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An meinem ersten Abend in Tokio fuhr ich, nachdem ich mich in einer Jugendherberge eingerichtet hatte, noch zum Ueno Bahnhof. Es ist einer der großen Bahnhöfe/U-Bahnhöfe Tokios, wo es unzählige preiswerte Restaurants gibt. Nach einem typischen Essen (Reis, Sashimi, Miso-Suppe, eingelegtes Gemüse) machte ich noch einen
kleinen Spaziergang durch die Umgebung. Da es schon dunkel war, leuchteten die Reklametafeln an den Häusern und es war richtig viel los. Am nächsten Tag präsentierte sich die Gegend viel ruhiger, und ich lief durch einen schönen Park zum Nationalmuseum, wo ich mir die Ausstellung zur Japanischen Kunst anschaute, welche mir sehr gefiel. Später fuhr ich nach Asakusa, einem der ältesten Bezirke Tokios und berühmt für den größten buddhistischen Tempel der Stadt, den aus Holz gebauten Senso-ji. In meinem Reiseführer hatte gestanden, dass Asakusa eine der traditionellsten Gegenden Tokios ist, so war ich etwas überrascht, dass es kaum alte Häuser gab. Wie ich später feststellte, ist das in ganz Japan so, neben Tempeln werden nur wenige alte Häuser erhalten. Am 2. Tag in Tokio fuhr ich auf die Wolkenkratzer des Metropolitan Government Buildings hinauf, von dort hoffte ich, den Mt. Fuji zu sehen, aber leider war es zu wolkig. Die Aussicht auf Tokio war dafür aber gut, eine riesige Stadt ohne richtiges Stadtzentrum breitete sich vor mir aus. Die Hochhäuser hatte ich mir moderner und höher vorgestellt, so war ich ein klein wenig enttäuscht. Doch später fuhr ich ins Nobelviertel Ginza und dort sah ich doch noch viele interessante moderne Häuser, das war dann mehr, wie ich mir Tokio vorgestellt hatte. Abends traf ich mich mit Yumeko, einer Japanerin, die ich in China kennengelernt hatte. Sie und ihr Kollege luden mich zum Essen ein, es wurde ein sehr schöner Abend. Das Restaurant, was sie ausgesucht hatten, war richtig traditionell eingerichtet: hölzerner Boden, niedrige Tische, Tatamimatten und Papiervorhänge, die als Raumteiler dienten. Das Essen war ausgezeichnet, alles wurde in kleine Portionen zum Teilen serviert (wie Tapas) und schmeckte sehr gut. Wir hatten so viel Spaß zusammen, das Yumeko am nächsten Tag gleich mit mir mitkam, wir machten einen Tagesausflug nach Nikko, einer Kleinstadt etwa 2h nördlich von Tokio gelegen.
Nikko ist berühmt für die Begräbnisstädte des ersten Shoguns und die umliegenden Tempel. Es war auch wirklich sehr schön, die Tempel sind von einem alten Wald umgeben und bei dem regnerischen Wetter sah alles etwas mystisch aus, zumindest bis die Touristenhorden eintrafen (zumeist japanische Touristen). Da machten wir uns aus dem Staub und fuhren mit dem Bus zu einem See in den Bergen mit einem in der Nähe gelegenen Wasserfall. Leider wurde der Regen immer stärker und so saßen wir schon bald wieder im Zug nach Tokio.
Am Morgen kehrte ich Tokio endgültig den Rücken zu, ich fuhr mit dem Shinkansen nach Matsumoto, einer Stadt in den japanischen Alpen, die bekannt für ihre alte Samuraiburg ist, welches ich mir anschauen wollte. Als ich dann drinnen war, bekam ich sogar eine Privattour umsonst, denn es gibt Freiwillige, die englische Rundgänge für Touristen durchführen - eine schöne Idee und informativ. Von der Burg selbst ist eigentlich gar nicht soviel übrig, nur noch der Turm steht, denn der Rest brannte bei einem Feuer ab, aber durch den umgebenden Wassergraben sieht es sehr romatisch aus. Ich verbrachte die Nacht in der Jugendherberge, welche nichts Besonderes war, aber da es keine Duschen dort gab, bekam man eine Eintrittskarte für den Onsen, ein traditionelles japanisches Badehaus in der Nähe, - das war natürlich toll. Ich lass im Reiseführer noch mal nach, was man alles beachten muss, z.B. unbedingt vorher waschen usw. Es war richtig relaxend, aber das Wasser ist sehr heiß, so hielt ich es gar nicht lange aus, sondern trank lieber noch einen Tee in der dazugehörenden Teestube.
Am nächsten Tag wanderte ich 10km vom kleinen Ort Magome zum kleinen Ort Tsumago. Beides waren Poststationen auf der alten Straße von Kyoto nach Edo (Tokio) und sehr gut erhalten. In Tsumago gibt es sogar Häuser, in die man hereinschauen kann, um zu sehen, wie sie früher eingerichtet waren. Die Wanderung ging durch Wald und einige kleine Dörfer über mehrere Hügel, es war nett, mal wieder draußen in der Natur zu sein. Nachmittags fuhr ich nach Nagoya, wo ich noch bis zum Abend herumspazierte. Nagoya überraschte mich positiv, es ist eine moderne Stadt, einfacher zu erkunden als Tokio mit vielen schönen modernen Gebäuden. Auch dieses Mal übernachtete ich in einer Jugendherberge, das Zimmer war allerdings eine Überraschung, denn es war im japanischen Stil: keine Betten. Es war ein leerer Raum, mit Tatamimatten ausgelegt und einem niedrigen Tisch. Abends, wenn man schlafen gehen will, muss man sich den Futon aus dem Schrank holen. Es war aber ganz bequem, nur ein klein wenig hart. Weiter ging es mit einem Ausflug nach Nara, der alten Hauptstadt Japans und bekannt für seine Tempel. Der berühmteste ist der Toda-ji Tempel, welcher das größte Holzgebäude der Welt ist und sehr imposant wirkt. Außer Tempel besichtigen ist eine andere Touristenattraktionen das füttern der zahmen Hirsche, die überall herumlaufen und mit "Hirschkeksen gefüttert werden, wenn man ihnen nichts gibt, kann es schnell sein, dass sie auch mal den Stadtplan anknabbern.
Von Nara fuhr ich nach Kyoto, meine letze Station in Japan, und dort gab es soviel zu sehen, dass ich auch in drei Tagen nur einen Bruchteil der Sehenswürdigkeiten besuchte. Kyoto war vor Tokio Japans Hauptstadt und hatte unheimlich viele buddhistische Tempel und Shinto Schreine. Außerdem gibt es noch den berühmten Stadtteil Gion, wo auch heute noch Geishas zu sehen sind und noch viele alte Häuser stehen. In den drei Tagen besuchte ich viele Sehenswürdigkeiten, besonders beeindruckten mich die Zengärten der Zentempel und die Shinto Schreine. Schinto ist die Urreligion Japans und eine Naturreligion, ich verstehe sie eigentlich nicht, aber beeindruckt haben mich die vielen Statuen, z.B. Füchse (die Boten der Götter) und rot bemalten Tore. Kyoto war auch ein guter Ort zum Einkaufen, besonders gefielen mir die Töpfereiwaren im japanischen Design. Was ich nicht verstehe ist, dass soviel Kitsch verkauft wird, vor allem wenn man bedenkt, dass traditionelle Dinge in Japan immer einfach und elegant gestaltet sind. Aber der Kitsch ist, was die Japaner sich kaufen. Kyoto war auch ein guter Ort, um die japanische Küche zu genießen, bisher kannte ich ja nur Sushi, Miso Suppe und Teriyaki, aber es gibt ja noch viel mehr und ich bin zum Fan des japanischen Essens geworden. Alle guten Dinge müssen enden, und somit war mein Japanaufenthalt schon nach 10 Tagen vorbei und ich flog zu meinem letzten Ziel der Reise, nach Hong Kong.
