Saturday, December 29, 2007

Weihnachtsfeier in Singapur

Im Flughafen von Singapur gibt es einen Pool für Passagiere im Transfer! Ich habe ihn nicht benutzt, aber war ziemlich beeindruckt. Fast alles in Singapur ist entweder neu oder so renoviert, dass es perfekt aussieht; alles ist unheimlich sauber und es geht sehr ordentlich zu. Ich bin also definitf nicht mehr in Indien, auch wenn mein Hostel im Little India Bezirk liegt. Singapur war eine englische Kolonie und neben indischen Immigranten waren es vor allem chinesische Arbeiter, die hier hergekommen sind. Somit gibt es natürlich ein Chinatown und die Wolkenkratzer in Business District sind angeblich alle nach Feng-Shui Prinzipien gebaut worden. Singapur ist sehr modern und westlich, es könnte womöglich auch die Stadt mit den meisten Shopping Centern und Restaurant/ Imbissständen pro Person sein. Einkaufen und Essen scheinen auf jeden Fall die beliebtesten Freizeitbeschäftigungen zu sein, und ich verstehe nicht, wie alle so schlank bleiben. Ich kam einen Tag vor Weihnachten in Singapur an und schaute mich als erstes Mal an der Orchard Road um, Singapurs berühmter Shopping Meile - nicht um einzukaufen, sondern um die Weihnachtsbeleuchtung zu bewundern. Es war tatsächlich alles beleuchtet und auch Weihnachtsbäume und Musik haben nicht gefehlt, doch bei 32 Grad war mir immer noch nicht weihnachtlich zumute. Am 24. gab es eine kleine Feier im Hostel und dann bin ich mit ein paar Leuten zurück zur Orchard Road gegangen, wo halb Singapur versammelt war, um Weihnachtslieder zu hören. Es waren wahnsinnig viele Leute und ein richtiges Gedrängel, außerdem wurde vor allem von Teenagern künstlicher Schnee (Schaum) aus Dosen auf alles was sich bewegte gesprayt. Am 25. fuhren wir zu Singapurs künstlichem Strand (der tropische Sand wurde importiert) und tranken eine Singapore Sling (ein berühmter hier erfundener Cocktail) in einer Strandbar. Insgesamt war ich eine Woche in Singapur und hatte viel Zeit um herum zu laufen, in ein paar der super gemachten Museen zu gehen, den Botanischen Garten zu besuchen und konnte auch das vielfältige Essen ausprobieren. Es gibt vor allem chinesisches Essen (aber anders als zu Hause) doch auch thailändisch, koreanisch, indonesisch und vieles mehr. Es war sehr gut und auch preiswert, da es so viele Imbissstände mit tollem Angebot gibt - also günstig für meinen Geldbeutel (doch nicht so günstig für meine Linie - verflixte Dessert-Stände...). Auch war es ein toller Ort, um mal allerlei tropische Früchte zu probieren, die ich noch nicht kannte (wie zum Beispiel Drachenfrucht). Singapur gefiel mir wirklich gut und war auch richtig entspannend im Gegensatz zu Indien.


Singapore's Airport has a swimming pool for transfering passengers! I didn't use it but I sure was impressed. Almost everything in Singapore is either new or refurbished to look postcard perfect, it is incredible clean and very organized. So I'm definetly not in India anymore, even though I am staying in the Little India district. Singapore was an English colony and attracted not only Indian immigrants but mainly Chinese workers, so obviously there is a Chinatown as well and the skyscrapers in the business district are supposedly built on Feng Shui principles. Singapore has a very western and modern feeling to it and might be the city with most shopping malls and restaurants/ food stalls per person in the world. Shopping and eating seem definetly to be the favorite hobbies, and I don't understand how most people stay so slim. I arrived a day before Christmas Eve and first thing I did was to visit Orchard Road, Singapore's famous shopping road - not to go shopping but to see the Christmas lights. The decoration was not bad, even with Christmas trees but it was 32 degrees so it still did not feel too christmasy. Christmas Eve we had a small party at the hostel I was staying and then I went with a few other people back to Orchard Road where half of Singapore seemed to be to listen to Christmas carols. It was a huge crowd and we got very squezzed, also there was lots of spraying fake snow which seemed to be the main entertainment for most kids and teenagers. Christmas day we headed for Singapore's fake beach (with imported tropical sand) and had a Singapore Sling, the local cocktail at the beach bar. Altogether I spent one week in Singapore and so had time to walk around a lot, to visit some of the excellent museums and the botanical garden and also had lots of time to try all the different foods on offer. Mainly it is Chinese dishes but also Thai, Korean and Indonesian. Not bad at all and quite cheap, there are many food courts which serve quality food, so it was good for my budget (not so good for my waistline - dam those dessert stalls). Also it was a great place to try all sorts of tropical fruits I've never eaten before (e.g. dragonfruit). I very much enjoyed it here and it was a realxing place to be but now it's on to Malaysia.

