesige Baustelle, vor allem wurden die Fassaden renoviert. Ich glaube, das war für die Olympiade, an allen Ecken in Peking wurde gebaut und vorgerichtet.
Das erste, was ich mir in Peking anschaute, war die Verbotene Stadt, die ehemalige Residenz des Kaisers. Durch ihre Größe ist sie sehr beeindruckend, die Gebäude selber sehen aber alle eher gleich aus. Tausende von Touristen und regnerisches Wetter führten dazu, dass ich nicht all zu lange verweilte, aber gefallen hat es mir schon. Die Tempel in Peking waren hingegen überraschend interessant. Als erstes besuchte ich den taoistischen Tempel, wo mit vielen Bildern das Schicksal von Sündern aufgezeigt wird. Auch besuchte ich den Tempel des himmlischen Friedens, der schönste und auch bekannteste. Er hat einige ungewöhnliche Gebäude und ist von einem großen Park umgeben und gefiel mir wirklich sehr. Und dann schaute ich mir noch den Lama Tempel an, der größte tibetanische buddhistische Tempel und auch einer der aktivsten in Peking. Etwas eigenartig fand ich das ganze schon, da ja die Regierung den Dalai Lama nicht anerkennt. Ich nehme auch an, dass die meisten Mönche in diesem Tempel ihn nicht anerkennen, obwohl er ja ihr Oberhaupt sein sollte. Auch gibt es viele Chinesen, die den Tempel zum Beten besuchen, aber bestimmt denken viele von ihnen auch schlecht über den Dalai Lama, denn das wird von der Regierungspropaganda so verbreitet...
Von Peking aus fuhr ich zu einem Teil der Großen Mauer. Ich hatte eine Tour gebucht, welche uns an einer anderen Stelle wieder abholte, so dass wir 10 km auf der Mauer entlang wandern konnten. Es war toll. Ich hatte mir das als gemütlichen Spaziergang vorgestellt, in der Realität war es allerdings durch ständiges bergauf/bergab ganz schön anstrengend. Die Mauer ist nicht so hoch, wie ich mir das vorgestellt hatte, aber die Blicke waren beeindruckend. An meinem letzten Tag in Peking ging ich es ruhig an und ging nur etwas spazieren. Ein Teeeinkauf wurde zu einem kulturellen Ereignis, da mich die Besitzerin des Teeladens zum Tee einlud, welchen sie mir auf traditionelle Art servierte und mir sehr viel über Tee und andere Sachen erzählte. Ich war bestimmt 2 Stunden dort und als ich herauskam, war der Himmel ganz gelb und es stürmte. Ich glaube, es war einer der berühmt-berüchtigten Sandstürme, welche aus der Wüste Gobi im Mai bis nach Peking kommen. Es war gar nicht angenehm und für die nächsten 2 Tage war ich ständig am husten. Am Abend hatte ich eigentlich Karten für eine Vorstellung der Peking Oper, aber auf Grund der Staatstrauer für die Opfer des Erdbebens wurde alles kurzfristig abgesagt. Schade, aber so hatte ich genug Zeit zum packen und um noch einmal in meinen Japanreiseführer hereinzuschauen.