From Beijing I took a flight to Tokyo and after searching for a while finally found my Youth Hostel in the late afternoon. For dinner I made my way to Ueno station, one of the big underground/train stations with loads of cheap restaurants around. I found a nice little place and had one of the typical set meals (rice, soup, sashimi, pickled vegetables) and afterwards strolled around a bit. As it was evening most of the buildings were brightly lit with advertisements and it was very busy. When I arrived back the next morning it was much more quiet and I went for a morning stroll around the big nearby park before visting the National Museum focusing on Japanese art. Afterwards I made my way to the district of Asakusa which is one of Tokyo's oldest and where the most important Buddhist tempel of the city is situated, the huge wooden Senso-ji. In my guide book it was written that Asakusa is one of the more traditional areas of Tokyo so it came as a surprise that there are only few old buidlings left. As I later discovered, this is the case in most of Japan, besides temples very few old buildings have been preserved. On my second day in Tokyo I visited the skyscrapers of the Metropolitan government building, hoping to see Mt. Fuji from there but it was too cloudy, even though the view of the city was interesting as well. Basically Tokyo is a huge sprawl without a proper centre and I was a little bit disappointed with the skyscrapers, as I had thought they would be higher and more modern (I guess I still had images of Shanghai in my mind). But when I visited the exclusive shopping area of Ginza later that afternoon I saw a lot of modern buildings I liked, this was more the Tokyo I had pictured. In the evening I met with Yumeko, a Japanaese girl I had met in China, and she and her colleague took me out for a proper Japanese dinner, we had a great evening. The restaurant they picked was very traditional, with wooden floors, low tables, tatami mats, paper screens and excellent Japanese food which all arrived in small portions (a bit like Tapas) giving me the chance to sample many different things. We had so much fun together that Yumeko decided to accompany me to the temple town of Nikko the next day, about 2 hours north of Tokyo. There is the burial site of Japan's first Shogun with temples around it, and it is very beautiful. The temples are surrounded by big trees and as we had a bit of a rainy day it was very athmospheric in the morning - until all the other tourists (mainly Japanese) arrived and it got crowded. At that point we took a bus to a nearby lake and waterfall but as the rain became more heavy, we left back to Tokyo after a while. The next day I left Tokyo for good and took the Shinkanzen train to Matsumoto, a town in the Japanese Alps famous for its middle-age samurai castle which I wanted to see. I even got a free private tour once inside, as volunteers offer English tours free of charge - nice idea and very informative. Not much is left of the castle, only the five story wooden tower (the rest burned down) but as everything is surrounded by a moat it looks very picturesque. I spent the night at the local Youth Hostel which was not too impressive but as they didn't have showers they gave me a free ticket for the local Onsen (Japanese bath house) which was a great experience. I made sure I read in my travel guide about it before I went, as there are a few things to watch out for, e.g. that it's important to wash before going to the baths. It was relaxing, but as the water is very hot I didn't stay too long but instead enjoyed a green tea in the tea room afterwards. The next day I went for a 10km hike between the two small towns of Magome and Tsumago. They are tradional villages on the old post road between Kyoto and Edo (Tokyo) and are very well preserved. In Tsumago some houses have been turned into museums, where it's possible to see how they were once furnished. The walk lead through forested hills and some other small villages, and it was nice to be out in nature. In the afternoon I took the train to Nagoya, where I walked around for a few hours until dark. Nagoya surprised me, I had not even planned to visit it but seemed to be a very pleasaent modern town, more manageable than Tokyo but with some interesting modern buildings. Again I stayed in the local youth hostel, and this time the room was a surprise as it was "Japanese style" which means no beds! So it was an empty room except one low table. In the evening guests take the futons out of the closet... I slept quite well even though it was not too soft this way. The next day I visited the old capital of Nara, which is very famous for it's shrines and temples. The most famous of them is the Buddhist temple Toda-ji, the worlds largest wooden building and very impressive. Apart from visiting the temples Nara tourists enjoy feeding the tame deers with deer biscuits, and if you don't the deers may eat your town map instead! From Nara it was on to Kyoto, my last stop in Japan and with so many interesting sites that I spent three days there and only saw a fraction. Kyoto used to be the capital before Tokyo and has a huge number of temples and Shinto shrines as well as the famous Geisha district of Gion where some of the old houses have been well preserved. I visited a lot of temples in the three days, I was most impressed by the beautiful Zen gardens at some of the Zen Temples and also fascinated by the Shinto Shrines I saw. Shinto is an animist belief and the traditional religion of Japan, I don't really understand it but the shrines are interesting with statues such as foxes (the messenger of the gods) and the bright red Tori Gates. Kyoto was also a good place for shopping, I especially liked to look at the pottery stores as I really like the Japanese designs. One thing I found hard to understand is all the kitch that is sold, considering the simple elegance of traditional arts. But that is what the Japanese seem to like. Kyoto was also a good place for food and I tried different things everyday, I was surprised by the variety as I only new Sushi, Teriyaki and Miso soup, but now I am a definete fan of Japanese cuisine. All good things must come to an end and so after only 10 day it was time to fly to Hong Kong, my last stop before returning back home.
Nach den ganzen gemütlichen Zügen, mit denen ich in China unterwegs war, dachte ich, dass es mal wieder Zeit für einen Bus wäre, um in die kleine Stadt Pingyao zu kommen. Ich wusste ja nicht, dass der Bus der älteste in ganz Xi'an sein würde, der Fahrer (hinter dem ich saß) Kettenraucher war und dass der Bus nach 3h Fahrt eine Panne haben würde. Wir warteten dann eine Stunde auf den nächsten Bus, in welchen wir uns mit hinein quetschten, obwohl er eigentlich voll war. Ich bekam einen halben Sitz zugeteilt, leider wieder hinter dem Fahrer, der auch Zigaretten liebte. Die Krönung des ganzen war dann, dass der Bus nicht bis zur Haltestelle im Ort fuhr, sondern mich an der Autobahn 'rausschmiss. Dort musste ich durch einen Graben und über einen Zaun klettern, bevor ich an die Straße kam. Zum Glück scheint das gang und gebe zu sein, denn die Taxifahrer warteten schon an der Straße und halfen mir und meinem schweren Rucksack über den Zaun.