Monday, December 24, 2007

Noch mehr Paläste in Rajasthan

Auf dem Weg nach Udaipur blieben wir 2 Tage in dem kleinen Ort Ranakpur, welcher weit entfernt aller Hauptstraßen und somit schön ruhig war - eine willkommene Abwechslung nach den lauten Städten, die wir besucht hatten. Wir besichtigten den schönen Jain Tempel (Jainismus ist wieder eine andere Religion Indiens), welcher ganz aus Marmor gebaut wurde und wunderbar verziert ist. Am nächsten Tag wanderten wir durch ein Naturschutzgebiet zu einem abgelegenen Hindutempel (eigentlich eine heilige Höhle). Auf unserem Weg sahen wir kaum Tiere, aber da wir viele Pantherspuren sahen, war es vielleicht besser so. Dafür gab es bei der Höhle mehr als genug Affen, welche darauf warteten, gefüttert zu werden (eine Lieblingsbeschäftigung mancher Inder). Uns war etwas unwohl, weil sie so nahe waren... und als die Affen merkten, dass sie von uns kein Essen bekommen würden, klauten sie in einer Überraschungsattacke unsere Kekse, die wir gerade geöffnet hatten.
Mit dem Bus, welcher voll mit Männern in bunten Turbanen und Frauen mit riesigen Nasenringen war, ging es dann nach Udaipur. Die Stadt scheint Rajasthans touristischster Ort zu sein, für Inder und Ausländer aller Budgets. Mit dem von Hügeln umgebenen See, seinen Palästen und alten Häusern sieht es sehr romantisch aus. Auch wurde hier Teil des James Bond Films Octopussy gedreht, ich kann mich allerdings nicht an die betreffenden Szenen erinnern. Wir spazierten etwas herum, liehen uns ein Tretboot für eine Rundfahrt auf dem See aus und genossen die Sicht von unserer Hotelterasse. Es war wohl das schönste Hotel, in dem ich in den letzten Monaten war, direkt am See und mit vorzüglichem indischen Essen (das gleiche, was die Familie, die das Hotel betreibt, isst). Wir besichtigten auch den Palast, aber Tobias und ich waren uns einig, dass er nicht so interessant wie die anderen war. Vielleicht kam es uns nur so vor, weil es durch die vielen Touristen nicht so eine schöne Atmosphäre war.
Vom touristischen Udaipur ging es weiter in das abgelegene Bundi, eine kleine Stadt mit einem verlassenen Palast. Im Palast bewunderten wir einige von Rajasthans berühmtesten Wandmalereien (aus dem 16.-17. Jh.), sie waren zum Teil sehr gut erhalten, vor allem wenn man sieht, wie verfallen der Palast teilweise ist. Affen, Schweine und Ziegen liefen frei herum und wir sahen nur wenige Touristen. Ansonsten gab es in Bundi nicht so viel zu sehen, wir liefen durch die Gassen und über den Markt und beobachteten die Leute.