After all the comfortable trains in China I thought it was about time for a bus again to get to the small town of Pingyao. Little did I know that the bus was going to be the oldest in the fleet and that the driver (behind which I was sitting) smoked liked a chimney. With my "luck"the bus broke down after three hours, we waited for one hour to get onto another, already full, bus where I got half a seat. Best of all was that instead of driving to the bus stop in Pingyao I was dropped of on the motorway! I had to cross a ditch and climb over a fence to get to the road. This seems to be a common occurrence as the taxis were were waiting already and it was a good thing that the drivers were helping me to get over the fence with my bag, otherwise it would have been slightly difficult. After all of this I was glad to get to the hostel which was beautiful - a proper old courtyard building in the middle of the protected old city. Around this area it is forbidden to ride cars/ motorbikes so it's very quiet apart from the occasional Chinese tour group with their loudspeakers, good thing they leave in the evenings. There is loads to see in Pingyao, we got a combined ticket to all the sites including several temples, old residences, the first Chinese bank and former bodyguard agencies (kung-fu specialists). So that kept us busy, it's not even possible to see everything in two days. I had met a nice German girl who speaks fluent Chinese, it was great. We tried yummy Chinese food and she spied on what the guests were saying about us (they wondered a lot that we can eat Chinese food, there seems to be a misconception that Westerners don't like/ cannot digest it). After relaxing in Pingyao I took the night train to Beijing (I didn't even think about taking the bus). Beijing is huge again but feels very different from Shanghai. I think it is mainly because of the wide streets and also there are no proper skyscrapers in the city centre. My hostel was in one of the hutongs - old narrow street with old houses. People live a bit more traditional here, which is interesting but unfortunately this also means a lot of spitting on the streets and a lot of children not wearing diapers... Most of these hutongs have been flattened to make room for modern developments but mine seems to be one of the "showcase" hutongs" the government likes to preserve. The entire street was a big construction site as they are renovating the outsides. I think it's for the Olympics, on every corner in Beijing they built or renovate something. First thing I visited was the Forbidden City, the emperors former seat. It's size is very impressive, but after a while it started looking the same, as all the building look very similar. Thousands of tourists and rain made me stay shorter than planned but I still enjoyed the visit. The temples in Beijing were actually more surprising. I visited a Taoist temple with lots of depictions what can happen to sinners. Next was the Temple of Heavenly peace, probably the most famous and the most beautiful, with some unusual buildings and a big park surrounding it. Finally I visited the Lama temple, Beijing's biggest Tibetan Buddhist temple and also one of the more active ones. It felt a bit strange to me, knowing the Chinese government does not recognize the Dalai Lama and that most likely most monks working there do not recognize him as their head either which is strange as they are supposed to be followers of Tibetan Buddhism. Also there are a lot of worshippers (they did not look Tibetan though) who maybe, because of all the propaganda, think that the Dalai Lama is an evil man... From Beijing I also visited a section of the Great Wall. I booked a tour which dropped us off/ picked us up at different points so we could walk for 10km on the wall. I thought it was going to be a stroll but the steep up and down was quite strenuous - I didn't realize they built the wall along the mountain ridges. It was a great experience and even though the wall is not nearly as big as I imagined the views are amazing. On my last day in Beijing I took it slow and walked around a bit more. A purchase at the tea shop ended up becoming a cultural experience as the owner invited me for some tea served the traditional way while telling me all sorts of interesting things about tea I didn't know. I think I was there for nearly two hours (and I hadn't even bought that much). When I finally got out, the sky was yellow and it was stormy - I think it was one of the infamous dust storms from the Gobi dessert which supposedly hit Beijing in May. It was not pleasant at all and I ended up with a cough for the next two days. In the evening I had tickets to the Beijing Opera but when I got there I found out that it had been cancelled due to they state mourning for the earth quake victims. What a shame but at least I had enough time to pack my bags and read my Japan travel guide a bit.