Ich war schließlich recht froh, im Hostel anzukommen, welches wieder mal richtig hübsch war. Es war nämlich ein richtiges altes Haus mit den vielen typischen Höfen. Pingyao's Altstadt ist geschützt und für Autos/ Motorräder gesperrt. Es war also recht ruhig und entspannt, bis auf die Tourgruppen mit ihren Mikrofonen, aber auch die waren abends nicht mehr da. Es gibt wirklich viel zu sehen in Pingyao, wir kauften uns ein Kombinationsticket und sahen mehrere Tempel, alte Residenzen, die erste chinesische Bank und einige ehemalige Bodyguard Agenturen (mit Kung-Fu Spezialisten besetzt gewesen). Ich hatte eine nette Deutsche getroffen, die fließend Chinesisch spricht. So konnte sie, während wir lecker Chinesisch essen waren, die anderen Leute "bespitzeln". Die wunderten sich scheinbar vor allem darüber, dass wir das Chinesische Essen mögen (viele Chinesen scheinen nämlich zu glauben, dass wir ihr Essen nicht mögen oder vertragen).
Von Pingyao fuhr ich mit dem Nachtzug nach Peking (dieses mal dachte ich gar nicht an den Bus). Peking ist natürlich wieder eine riesige Stadt, aber ganz anders als Shanghai. Der größte Unterschied ist, dass die Straßen richtig breit sind und es im Stadtzentrum keine hohen Wolkenkratzer gibt. Mein Hostel war in einem der Hutongs, den kleine alten Stadtvierteln Pekings. Die Menschen wohnen hier noch traditioneller, allerdings sind auch die Umgangsformen noch ziemliche traditionell – das bedeutete ständiges Spucken und das die kleinen Kinder wieder keine Windeln hatten. Die meisten Hutongs wurden allerdings abgerissen, aber meiner scheint einer die "Vorzeigehutongs" zu sein, welche die Regierung erhalten will. Die ganze Straße war eine riesige Baustelle, vor allem wurden die Fassaden renoviert. Ich glaube, das war für die Olympiade, an allen Ecken in Peking wurde gebaut und vorgerichtet.
Das erste, was ich mir in Peking anschaute, war die Verbotene Stadt, die ehemalige Residenz des Kaisers.
Durch ihre Größe ist sie sehr beeindruckend, die Gebäude selber sehen aber alle eher gleich aus. Tausende von Touristen und regnerisches Wetter führten dazu, dass ich nicht all zu lange verweilte, aber gefallen hat es mir schon. Die Tempel in Peking waren hingegen überraschend interessant. Als erstes besuchte ich den taoistischen Tempel, wo mit vielen Bildern das Schicksal von Sündern aufgezeigt wird. Auch besuchte ich den Tempel des himmlischen Friedens, der schönste und auch bekannteste. Er hat einige ungewöhnliche Gebäude und ist von einem großen Park umgeben und gefiel mir wirklich sehr. Und dann schaute ich mir noch den Lama Tempel an, der größte tibetanische buddhistische Tempel und auch einer der aktivsten in Peking. Etwas eigenartig fand ich das ganze schon, da ja die Regierung den Dalai Lama nicht anerkennt. Ich nehme auch an, dass die meisten Mönche in diesem Tempel ihn nicht anerkennen, obwohl er ja ihr Oberhaupt sein sollte. Auch gibt es viele Chinesen, die den Tempel zum Beten besuchen, aber bestimmt denken viele von ihnen auch schlecht über den Dalai Lama, denn das wird von der Regierungspropaganda so verbreitet...
Von Peking aus fuhr ich zu einem Teil der Großen Mauer. Ich hatte eine Tour gebucht, welche uns an einer anderen Stelle wieder abholte, so dass wir 10 km auf der Mauer entlang wandern konnten. Es war toll. Ich hatte mir das als gemütlichen Spaziergang vorgestellt, in der Realität war es allerdings durch ständiges bergauf/bergab ganz schön anstrengend. Die Mauer ist nicht so hoch, wie ich mir das vorgestellt hatte, aber die Blicke waren beeindruckend. An meinem letzten Tag in Peking ging ich es ruhig an und ging nur etwas spazieren. Ein Teeeinkauf wurde zu einem kulturellen Ereignis, da mich die Besitzerin des Teeladens zum Tee einlud, welchen sie mir auf traditionelle Art servierte und mir sehr viel über Tee und andere Sachen erzählte. Ich war bestimmt 2 Stunden dort und als ich herauskam, war der Himmel ganz gelb und es stürmte. Ich glaube, es war einer der berühmt-berüchtigten Sandstürme, welche aus der Wüste Gobi im Mai bis nach Peking kommen. Es war gar nicht angenehm und für die nächsten 2 Tage war ich ständig am husten. Am Abend hatte ich eigentlich Karten für eine Vorstellung der Peking Oper, aber auf Grund der Staatstrauer für die Opfer des Erdbebens wurde alles kurzfristig abgesagt. Schade, aber so hatte ich genug Zeit zum packen und um noch einmal in meinen Japanreiseführer hereinzuschauen.After all the comfortable trains in China I thought it was about time for a bus again to get to the small town of Pingyao. Little did I know that the bus was going to be the oldest in the fleet and that the driver (behind which I was sitting) smoked liked a chimney. With my "luck"the bus broke down after three hours, we waited for one hour to get onto another, already full, bus where I got half a seat. Best of all was that instead of driving to the bus stop in Pingyao I was dropped of on the motorway! I had to cross a ditch and climb over a fence to get to the road. This seems to be a common occurrence as the taxis were were waiting already and it was a good thing that the drivers were helping me to get over the fence with my bag, otherwise it would have been slightly difficult. After all of this I was glad to get to the hostel which was beautiful - a proper old courtyard building in the middle of the protected old city. Around this area it is forbidden to ride cars/ motorbikes so it's very quiet apart from the occasional Chinese tour group with their loudspeakers, good thing they leave in the evenings. There is loads to see in Pingyao, we got a combined ticket to all the sites including several temples, old residences, the first Chinese bank and former bodyguard agencies (kung-fu specialists). So that kept us busy, it's not even possible to see everything in two days. I had met a nice German girl who speaks fluent Chinese, it was great. We tried yummy Chinese food and she spied on what the guests were saying about us (they wondered a lot that we can eat Chinese food, there seems to be a misconception that Westerners don't like/ cannot digest it). After relaxing in Pingyao I took the night train to Beijing (I didn't even think about taking the bus). Beijing is huge again but feels very different from Shanghai. I think it is mainly because of the wide streets and also there are no proper skyscrapers in the city centre. My hostel was in one of the hutongs - old narrow street with old houses. People live a bit more traditional here, which is interesting but unfortunately this also means a lot of spitting on the streets and a lot of children not wearing diapers... Most of these hutongs have been flattened to make room for modern developments but mine seems to be one of the "showcase" hutongs" the government likes to preserve. The entire street was a big construction site as they are renovating the outsides. I think it's for the Olympics, on every corner in Beijing they built or renovate something. First thing I visited was the Forbidden City, the emperors former seat. It's size is very impressive, but after a while it started looking the same, as all the building look very similar. Thousands of tourists and rain made me stay shorter than planned but I still enjoyed the visit. The temples in Beijing were actually more surprising. I visited a Taoist temple with lots of depictions what can happen to sinners. Next was the Temple of Heavenly peace, probably the most famous and the most beautiful, with some unusual buildings and a big park surrounding it. Finally I visited the Lama temple, Beijing's biggest Tibetan Buddhist temple and also one of the more active ones. It felt a bit strange to me, knowing the Chinese government does not recognize the Dalai Lama and that most likely most monks working there do not recognize him as their head either which is strange as they are supposed to be followers of Tibetan Buddhism. Also there are a lot of worshippers (they did not look Tibetan though) who maybe, because of all the propaganda, think that the Dalai Lama is an evil man... From Beijing I also visited a section of the Great Wall. I booked a tour which dropped us off/ picked us up at different points so we could walk for 10km on the wall. I thought it was going to be a stroll but the steep up and down was quite strenuous - I didn't realize they built the wall along the mountain ridges. It was a great experience and even though the wall is not nearly as big as I imagined the views are amazing. On my last day in Beijing I took it slow and walked around a bit more. A purchase at the tea shop ended up becoming a cultural experience as the owner invited me for some tea served the traditional way while telling me all sorts of interesting things about tea I didn't know. I think I was there for nearly two hours (and I hadn't even bought that much). When I finally got out, the sky was yellow and it was stormy - I think it was one of the infamous dust storms from the Gobi dessert which supposedly hit Beijing in May. It was not pleasant at all and I ended up with a cough for the next two days. In the evening I had tickets to the Beijing Opera but when I got there I found out that it had been cancelled due to they state mourning for the earth quake victims. What a shame but at least I had enough time to pack my bags and read my Japan travel guide a bit.