Nach 1 1/2 Tagen ging es weiter nach Mumbai (Bombay). Was für ein Unterschied zu Rajasthan! Rajasthan ist alt und manchmal, mit den alten Städten, Palästen und traditionellen Leuten, fast wie aus dem Märchen. Mumbai ist neu und modern, mit hohen Häusern und ein paar Gebäuden aus der Kolonialzeit. Obwohl es relativ wenig zu besichtigen gibt, hat es mir in der Stadt gefallen. Viel moderner als irgendwo anders in Indien sieht man viele Leute in moderner Kleidung und die ganze Stadt wirkt westlicher. Man kann aber trotzdem nicht vergessen, wo man ist - sobald es mal etwas unbebautes Land gibt, steht dort ein Slum, sogar zwischen teuren Wohnungsblöcken. Wir liefen am Wasser entlang zu einem von Mumbais kleinen Stränden, die Menschen kommen dorthin, um sich mit Freunden zu treffen oder für ein Picknick, zum Baden ist es allerdings zu verschmutzt. Wir spazierten auch durch die Kolonialgegend, typisch für die britischen Gebäude dieser Epoche und gönnten uns an unserem letzten Abend ein tolles indisches Essen in einem guten Hotel. Am 22. hieß es dann Abschied von diesem interessanten und verrückten Land nehmen, denn es ging nun weiter nach Singapur.

On our way to Udaipur we stopped for 2 nights in a tiny village called Ranakpur, it was far off the main roads and very quiet - a nice change to all the noisy cities we have been to. We visited the marvellous Jain Temple (yet another religion in India) which is built from marble and has beautiful carvings everywhere. We also went on a hike through a nature reserve to a Hindu cave temple but we hardly saw any animals - but judging from the many panther footprints this might have been a good thing! But at the cave there were lots of monkeys hanging around waiting to get fed (the Indians feed them...), we didn't really like them so close but as we didn't have any intention of feeding them they stole our biscuits and waited for us to produce some more food. .. We took yet another local bus full with men wearing colorful turbans and women with huge nose rings and arrived in Udaipur. This is probably Rajasthan's most developed tourist town, catering to Indian and foreign tourists on all budgets. With it's lake and the surrounding hills, palaces and old houses it looks quite romantic. It's also famous because one of the James Bond movies - Octopussy- was partly filmed here (but I can't remember anything from the movie). We strolled around a bit, took a boat for some paddling on the lake and enjoyed the view from our hotels rooftop. This was probably the nicest hotel I have stayed at in the past few months, right on the lake and serving excellent home-cooked Indian food every night. We also went to the palace but me and Tobias agreed that this was the least interesting of the ones we have seen, maybe this was due to the huge amount of tourists visiting which spoiled the atmosphere a bit. From touristy Udaipur we went to backwater Bundi, a small town with an abandoned fort. The fort has some of Rajasthan's finest wall paintings ( from the 16th - 17th century) and they were pretty good preserved considering the shape of the palace. Monkeys, pigs and goats freely roamed the grounds and only a handful of tourists visited. Otherwise there was not too much to see in Bundi, we walked through the streets and the market and just watched people going about their daily business.