Monday, May 12, 2008

Antike Städte, modernes Gesicht

In Shanghai fiel mir auf, dass mein Block im chinesischen Internet scheinbar blockiert ist. Ich konnte ihn zwar schreiben, aber nicht lesen. Komisch. Sollte ich wohl das Wort Tibet zu oft erwähnt haben? Wer weis... Von Shanghai aus ging es in die "Provinzstädte" der Umgebung, die hatten jeweils nur 6 Millionen Einwohner. Hangzhou ist mehr als 2000 Jahre alt, war um 950 die Hauptstadt Chinas und als Marco Polo China bereiste, beschrieb er die Stadt als die schönste der Welt. Heute sieht man allerdings wenig von der alten Stadt, es gibt viele moderne Häuser und Wolkenkratzer. Doch am Stadtrand liegt der Westsee, in ganz China bekannt und auch ein beliebtes Motiv chinesischer Landschaftsmalereien. Der See ist von Parks umgeben, es gibt mehrere Pagoden sowie ein Mausoleum zu besichtigen, und in der Nähe liegt eines der berühmtesten Teeanbaugebiete Chinas. Ich lieh mir für zwei Tage ein Fahrrad aus und klapperte die Sehenswürdigkeiten ab. Trotz der vielen Touristen (wieso überraschte mich das nicht mehr?) war es, vor allem nach Shanghai, sehr entspannend. Als nächstes fuhr ich nach Suzhou, schon mehr als 2500 Jahre alt und Anziehungspunkt für chinesische Touristen seit 850. In Suzhou gab es wesentlich mehr alte Gebäude (aber nicht so ganz alt, sondern "nur" einige hundert Jahre) und per Gesetz dürfen im Stadtzentrum neue Häuser maximal 24 Stockwerke hoch sein, somit gibt es keine Wolkenkratzer. Suzhou ist eine sehr sympathische chinesische Stadt und gefällt mir bisher von den ganzen Städten am besten. Heutzutage ist Suzhou den Touristen vor allem wegen der berühmten mittelalterlichen Gärten bekannt, einige von ihnen gehören zum Weltkulturerbe. Ich schaute mir den berühmtesten an und war überrascht, denn das chinesische Konzept eines Gartens hat weniger mit Pflanzen, sondern mehr mit Pavillons, Wasser und Brücken zu tun. Aber sehr hübsch. Von Suzhou aus unternahm ich einen Tagesausflug zu dem kleinen Ort Tongli, welcher wirklich einmal richtig historisch war. Der Ort liegt am Großen Kanal (im Jahre 610 fertiggestellt verband er eine Strecke von 1800km) und wird auch von lauter kleineren Kanälen durchzogen. Einige der größeren Häuser und Tempel sind zur Besichtigung freigegeben und ich fand es interessant, mir diese anzuschauen. Von Suzhou aus fuhr ich mit dem Nachtzug nach Xi'an. Nachdem ich mich auf dem Weg zum Bahnhof (wiedermal) verirrte, ging dann zum Glück alles reibungslos von statten – die Dinge sind so gut organisiert, das ich auch als Analphabet den richtigen Zug fand. Im Zug war es dann lustig, ich saß mit einer kleinen Gruppe chinesischer Touristen zusammen, die entschlossen waren, mir etwas Chinesisch beizubringen. So war ich für ein paar Stunden ein Papagei (angeblich war meine Aussprache und Betonung gar nicht so schlecht), leider vergaß ich die meisten Vokabeln bis zum nächsten Morgen wieder (immerhin kann ich jetzt etwas zu Essen bestellen, ein kleiner Fortschritt). In Xi'an angekommen fand ich dieses Mal mein Hostel ohne Probleme. Die Jugendherbergen in China sind wirklich nicht schlecht, meistens ganz neu und in Xi'an und Suzhou waren sie in historischen Gebäuden untergebracht, was dem ganzen noch Atmosphäre gibt (zumal alte Gebäude nicht oft zu sehen sind).
Xi'an ist vor allem wegen der Terrakotta Armee bekannt, die hier in der Nähe gefunden wurde, es gibt aber auch ein paar Sehenswürdigkeiten in der Stadt. Am besten gefiel mir das moslemische Viertel mit seiner Moschee. Ich hatte im Museum für Islamische Kunst in Kuala Lumpur ein Model dieser Moschee gesehen, aber in echt war sie noch beeindruckender. Das Minarett ist im Pagodenstil gebaut und an vielen Gebäuden/ Türen sind Inschriften in Arabisch und Chinesisch. Auch wird die Moschee noch genutzt, da eine relativ große Anzahl chinesischer Moslems in der Gegend wohnt. Sie siedelten sich zu der Zeit an, als Xi'an eine wichtige Handelsstadt an der Seidenstraße war. Leider ist in Xi'an kaum etwas aus dieser Zeit erhalten, die riesige Stadtmauer ist eine Ausnahme und durch ihre Größe ziemlich beeindruckend. Die Stadt ist eher so, wie ich mir chinesische Großstädte vorgestellt habe: staubig und versmogt, hässliche Gebäude, furchtbarer Verkehr und ein paar neue Einkaufszentren. Auch scheinen die Menschen hier weniger Geld zu haben, dadurch ist alles noch etwas traditioneller, kleine Läden und Minirestaurants an jeder Ecke. Auch tragen hier die meisten der Babys/Kleinkinder keine Windeln - ein Schlitz in der Hose tut es auch und wenn das Kind mal muss, wird es schnell hochgehalten. Andere Länder, andere Sitten...