In Shanghai fiel mir auf, dass mein Block im chinesischen Internet scheinbar blockiert ist. Ich konnte ihn zwar schreiben, aber nicht lesen. Komisch. Sollte ich wohl das Wort Tibet zu oft erwähnt haben? Wer weis...
Von Shanghai aus ging es in die "Provinzstädte" der Umgebung, die hatten jeweils nur 6 Millionen Einwohner. Hangzhou ist mehr als 2000 Jahre alt, war um 950 die Hauptstadt Chinas und als Marco Polo China bereiste, beschrieb er die Stadt als die schönste der Welt. Heute sieht man allerdings wenig von der alten Stadt, es gibt viele moderne Häuser und Wolkenkratzer. Doch am Stadtrand liegt der Westsee, in ganz China bekannt und auch ein beliebtes Motiv chinesischer Landschaftsmalereien. Der See ist von Parks umgeben, es gibt mehrere Pagoden sowie ein Mausoleum zu besichtigen, und in der Nähe liegt eines der berühmtesten Teeanbaugebiete Chinas. Ich lieh mir für zwei Tage ein Fahrrad aus und klapperte die Sehenswürdigkeiten ab. Trotz der vielen Touristen (wieso überraschte mich das nicht mehr?) war es, vor allem nach Shanghai, sehr entspannend. Als nächstes fuhr ich nach Suzhou, schon mehr als 2500 Jahre alt und Anziehungspunkt für chinesische Touristen seit 850. In Suzhou gab es wesentlich mehr alte Gebäude (aber nicht so ganz alt, sondern "nur" einige hundert Jahre) und per Gesetz dürfen im Stadtzentrum neue Häuser maximal 24 Stockwerke hoch sein, somit gibt es keine Wolkenkratzer. Suzhou ist eine sehr sympathische chinesische Stadt und gefällt mir bisher von den ganzen Städten am besten. Heutzutage ist
Suzhou den Touristen vor allem wegen der berühmten mittelalterlichen Gärten bekannt, einige von ihnen gehören zum Weltkulturerbe. Ich schaute mir den berühmtesten an und war überrascht, denn das chinesische Konzept eines Gartens hat weniger mit Pflanzen, sondern mehr mit Pavillons, Wasser und Brücken zu tun. Aber sehr hübsch. Von Suzhou aus unternahm ich einen Tagesausflug zu dem kleinen Ort Tongli, welcher wirklich einmal richtig historisch war. Der Ort liegt am Großen Kanal (im Jahre 610 fertiggestellt verband er eine Strecke von 1800km) und wird auch von lauter kleineren Kanälen durchzogen. Einige der größeren Häuser und Tempel sind zur Besichtigung freigegeben und ich fand es interessant, mir diese anzuschauen. Von Suzhou aus fuhr ich mit dem Nachtzug nach Xi'an. Nachdem ich mich auf dem Weg zum Bahnhof (wiedermal) verirrte, ging dann zum Glück alles reibungslos von statten – die Dinge sind so gut organisiert, das ich auch als Analphabet den richtigen Zug fand. Im Zug war es dann lustig, ich saß mit einer kleinen Gruppe chinesischer Touristen zusammen, die entschlossen waren, mir etwas Chinesisch beizubringen. So war ich für ein paar Stunden ein Papagei (angeblich war meine Aussprache und Betonung gar nicht so schlecht), leider vergaß ich die meisten Vokabeln bis zum nächsten Morgen wieder (immerhin kann ich jetzt etwas zu Essen bestellen, ein kleiner Fortschritt). In Xi'an angekommen fand ich dieses Mal mein Hostel ohne Probleme. Die Jugendherbergen in China sind wirklich nicht schlecht, meistens ganz neu und in Xi'an und Suzhou waren sie in historischen Gebäuden untergebracht, was dem ganzen noch Atmosphäre gibt (zumal alte Gebäude nicht oft zu sehen sind).
Xi'an ist vor allem wegen der Terrakotta Armee bekannt, die hier in der Nähe gefunden wurde, es gibt aber auch ein paar Sehenswürdigkeiten in der Stadt. Am besten gefiel mir das moslemische Viertel mit seiner Moschee. Ich hatte im Museum für Islamische Kunst in Kuala Lumpur ein Model dieser Moschee gesehen, aber in echt war sie noch beeindruckender. Das Minarett ist im Pagodenstil gebaut und an vielen Gebäuden/ Türen sind Inschriften in Arabisch und Chinesisch. Auch wird die Moschee noch genutzt, da eine relativ große Anzahl chinesischer Moslems in der Gegend wohnt. Sie siedelten sich zu der Zeit an, als Xi'an eine wichtige Handelsstadt an der Seidenstraße war. Leider ist in Xi'an kaum etwas aus dieser Zeit erhalten, die riesige Stadtmauer ist eine Ausnahme und durch ihre Größe ziemlich beeindruckend. Die Stadt ist eher so, wie ich mir chinesische Großstädte vorgestellt habe: staubig und versmogt, hässliche Gebäude, furchtbarer Verkehr und ein paar neue Einkaufszentren. Auch scheinen die Menschen hier weniger Geld zu haben, dadurch ist alles noch etwas traditioneller, kleine Läden und Minirestaurants an jeder Ecke. Auch tragen hier die meisten der Babys/Kleinkinder keine Windeln - ein Schlitz in der Hose tut es auch und wenn das Kind mal muss, wird es schnell hochgehalten. Andere Länder, andere Sitten...
Natürlich habe ich mir auch die Terrakotta Armee angeschaut. welche an ihrem Originalausgrabungsort zu besichtigen ist. Die Größe der Armee hat mich beeindruckt, obwohl viele der Figuren zerstört sind. Auch kann man die Soldaten nicht von nahe sehen, so war ich froh, das ich schon einige im Stadtmuseum gesehen hatte, wo ich auch die Gesichter betrachten konnte. Alles in allem fand ich aber schon faszinierend, vor allem ihre Geschichte. Die Armee wurde in der Nähe des Mausoleums des ersten chinesischen Kaisers um 210 erbaut, um ihm zu helfen, auch im nächsten Leben zu herrschen. Kurz nachdem er starb, zerfiel sein Reich und das Mausoleum wurde geplündert und später vergessen, erst 1974 wurde es durch Bauern wiederentdeckt.