Monday, December 10, 2007

Farbenfrohes Rajasthan

Nach ein paar Tagen in dem kleinen Dorf Pushkar, welches zum Teil ein heiliger Ort, zum Teil eine Touristenfalle ist, fuhr ich zurück nach Delhi, um dort Tobias, meinen neuen Reisepartner für die nächsten drei Wochen zu treffen. Es ging schnurstracks wieder nach Rajasthan, um einen Nationalpark zu besuchen, der für seine Vogelvielfalt berühmt ist. Leider hatte es dieses Jahr kaum geregnet und so waren die Sümpfe, welche das Gebiet für Vögel attraktiv machen, ausgetrocknet. Somit haben wir kaum Vögel gesehen, den Tag aber trotzdem genossen. Auf unseren gemieteten Fahrrädern und mit unserem Führer sahen wir Antilopen, Schakale, Schildkröten und Phytons.
Nach der Stille des Naturreservates ging es nach Jodhpur, Rajasthans zweit größter Stadt, welche oftmals "die blaue Stadt" genannt wird, weil die meisten Häuser der Altstadt blau angemalt sind - angeblich schützt dies vor Termitenbefall. Es sah toll aus und sogar unser Hotel war eines der alten blauen Häuser. Jodhpur ist bekannt für seine riesige Festung, welche wir (ganz modern) mittels einer Audiotour besichtigten. Danach spazierten wir durch die engen Gassen der Altstadt, von denen manche regelrecht verstopft mit Menschen, Rikschas, Motorrädern, einigen Hochzeitsprozessionen (es ist Heiratssaison in Indien) und (natürlich) unzähligen Kühen waren.
Danach verbrachten wir ein paar Tage in der Wüstenstadt Jaisalmer, welche früher eine wohlhabende Handelsstadt an der Seidenstraße war. Die alte Festung sieht wie eine riesige Sandburg aus, da alles aus honigfarbenen Sandstein gebaut ist. Viele Häuser und der Palast haben wunderschön gemeißelte Fenster und Balkone. Jaisalmer ist die größte bewohnte Festung Indiens und ist sehr stimmungsvoll, obwohl es zum Teil auch ziemlich touristisch ist. Eine der beliebtesten Unternehmungen von Jaisalmer aus sind die Kamelsafaries mit Übernachtung in der Wüste, natürlich wollten wir uns das nicht entgehen lassen und machten uns für einen Tag auf in die Wüste. Zum Ausgangspunkt ging es zuerst mit Jeep, doch dann wurden wir von unseren lustigen Kamelführern und den Kamelen begrüßt. Der Name meines Kamels war Michael Jackson und es war das freundlichste der Gruppe und sehr niedlich. Nach kurzer Zeit hatte ich mich an die Gangart gewöhnt und genoss die Reiterei - zumindest für die ersten 2h, dann fingen meine Beine an, ziemlich weh zu tun. Am Ende des Tages litten wir alle etwas und waren froh, in den Sanddünen, wo wir übernachteten, anzukommen. Das Abendessen wurde über dem Feuer zubereitet, das typische Essen: Reis, Linsen, Gemüse. Wir schliefen im Freien, nur auf Decken - etwas unbequem aber es war toll, die Sterne zu sehen und sogar ein paar Sternschnuppen konnten wir erspähen. Am nächsten Morgen ritt ich dann noch eine Stunde auf Michael Jackson, bevor es wieder zurück in die Stadt ging. Da das Wetter super war, genossen wir die Aussicht von der Dachterrasse unseres Hotels und ließen uns das leckere indische Essen munden.



After visiting the small town of Pushkar, which is part holy Hindu town, part tourist trap, I went back to Delhi to meet my new travel partner for three weeks, Tobias. We promptly set off back to Rajasthan and visited a national park famous for the birds that migrate there in winter season. Unfortunately this year it had not rained muchand the wetlands, which attract the birds were dried up - so we hardly saw any big birds. We had a nice day nevertheless, with our rented bikes and guide we cycled around and spotted a few antelopes, turtles, jackals and pytons. After the quiet nature reserve we made our way to Jodhpur, Rajasthan's 2nd biggest city. It's often called "the blue City" as most houses in the old town are painted blue - supposedly this protects against termite damage. It looked beautiful and even our hotel was one of the old blue houses. Jodhpur is famous for it's imposing fort which we visited on an audio tour, followed by a stroll through the narrow lanes of the old town. Some of the streets were extremly busy with people, rikshaws, motorbikes, occasional wedding processions (it's wedding season in India) and - of course - countless cows. The last few days we have spent in the desert town of Jaisalmer, once an important trading place on the Silk Route. The old fort looks like a giant sandcastle and houses are build of honey coloured sandstone. Many of them have beautiful stonecarved windows and balconies. Jaisalmer Fort is the largest inhabited fort in India and has loads of charm, even though it's pretty touristy. From Jaisalmer we went on a 1 day/ 1 night camel safari. Us and a German couple were taken into the desert by jeep, where we met our friendly guides and camels. My camel's name was Michael Jackson and it seemed to be the frinedliest of the bunch - very cute, too. After getting used to his walk I felt pretty comfortable and enjoyed myself - at least for the first 2 hours, then my legs started to hurt. By the end of the day we were all suffering a bit and happy to reach the sand dunes where we spent the night. Dinner was prepared over the campfire and pretty good, the standart fare of rice with lentils and vegtables. We slept outside on a few blankets which was not too comfortable but worth it as the view was great with all the stars and even a few shooting stars. Next mornign it was 1 hour more on Michael Jackson before we returned to the city. As the weather is beautiful we now enjoy the great view from our hotel's rooftop terrace and eat their excellent Indian food.