Natürlich habe ich mir auch die Terrakotta Armee angeschaut. welche an ihrem Originalausgrabungsort zu besichtigen ist. Die Größe der Armee hat mich beeindruckt, obwohl viele der Figuren zerstört sind. Auch kann man die Soldaten nicht von nahe sehen, so war ich froh, das ich schon einige im Stadtmuseum gesehen hatte, wo ich auch die Gesichter betrachten konnte. Alles in allem fand ich aber schon faszinierend, vor allem ihre Geschichte. Die Armee wurde in der Nähe des Mausoleums des ersten chinesischen Kaisers um 210 erbaut, um ihm zu helfen, auch im nächsten Leben zu herrschen. Kurz nachdem er starb, zerfiel sein Reich und das Mausoleum wurde geplündert und später vergessen, erst 1974 wurde es durch Bauern wiederentdeckt.
Ich war auf dem Weg zurück nach Xi'an, als es ein großes Erdbeben gab. Zum Glück bekam ich überhaupt nichts davon mit, doch als ich in der Stadt ankam, waren der Bahnhof und mehrere öffentliche Gebäude evakuiert worden. Zum Glück war in Xi‘an nichts weiter passiert, erst am Abend bekam ich durch die Nachrichten das Ausmaß der Katastrophe mit.




It seems my blog is blocked in China! I can write it but not see it later on. Strange。 HaveImentioned Tibet too often? Anyways, after Shanghai I visited some "smaller" towns in the area (only about 6 Million each). Hangzhou is more than 2000 years old, was the capital of China in about 950 and when Marco Polo visited he called it the finest city in the whole world. Well, today there are not many old buildings standing anymore, it's a modern city with skyscrapers etc. But on it's outskirts lies the West Lake, one of China's most famous nature spots and frequent object of Chinese landscape paintings. It's surrounded by parks, there are pagodas, mausoleums and gardens to visit and nearby is also a famous tea-growing region. So I rented a bike for the two days I was there and started cylcing everywhere. Even though there were loads of tourists (why doesn't that surprise me anymore?) it was very relaxing after Shanghai. Next was Suzhou, about 2500 years old and a tourist destination for Chinese visitors since 850. There are more old houses to be found in Suzhou (even though they were built more recently, a couple of 100 years ago) and also it is not allowed to build buildings higher than 24 stories in the city centre. All in all Suzhou is a very pleasant Chinese town, the nicest so far. Nowadays it is famous for it's historic gardens, some of them UNESCO world heritage sites. I visited the most famous one and it was quite interesting, as the Chinese concept of a garden has less to do with plants than with pavillions, water and bridges. It's all very pretty though. I also went on a little excursion to a very small town called Tongli, which is really an historic town. It's situated on the Grand Canal of China and criss-crossed by loads of smaller canals. Some of the bigger houses and temples are open to the public and it was nice to walk around the old mansions. From Suzhou I took the night train to Xi'an, after getting lost (again) on my way to the train station. But once you are at the station everything is well organized so even an illiterate person like me can find the train. The sleeper train was fun, I had a group of Chinese tourists sitting with me and they were determined to teach me some Chinese. So for a few hours I was being a parrot (supposedly my pronounciation wasn't too bad) but unfortunately few words stuck (at least I can order food now). When I arrived in Xi'an I found my Youth Hostel without problems this time. Most of the hostels are really great, brand new and in Xi'an and Suzhou they were in historic buildings, which is nice (especially considering that old houses can be hard to find in general) Xi'an is famous for the nearby Terracotta Army but also has a few sights in town. I liked best the Muslim Quarter with it's Chinese style mosque. I had actually seen a model of it in the Museum of Islamic Art in Kuala Lumpur, but the real thing was of course more impressive. The minaret for example was built in Pagoda style and a lot of the building had both Chinese and Arabic script. Also the mosque is still in use as there is a sizeable number of Chinese muslims living in the area. They got here first when Xi'an was one of the most important trade centres on the Silk route. Unfortunately in Xi'an there is hardly anything left over from this time, the giant town wall is maybe the most impressive sight. The city is much more like I pictured Chinese cities. A lot of dust and smog, ugly building, horrible traffic and a few new shopping centres. Also people seem to be less affluent and live a bit more traditionally, which is interesting as it means lots of little shops and food places. Also most of the little baby's/children don't wear any diapers but have a slit at the bottom of their pants - if they have to go they are just held out next to a tree and that's it. Interesting. Of course I also went to see the Terracotta Army which is exhibited at the original place of excavation, even though some soldiers can also be seen at the city mueseum, along with loads of other treasure from the many burial sites around Xi'an. The size of the army at the site is impressive, even though a lot of the terracotta figures have been ruined. Also it's hard to see them really close-up, so I'm glad I had been to the museum for a good look at their faces. But all in all it is quite fascinating, also all the history behind it. The army was built at the site of the mausoleum of China's first emperor (who started building the Great Wall) in the year 210 and it's purpose was to rule another empire for him in the afterlife. Soon after he died his (earthly) empire was overthrown and the tomb heavily damaged by looters and later on forgotten. Only in 1974 did some farmers find the first trace of it again. I was on the way back to Xi'an when there was a big Earthquake, I didn't feel or see anything as I was sleeping on the bus. But when I got to Xi'an, the train station and many public buildings had been evacuted, I was wondering what was going on. Luckily here nothing seems to have happened.