Ich war auf dem Weg zurück nach Xi'an, als es ein großes Erdbeben gab. Zum Glück bekam ich überhaupt nichts davon mit, doch als ich in der Stadt ankam, waren der Bahnhof und mehrere öffentliche Gebäude evakuiert worden. Zum Glück war in Xi‘an nichts weiter passiert, erst am Abend bekam ich durch die Nachrichten das Ausmaß der Katastrophe mit.It seems my blog is blocked in China! I can write it but not see it later on. Strange。 HaveImentioned Tibet too often? Anyways, after Shanghai I visited some "smaller" towns in the area (only about 6 Million each). Hangzhou is more than 2000 years old, was the capital of China in about 950 and when Marco Polo visited he called it the finest city in the whole world. Well, today there are not many old buildings standing anymore, it's a modern city with skyscrapers etc. But on it's outskirts lies the West Lake, one of China's most famous nature spots and frequent object of Chinese landscape paintings. It's surrounded by parks, there are pagodas, mausoleums and gardens to visit and nearby is also a famous tea-growing region. So I rented a bike for the two days I was there and started cylcing everywhere. Even though there were loads of tourists (why doesn't that surprise me anymore?) it was very relaxing after Shanghai. Next was Suzhou, about 2500 years old and a tourist destination for Chinese visitors since 850. There are more old houses to be found in Suzhou (even though they were built more recently, a couple of 100 years ago) and also it is not allowed to build buildings higher than 24 stories in the city centre. All in all Suzhou is a very pleasant Chinese town, the nicest so far. Nowadays it is famous for it's historic gardens, some of them UNESCO world heritage sites. I visited the most famous one and it was quite interesting, as the Chinese concept of a garden has less to do with plants than with pavillions, water and bridges. It's all very pretty though. I also went on a little excursion to a very small town called Tongli, which is really an historic town. It's situated on the Grand Canal of China and criss-crossed by loads of smaller canals. Some of the bigger houses and temples are open to the public and it was nice to walk around the old mansions. From Suzhou I took the night train to Xi'an, after getting lost (again) on my way to the train station. But once you are at the station everything is well organized so even an illiterate person like me can find the train. The sleeper train was fun, I had a group of Chinese tourists sitting with me and they were determined to teach me some Chinese. So for a few hours I was being a parrot (supposedly my pronounciation wasn't too bad) but unfortunately few words stuck (at least I can order food now). When I arrived in Xi'an I found my Youth Hostel without problems this time. Most of the hostels are really great, brand new and in Xi'an and Suzhou they were in historic buildings, which is nice (especially considering that old houses can be hard to find in general) Xi'an is famous for the nearby Terracotta Army but also has a few sights in town. I liked best the Muslim Quarter with it's Chinese style mosque. I had actually seen a model of it in the Museum of Islamic Art in Kuala Lumpur, but the real thing was of course more impressive. The minaret for example was built in Pagoda style and a lot of the building had both Chinese and Arabic script. Also the mosque is still in use as there is a sizeable number of Chinese muslims living in the area. They got here first when Xi'an was one of the most important trade centres on the Silk route. Unfortunately in Xi'an there is hardly anything left over from this time, the giant town wall is maybe the most impressive sight. The city is much more like I pictured Chinese cities. A lot of dust and smog, ugly building, horrible traffic and a few new shopping centres. Also people seem to be less affluent and live a bit more traditionally, which is interesting as it means lots of little shops and food places. Also most of the little baby's/children don't wear any diapers but have a slit at the bottom of their pants - if they have to go they are just held out next to a tree and that's it. Interesting. Of course I also went to see the Terracotta Army which is exhibited at the original place of excavation, even though some soldiers can also be seen at the city mueseum, along with loads of other treasure from the many burial sites around Xi'an. The size of the army at the site is impressive, even though a lot of the terracotta figures have been ruined. Also it's hard to see them really close-up, so I'm glad I had been to the museum for a good look at their faces. But all in all it is quite fascinating, also all the history behind it. The army was built at the site of the mausoleum of China's first emperor (who started building the Great Wall) in the year 210 and it's purpose was to rule another empire for him in the afterlife. Soon after he died his (earthly) empire was overthrown and the tomb heavily damaged by looters and later on forgotten. Only in 1974 did some farmers find the first trace of it again. I was on the way back to Xi'an when there was a big Earthquake, I didn't feel or see anything as I was sleeping on the bus. But when I got to Xi'an, the train station and many public buildings had been evacuted, I was wondering what was going on. Luckily here nothing seems to have happened.
Im internationalen Zug von Hanoi nach China teilte ich ein Abteil mit einem schwedischen Pärchen und wir erreichten die Grenze kurz nach Mitternacht. Bevor wir offiziell nach China einreisen konnten, mussten wir erst noch die Fragen der chinesischen Grenzbeamten beantworten und auch mein Gepäck wurde äußerst sorgfältig durchsucht. Sie schauten sogar in mein Portemonnaie und fanden ein paar alte Zettel, die ich bestimmt schon seit Indien dort drinnen stecken hatte und wollten wissen, was darauf geschrieben steht. Nach vielen Fragen waren sie sich letztendlich einig, das ich kein Journalist bin (was schlecht gewesen wäre) und ließen mich in ihr Land. Am Nachmittag kamen wir dann in Guilin an, im Südwesten Chinas.
Guilin ist einer der bekanntesten Touristenorte im ganzen Land, dank des faszinierenden Karstgebirges, welches die Stadt umgibt. Nachdem ich meine Jugendherberge gefunden hatte (ab jetzt war es vorbei mit preiswerten Zimmern, ich musste mich an die Gemeinschaftschlafräume erst mal gewöhnen) ging ich mit ein paar Leuten aus der Herberge chinesisch Essen und dann machten wir noch einen Verdauungsspaziergang durch die hell beleuchteten Straßen. Am nächsten Tag erkundete ich Guilin ein wenig, ein Teil der Stadt ist sehr modern, mit riesigen Straßen im amerikanischen Stil und modernen Häusern. In anderen Teilen der Stadt dominieren aber noch die grauen Wohnblöcke der kommunistischen Ära. Ich war überrascht, wie sauber alles aussah, es gibt sogar Abfalleimer für Recyclingmüll (bisher noch nie in Asien gesehen). Auch gibt man sich Mühe, die Stadt zu begrünen, überall sind neue Bäume entlang der Straßenränder gepflanzt. In Guilin liegen berühmte Parks und Hügel, welche ich mir auch anschaute, aber die chinesischen Reisegruppen gingen mir dabei etwas auf den Nerv. Sie sind groß, sie sind laut (oft mit Mikrofon!), sie drängeln oder stehen im Weg - am schlimmsten ist, sie sind überall dort, wo es Sehenswürdigkeiten gibt. Daran musste ich mich also auch gewöhnen, denn mir war schon zu dem Zeitpunkt klar, dass es in ganz China so weiter gehen würde.