Saturday, May 3, 2008

Ich bin in China

Im internationalen Zug von Hanoi nach China teilte ich ein Abteil mit einem schwedischen Pärchen und wir erreichten die Grenze kurz nach Mitternacht. Bevor wir offiziell nach China einreisen konnten, mussten wir erst noch die Fragen der chinesischen Grenzbeamten beantworten und auch mein Gepäck wurde äußerst sorgfältig durchsucht. Sie schauten sogar in mein Portemonnaie und fanden ein paar alte Zettel, die ich bestimmt schon seit Indien dort drinnen stecken hatte und wollten wissen, was darauf geschrieben steht. Nach vielen Fragen waren sie sich letztendlich einig, das ich kein Journalist bin (was schlecht gewesen wäre) und ließen mich in ihr Land. Am Nachmittag kamen wir dann in Guilin an, im Südwesten Chinas.
Guilin ist einer der bekanntesten Touristenorte im ganzen Land, dank des faszinierenden Karstgebirges, welches die Stadt umgibt. Nachdem ich meine Jugendherberge gefunden hatte (ab jetzt war es vorbei mit preiswerten Zimmern, ich musste mich an die Gemeinschaftschlafräume erst mal gewöhnen) ging ich mit ein paar Leuten aus der Herberge chinesisch Essen und dann machten wir noch einen Verdauungsspaziergang durch die hell beleuchteten Straßen. Am nächsten Tag erkundete ich Guilin ein wenig, ein Teil der Stadt ist sehr modern, mit riesigen Straßen im amerikanischen Stil und modernen Häusern. In anderen Teilen der Stadt dominieren aber noch die grauen Wohnblöcke der kommunistischen Ära. Ich war überrascht, wie sauber alles aussah, es gibt sogar Abfalleimer für Recyclingmüll (bisher noch nie in Asien gesehen). Auch gibt man sich Mühe, die Stadt zu begrünen, überall sind neue Bäume entlang der Straßenränder gepflanzt. In Guilin liegen berühmte Parks und Hügel, welche ich mir auch anschaute, aber die chinesischen Reisegruppen gingen mir dabei etwas auf den Nerv. Sie sind groß, sie sind laut (oft mit Mikrofon!), sie drängeln oder stehen im Weg - am schlimmsten ist, sie sind überall dort, wo es Sehenswürdigkeiten gibt. Daran musste ich mich also auch gewöhnen, denn mir war schon zu dem Zeitpunkt klar, dass es in ganz China so weiter gehen würde.
Mein nächster Halt war der kleine Ort Yangshou, etwa 1 1/2 Stunden mit dem Bus von Guilin entfernt. Er ist noch hübscher gelegen, direkt am Li Fluss. In meinem Reiseführer stand geschrieben, dass Yangshou voll von westlichen Touristen ist - war es auch, doch mir ist es gar nicht so aufgefallen, da sie im Gewimmel der chinesischen Touristen untergingen. Die Hauptattraktion in Yangshou war die tägliche Licht und Sound Show, von einem berühmten chinesischen Regisseur konzipiert wird sie zwischen Bergen am Fluss aufgeführt. Bei dieser chinesischen Version des Freilichttheaters gibt es tolle Lichteffekte, es traten 600 Schauspieler an und etwa 4000 Menschen waren im Publikum. In China ist halt alles etwas grösser. Ich fing mich an zu fragen, was für die Olympischen Spiele geplant war, wenn sie so eine Vorführung täglich in der Provinz veranstalteten. An meinem zweiten Tag in Yangshou war das Wetter ziemlich schlecht und so unternahm ich gar nicht viel. Nachmittags ging ich auf den Markt, um ein bisschen Obst zu kaufen. Allerdings fand ich mich in der Fleischabteilung wieder, in der Reihe mit Hundefleisch. Überall hingen frisch gehäutete Hunde an Haken - es war mir etwas unwohl zumute und von da an musste ich, wenn ich im Essen ein Stück unidentifizierbares Fleisch fand, daran denken (mir wurde aber gesagt, die Chinesen essen Hundefleisch nur zu bestimmten Anlässen und das es relativ teuer wäre, somit hoffte ich, dass sie es nicht an die Touristen verschwenden). Nach dem Markterlebnis brauchte ich etwas frische Luft und ging am Fluss entlang spazieren, dort kam ich mit einer Gruppe chinesischer Studentinnen ins Gespräch. Die wollten ihr Englisch an mir üben und wir unterhielten uns für eine ganze Weile, am Ende wurde ich sogar zum Abendessen in einem preiswerten kleinen Lokal eingeladen. Ich war etwas besorgt wegen meiner "Stäbchen-Esstechnik", aber es ging alles gut und wir unterhielten uns nett, ich konnte auch viele Fragen loswerden (nur politische Dinge vermied ich lieber). Die nächsten zwei Tage war das Wetter wunderbar, so unternahm ich ein paar Ausflüge in die Umgebung. Einen Tag zu Fuß und später mit dem Bambusfloß den Fluss entlang, den anderen Tag mit dem Fahrrad. Ich finde die Landschaft dort wirklich faszinierend, diese interessanten Berge zwischen den Reisfeldern, wo die Bauern noch barfuß arbeiten und mit ihrem Wasserbüffel pflügen, führten die Wege durch mehrere alte hübsche Dörfer.
Von Guilin flog ich nach Shanghai (die andere Option wäre eine etwa 36-stuendige Zugfahrt gewesen, wahrscheinlich hätte ich wegen des Maifeiertages nicht einmal ein Ticket bekommen, denn alle wollen irgendwo hin). Die Stadt ist riesig (16 Millionen Einwohner) und bot ein wahres Kontrastprogramm zur ruhigen Umgebung von Yangshou. Ich musste mich erst einmal etwas daran gewöhnen. Das Zentrum von Shanghai ist voller neugebauter Wolkenkratzer, obwohl man manchmal auch noch eine alte Nebenstraße findet, in der Hefeklöße verkauft werden und die Leute ihre Wäsche zum trocknen vor die Häuser hängen. Der Verkehr ist zwar nicht so verrückt wie in Vietnam, aber trotzdem anstrengend, auch die Massen der Fußgänger sind beeindruckend. Es gibt sogar Verkehrspolizisten, deren Aufgabe es ist, das Menschen und Autos bei Rot wirklich anhalten. In Shanghai gibt es entlang des Flussufers auch noch einige alte Kolonialgebäude, aus der Zeit als Teile der Stadt zu England, Frankreich und den USA gehörten. Ansonsten ist das Zentrum mit Shoppingmalls zugebaut. Ich habe selten so viele Gucci Läden auf einen Haufen gesehen. Und es hat mich überrascht, wie viele Leute dort wirklich einkaufen gehen. Das machte mir klar, wie viele reiche Chinesen es hier gibt. Aber auch viele arme. Das ist mir vor allem bei den zahlreichen Müllsammlern aufgefallen, welche in den Tonnen nach Plasteflaschen und Papier suchen (ich nehme an, dass sie das verkaufen können). In den drei Tagen in Shanghai habe ich wenige der richtigen Sehenswürdigkeiten, wie z.B. das Shanghai Museum gesehen, denn überall waren wegen des Feiertags Massen von Leuten, die in langen Schlangen auf Eintritt warteten. Somit bin ich dann einfach kreuz und quer durch das Stadtzentrum geschlendert. Vor allem gefielen mir die Parks, wo man die alten Leute bei Tai Chi beobachten konnte und auch mal weg von dem ganzen Trubel auf den Straßen kam.