Mein nächster Halt war der kleine Ort Yangshou, etwa 1 1/2 Stunden mit dem Bus von Guilin entfernt. Er ist noch hübscher gelegen, direkt am Li Fluss. In meinem Reiseführer stand geschrieben, dass Yangshou voll von westlichen Touristen ist - war es auch, doch mir ist es gar nicht so aufgefallen, da sie im Gewimmel der chinesischen Touristen untergingen. Die Hauptattraktion in Yangshou war die tägliche Licht und Sound Show, von einem berühmten chinesischen Regisseur konzipiert wird sie zwischen Bergen am Fluss aufgeführt. Bei dieser chinesischen Version des Freilichttheaters gibt es tolle Lichteffekte, es traten 600 Schauspieler an und etwa 4000 Menschen waren im Publikum. In China ist halt alles etwas grösser. Ich fing mich an zu fragen, was für die Olympischen Spiele geplant war, wenn sie so eine Vorführung täglich in der Provinz veranstalteten. An meinem zweiten Tag in Yangshou war das Wetter ziemlich schlecht und so unternahm ich gar nicht viel. Nachmittags ging ich auf den Markt, um ein bisschen Obst zu kaufen. Allerdings fand ich mich in der Fleischabteilung wieder, in der Reihe mit Hundefleisch. Überall hingen frisch gehäutete Hunde an Haken - es war mir etwas unwohl zumute und von da an musste ich, wenn ich im Essen ein Stück unidentifizierbares Fleisch fand, daran denken (mir wurde aber gesagt, die Chinesen essen Hundefleisch nur zu bestimmten Anlässen und das es relativ teuer wäre, somit hoffte ich, dass sie es nicht an die Touristen verschwenden). Nach dem Markterlebnis brauchte ich etwas frische Luft und ging am Fluss entlang spazieren, dort kam ich mit einer Gruppe chinesischer Studentinnen ins Gespräch. Die wollten ihr Englisch an mir üben und wir unterhielten uns für eine ganze Weile, am Ende wurde ich sogar zum Abendessen in einem preiswerten kleinen Lokal eingeladen. Ich war etwas besorgt wegen meiner "Stäbchen-Esstechnik", aber es ging alles gut und wir unterhielten uns nett, ich konnte auch viele Fragen loswerden (nur politische Dinge vermied ich lieber). Die nächsten zwei Tage war das Wetter wunderbar, so unternahm ich ein paar Ausflüge in die Umgebung. Einen Tag zu Fuß und später mit dem Bambusfloß den Fluss entlang, den anderen Tag mit dem Fahrrad. Ich finde die Landschaft dort wirklich faszinierend, diese interessanten Berge zwischen den Reisfeldern, wo die Bauern noch barfuß arbeiten und mit ihrem Wasserbüffel pflügen, führten die Wege durch mehrere alte hübsche Dörfer.
Von Guilin flog ich nach Shanghai (die andere Option wäre eine etwa 36-stuendige Zugfahrt gewesen, wahrscheinlich hätte ich wegen des Maifeiertages nicht einmal ein Ticket bekommen, denn alle wollen irgendwo hin). Die Stadt ist riesig (16 Millionen Einwohner) und bot ein wahres Kontrastprogramm zur ruhigen Umgebung von Yangshou. Ich musste mich erst einmal etwas daran gewöhnen. Das Zentrum von Shanghai ist voller neugebauter Wolkenkratzer, obwohl man manchmal auch noch eine alte Nebenstraße findet, in der Hefeklöße verkauft werden und die Leute ihre Wäsche zum trocknen vor die Häuser hängen. Der Verkehr ist zwar nicht so verrückt wie in Vietnam, aber trotzdem anstrengend, auch die Massen der Fußgänger sind beeindruckend. Es gibt sogar Verkehrspolizisten, deren Aufgabe es ist, das Menschen und Autos bei Rot wirklich anhalten. In Shanghai gibt es entlang des Flussufers auch noch einige alte Kolonialgebäude, aus der Zeit als Teile der Stadt zu England, Frankreich und den USA gehörten. Ansonsten ist das Zentrum mit Shoppingmalls zugebaut. Ich habe selten so viele Gucci Läden auf einen Haufen gesehen. Und es hat mich überrascht, wie viele Leute dort wirklich einkaufen gehen. Das machte mir klar, wie viele reiche Chinesen es hier gibt. Aber auch viele arme. Das ist mir vor allem bei den zahlreichen Müllsammlern aufgefallen, welche in den Tonnen nach Plasteflaschen und Papier suchen (ich nehme an, dass sie das verkaufen können). In den drei Tagen in Shanghai habe ich wenige der richtigen Sehenswürdigkeiten, wie z.B. das Shanghai Museum gesehen, denn überall waren wegen des Feiertags Massen von Leuten, die in langen Schlangen auf Eintritt warteten. Somit bin ich dann einfach kreuz und quer durch das Stadtzentrum geschlendert. Vor allem gefielen mir die Parks, wo man die alten Leute bei Tai Chi beobachten konnte und auch mal weg von dem ganzen Trubel auf den Straßen kam.The international train from Hanoi to China got to the border just after midnight and before we crossed over, the Chinese border guards came on board and started asking questions. They also picked me to search my backpack thoroughly - they even looked inside my wallet and found some small pieces of paper I have probably been carrying since India and wanted to know what was written on them. After a lot more questioning they were finally satisfied that I was not a journalist (bad) and let me in. The next afternoon we got off the train in the city of Guilin, in the Southwest of China. It's one of China's most famous tourist sights thanks to the beautiful landscape surrounding it - weirdly formed karst mountains and some rivers flowing through them. After settling down in the Youth Hostel (it's dorm rooms from now on, which is taking some getting used to) a group of us went out for dinner and an evening stroll along the brightly lit streets. The next day I walked around Guilin which is in parts a very modern town with American style wide boulevards and modern buildings but in other parts the communist era grey buildings dominate. I was surprised by how clean the town is, there are even recycling bins everywhere (unseen in Asia so far). And they are making an effort to get the town greener, a lot of trees have been newly planted along the streets. Guilin has a few famous parks and hills which I enjoyed visiting, but the Chinese tour groups got slightly on my nerves - they are big, noisy (guides with microfone speakers!), they are always in the way and also quite pushy. The worst part was that they were everywhere designated a tourist site. So this I have to get used to, because they will be all over China. My next stop was the small town of Yangshou, only 1 1/2 hours by bus from Guilin. It's situated even more scenic right on the Li River. In my travel guide it sounds like Yangshou is full of western backpackers - it is but I hardly noticed them in the sea of Chineses tourists. One of Yangshou's top attractions is the daily sound and light show amidst hills on the river which I went to see on a Saturday evening. This Chinese version of a nature theatre had amazing light effects, 600 life actors and about 4000 people in the audience - everything is on a different scale here. If they do something like this in the province on a daily basis, I wonder what is planned for the Olympic games opening ceremony. On my 2nd day in Yangshou the weather was pretty miserable, so I didn't do too much. I went for a stroll at the local market, looking for some fruit to buy. Unfortunately I found myself in the meat sections - in one of the rows where they sold dog meat. Everywhere freshly skinned dogsd hanging on hooks - it made me a bit uncomfortable and now I always have to think of it when I have some sort of unidentifiable meat on my plate (even though I was told they only eat it for special occasions and that it's pretty expensive, so I hope they don't waste it on a tourist). After that I needed some fresh air and strolled a little along the river, where I got chatting with some Chineses students. They wanted to practice their English and so we talked for quite a while, they even ended up inviting me for dinner in a simple restaurant. I was a bit worried on how my "chopstick performance" would be, but I think I did ok. It was a very nice evening and interesting to talk to them, as I got to ask many questions (even though avoiding political stuff). The next two days the weather was great and so I ventured into the countryside, one day on foot and later by bamboo raft down the river, the other day I rented a bike. It was very beautiful to see all those strange hill formations amidst rice fields where farmers still work barefoot and plough with their water buffallos, also there were some pretty old villages to visit. Next I took a flight to Shanghai (the other option was a 36 hr train ride and that was probably sold out due to the May 1st holiday where everybody in China hits the road). Shanghai was a bit of a shock after the quaint countryside. It's a huge city (16 Million) and crowded. The centre is full of brand new skyscrapers, even though sometimes it's possible to find a side street where people still sell dumplings and dry their washing out in front. The traffic was not as crazy as in Vietnam, but nevertheless it is very busy, also with pedestrians - they even have traffic guards who make sure people/cars stop when lights turn red. Shanghai has a number of grand colonial buildings along the riverside, going back to the time when parts of it belonged to Britain, France and the U.S. Otherwise the centre is given over to shopping malls with huge advertising and expensive shops - rarely have I seen so many Gucci shops clustered so close together. And I was surprised to see how many people actually buy there, making me realize that there is a large number of very wealthy Chinese here. But there are lots of poor, too. Most notable was the competition of people going through rubbish bins for plastic bottles (I guess they can sell them) and card boards paper. In the three days I spent in Shanghai I didn't really get to see any of the big sites as due to the holiday everything was extremly crowded with long lines of tourists waiting outside. So I did a lot of walking around, most I enjoyed the parks where it was fun to watch the old people do Tai Chi.