The international train from Hanoi to China got to the border just after midnight and before we crossed over, the Chinese border guards came on board and started asking questions. They also picked me to search my backpack thoroughly - they even looked inside my wallet and found some small pieces of paper I have probably been carrying since India and wanted to know what was written on them. After a lot more questioning they were finally satisfied that I was not a journalist (bad) and let me in. The next afternoon we got off the train in the city of Guilin, in the Southwest of China. It's one of China's most famous tourist sights thanks to the beautiful landscape surrounding it - weirdly formed karst mountains and some rivers flowing through them. After settling down in the Youth Hostel (it's dorm rooms from now on, which is taking some getting used to) a group of us went out for dinner and an evening stroll along the brightly lit streets. The next day I walked around Guilin which is in parts a very modern town with American style wide boulevards and modern buildings but in other parts the communist era grey buildings dominate. I was surprised by how clean the town is, there are even recycling bins everywhere (unseen in Asia so far). And they are making an effort to get the town greener, a lot of trees have been newly planted along the streets. Guilin has a few famous parks and hills which I enjoyed visiting, but the Chinese tour groups got slightly on my nerves - they are big, noisy (guides with microfone speakers!), they are always in the way and also quite pushy. The worst part was that they were everywhere designated a tourist site. So this I have to get used to, because they will be all over China. My next stop was the small town of Yangshou, only 1 1/2 hours by bus from Guilin. It's situated even more scenic right on the Li River. In my travel guide it sounds like Yangshou is full of western backpackers - it is but I hardly noticed them in the sea of Chineses tourists. One of Yangshou's top attractions is the daily sound and light show amidst hills on the river which I went to see on a Saturday evening. This Chinese version of a nature theatre had amazing light effects, 600 life actors and about 4000 people in the audience - everything is on a different scale here. If they do something like this in the province on a daily basis, I wonder what is planned for the Olympic games opening ceremony. On my 2nd day in Yangshou the weather was pretty miserable, so I didn't do too much. I went for a stroll at the local market, looking for some fruit to buy. Unfortunately I found myself in the meat sections - in one of the rows where they sold dog meat. Everywhere freshly skinned dogsd hanging on hooks - it made me a bit uncomfortable and now I always have to think of it when I have some sort of unidentifiable meat on my plate (even though I was told they only eat it for special occasions and that it's pretty expensive, so I hope they don't waste it on a tourist). After that I needed some fresh air and strolled a little along the river, where I got chatting with some Chineses students. They wanted to practice their English and so we talked for quite a while, they even ended up inviting me for dinner in a simple restaurant. I was a bit worried on how my "chopstick performance" would be, but I think I did ok. It was a very nice evening and interesting to talk to them, as I got to ask many questions (even though avoiding political stuff). The next two days the weather was great and so I ventured into the countryside, one day on foot and later by bamboo raft down the river, the other day I rented a bike. It was very beautiful to see all those strange hill formations amidst rice fields where farmers still work barefoot and plough with their water buffallos, also there were some pretty old villages to visit. Next I took a flight to Shanghai (the other option was a 36 hr train ride and that was probably sold out due to the May 1st holiday where everybody in China hits the road). Shanghai was a bit of a shock after the quaint countryside. It's a huge city (16 Million) and crowded. The centre is full of brand new skyscrapers, even though sometimes it's possible to find a side street where people still sell dumplings and dry their washing out in front. The traffic was not as crazy as in Vietnam, but nevertheless it is very busy, also with pedestrians - they even have traffic guards who make sure people/cars stop when lights turn red. Shanghai has a number of grand colonial buildings along the riverside, going back to the time when parts of it belonged to Britain, France and the U.S. Otherwise the centre is given over to shopping malls with huge advertising and expensive shops - rarely have I seen so many Gucci shops clustered so close together. And I was surprised to see how many people actually buy there, making me realize that there is a large number of very wealthy Chinese here. But there are lots of poor, too. Most notable was the competition of people going through rubbish bins for plastic bottles (I guess they can sell them) and card boards paper. In the three days I spent in Shanghai I didn't really get to see any of the big sites as due to the holiday everything was extremly crowded with long lines of tourists waiting outside. So I did a lot of walking around, most I enjoyed the parks where it was fun to watch the old people do Tai Chi.