Der Norden von Vietnam ist meiner Meinung nach der hübscheste Teil des Landes. Hanoi ist die grünste Stadt, die ich in Asien bisher gesehen habe. Überall gibt es mit Bäumen gesäumte Straßen und auch viele Parkanlagen. Das Herz von Hanoi ist der Hoan Kiem See, ein kleiner See mit einer Pagode in der Mitte. Vor allem am frühen Morgen und am späten Nachmittag ist dort richtig viel los, denn die Hanoier machen dort ihr Fitnesstraining. Ich muss immer ein klein wenig kichern, wenn ich den alten Leuten beim Hüftkreisen und ihren Stretchübungen zuschaue.
Mein Hotel war in der Altstadt von Hanoi, welche voller Leute ist. Die Straßen sind eng und es gibt viel Verkehr, so dass das Laufen manchmal anstrengend sein kann, zumal die Fußwege meist als Parkplatz für die Motorräder benutzt werden. Aber die alten Häuser sind zum Teil sehr hübsch und entlang einzelner Straßenzüge werden nur bestimmte Sachen verkauft (z.B. Anziehsachen in der einen Straße, Metallwaren in der nächsten usw.) Souvenirläden findet man allerdings überall. Hanoi hat auch eine großes französisches Viertel, denn es war ja einmal die Kolonialhauptstadt Indochinas. Leider wurde viel im Krieg zerstört, aber manche Ecken sehen noch wie Klein-Paris aus, mit Kirche, kleinem Park und französischen Kolonialhäusern. Für Touristen gibt es relativ viel zu tun, die berühmteste Sehenswürdigkeit ist das Ho Chi Minh Mausoleum. Das habe ich allerdings weggelassen, da mich der eingelegte alte Mann nicht so interessierte. Dafür war ich bei einigen Tempeln und im Geschichtsmuseum. Auch musste ich ein paar Sachen erledigen, wie z.B. mein Zugticket nach China kaufen. Der Zug fährt nur zwei Mal die Woche und es stellte sich heraus, dass der mit dem ich fahren wollte, schon ausgebucht war. So hatte ich noch vier extra Tage in Vietnam und beschloss kurzer Hand, diese in den Bergen in Sapa zu verbringen, bekannt auch für die vielen Minderheitsgruppen, welche dort leben.
Es war eine gute Entscheidung, denn die Landschaft um Sapa herum ist sehr schön. Die Berge waren viel höher, als ich erwartet hatte. Sapa ist 1600m hoch gelegen und von dort schaut man auf den höchsten Berg Vietnams, welcher annähernd 3600m hoch ist. Außerdem ist es sehr grün und überall gibt es Reisterrassen. In dieser Gegend tragen die Bergbewohner noch ihre traditionelle Kleidung, obwohl ich denke, dass manche von ihnen das nur den Touristen zu liebe anziehen. Viele von ihnen gehören zur Gruppe der Hmong, welche über große Teile Südostasiens verteilt sind. Ich buchte eine Wanderung mit Übernachtung in einem kleinen Dorf in der Nähe, es ging einen schönen Weg entlang und wir waren auch eine lustige Gruppe. Zum Anfang der Wanderung war ich allerdings etwas genervt, weil etwa 10 Hmong-Frauen uns über eine Stunde lang begleiteten, um uns Souvenirs zu verkaufen und sich nicht so leicht abschütteln liesen. Es war auch nicht nur unsere Gruppe, der es so ging, somit war auf dem Weg ganz schöner Betrieb. Zum Glück wurde es später ruhiger und das Dorf war idyllisch, am Abend konnten wir vor dem Essen sogar in den heißen Quellen relaxen. Das Haus, in dem wir übernachteten, war komfortable wenn auch sehr einfach, aber am nächsten Tag besuchten wir eine Hmong Familie, und die waren wirklich arm. Das Haus hatte nur Erdboden, ein Bett für die ganze Familie und ein offenes Feuer – kein Wunder, das die Leute wie wild versuchen, Souvenirs an Touristen zu verkaufen, um ein Extraeinkommen zu haben. Nach der Wanderung blieb ich noch einen weiteren Tag in Sapa, besuchte den Markt und spazierte zum Nachbardorf, bevor es mit dem Nachtzug zurück nach Hanoi ging. Von dort aus ging es gleich mit einer gebuchten Tour zur Halong Bucht weiter. Das Inklusivpacket war für 3 Tage: eine Nacht in einem Resort auf einer kleinen Insel, eine Nacht auf dem Boot.
Es war toll, die Halong Bucht ist sehr beeindruckend und wunderschön, obwohl das Wasser manchmal dank der vielen Boote und Wasserdörfer etwas dreckig ist. Die Tour war sehr gut organisiert, wir hatten viel Zeit zum Entspannen aber auch einige schöne Aktivitäten wie Kajaken, essen und vom Boot aus ins Wasser springen. Auch teilte ich mir Zimmer/ Kabine mit einer sehr netten Deutschen. Am ersten Tag hatten wir viel Glück mit dem Wetter, denn es war sonnig. Am zweiten Tag war es dann ziemlich stürmisch, und kaum waren wir zurück an Bord wurde ich prompt seekrank. Zum Glück war das Wasser in den kleinen Buchten ruhiger, so konnte ich den Rest des Tages und die Nacht auf dem Boot genesen. Am nächsten Morgen kletterten wir zu einem Aussichtspunkt auf einer der fast 1900 kleinen Inseln, besuchten später eine der vielen Tropfsteinhöhlen und schipperten dann zurück zum Hafen, von wo aus es wieder zurück nach Hanoi ging.The last 10 days I spent time in the North of Vietnam, Vietnam's most beautiful part, I think. Hanoi is the greenest city in all of Asia so far. Everywhere there are tree-lined streets and also quite a few parks. The heart of Hanoi is the Hoan Kiem Lake, a small lake with a pagoda in the middle. It gets very busy at dawn and dusk with people exercising. It always makes me chuckle a little to see all the older people circling their hips and stretching everywhere.... I was staying in Hanoi's Old quarter, which is pretty crammed and the narrow streets get quite busy with traffic, it can be a little exhausting to walk around there as the sidewalks are mainly used a parking space for the motorbikes. But the old houses are quite pretty and certain streets specialize in certain trades (e.g. all cloth shops are on one street, all metal ware shops on another). Tourist shops are everywhere though. Hanoi has a large French Quarter, as it was the capital of Indochina, unfortunately large parts got destroyed during the war. But some pockets feel like Little Paris, with a French church, a little park and French colonial houses built around. In terms of sightseeing there is quite a bit to do. The most famous site is actually the Ho Chi Minh mausoleum - I skipped it though as I didn't feel like seeing the preserved old man. I went to a few temples and the History museum and also did some errands like booking my train to China. As it turned out, the train I wanted was already booked out (it only goes twice a week) so I had 4 extra days in Vietnam. I decided to spent them in the highlands around the town of Sapa, famous for it's colourful hill tribes. It was a great decision as the landscape around Sapa is beautiful. The mountains were a lot higher than expected (Sapa is situated at 1600m, the highest mountain nearby is over 3500m), very green with lots of rice terraces. Also this area is settled by various tribes who still walk around in their beautiful traditional clothes (even though I think some of them only put it on for the many tourists). The group we saw the most were the Hmong who live all over SE Asia. I signed up for a two day trek to a village where we stayed in a homestay, it was a beautiful walk and we were a nice little group. When we started, though, I was a little put of by the very salesy local women who surrounded us and followed us for over an hour. As there were other groups, too who had the same problem the trail became really busy... But later it quieted down a bit and the village was quite peaceful and had beautiful hot springs to relax in before dinner. The house we slept in was pretty comfortable (even though poor by our standards) but the next day we visited a house of a local Hmong family and it was really poor - just a dirt floor, one bed for the whole family and an open fire to cook. I guess no wonder they try like crazy to sell souvenirs to the tourists. After the trek I spent one more day in Sapa, visiting the market and walking to a nearby village before I took the night train back to Hanoi. The next day I joined a tour to Halong Bay, it was for 2 nights: one night at a small resort island and one night on a junk boat. It was great, Halong Bay is absolutely stunning and even though the water can be a bit dirty sometimes (thanks to all the boats and water settlements) it is beautiful. The tour was extremely well organized, we had a lot of time to chill out and enjoy but also some fun activities like kayaking, eating or diving off the boat. Also I shared my room/ cabin with a very nice German girl, so we had a good time. The first day we got very lucky with the weather, as it was nice and sunny, the second day was very overcast and windy - back on the boat it took only about 10 min to get me seasick (well, it doesn't take much). Luckily once we got into the smaller bays the water was calm again, so I enjoyed the rest of the day and night. The next morning we stopped on one of the nearly 1900 islands to walk to the top for a beautiful view of the bay and later went to visit one of the many caves in the area before sailing back to the harbour and returning to Hanoi.
Von Saigon aus fuhren Eileen und ich mit einem Schlafbus nach Nha Trang, Vietnams größte Strandstadt. Der Schlafbus war ein Erlebnis, denn es gab Betten zum hinlegen. Die waren allerdings sehr schmal und zu kurz, so schliefen wir dann doch nicht besonders gut. Außerdem hatte der Fahrer einen Fahrstil, welcher nicht zum Einschlafen betrug - ständig wurde gehupt und auch die Bremse wurde immer wieder gut genutzt. Aber das wichtigste war, dass wir gut ankamen, und da wir einen faulen Strandtag vor uns hatten, machte uns der Schlafmangel nicht wirklich viel aus. In meinem Reiseführer wurde Nha Trang wie das Mallorca von Vietnam dargestellt, mit Partys und Alkohol rund um die Uhr. Zum Glück war es aber viel ruhiger als erwartet, mit einem schönen breiten Strand, vielen Liegestühlen zum mieten und einer Strandpromenade. Nha Trang ist ein bisschen ein Schlaraffenland, man muss eigentlich nie von seiner Strandliege aufstehen. Kaum denkt man an etwas, dass man gerne hätte (ein bisschen Obst, etwas zu trinken…), kommt schon jemand, der es verkauft, natürlich zu etwas überhöhten Preisen. Das einzige Problem bei der Sache war, dass die Verkäufer auch kamen, wenn wir nicht gerade an etwas dachten - man braucht also etwas Geduld und ein bisschen Humor. Am Nachmittag zieht es auch viele Einheimische an den Strand, für ein kleines Bad oder um einfach auf den Bänken zu sitzen und die Brise zu genießen. Unser Hotel war in einer weniger touristischen Gegend und am Abend fanden wir ein gutes Restaurant, einen Barbecue-Garten. Wir waren schon in einem ähnlichen Lokal in Saigon und fanden es sehr lecker. Man bestellt einfach sein Fleisch und dann wird es eingelegt serviert, zusammen mit einem kleinen Grill für den Tisch, auf dem man dann alles selber zubereitet. Es schmeckt wirklich gut und macht Spaß, wenn es auch eine etwas schwitzige Angelegenheit ist. Wir versuchten alles so wie die Vietnamesen zu machen, sogar beim Umdrehen des Fleisches benutzten wir Stäbchen. Das einzige, wozu wir uns nicht bringen konnten, war den Müll auf den Fussboden zu werfen, wie die Vietnamesen um uns herum... An unserem 2. Tag in Nha Trang besuchten wir die alten Cham Tempel, Hindutempel aus dem 10. Jahrhundert. Die Cham waren Zeitgenossen der Khmer und herrschten über Südvietnam. Obwohl die Tempel nicht annähernd so beeindruckend waren wie die in Angkor, fand ich es doch faszinieren zu sehen, welchen weiten Einfluss indische Kultur zu dieser Zeit hatte. Unser Spaziergang zu den Tempeln war nett, denn der Weg führte an dem kleinen Fischerhafen vorbei, wo die Fischer fleißig dabei waren, Calamaris und andere (unidentifizierbare) Sachen zu trocknen.
Am Abend fuhren wir, wieder mit einem Schlafbus, nach Hoi An, Vietnams touristischster Stadt. Hoi An ist eine alte Handelsstadt, von chinesischen und japanischen Händlern erbaut. Heute steht die Altstadt unter dem Schutz der UNESCO und ist wirklich hübsch. Wir besuchten einige der alten Gebäude, unter anderem einen chinesischen Familientempel. Hoi An hat auch einen wunderbaren weißen Strand in der Nähe, den wir einfach mit dem Fahrrad erreichten und wo wir uns gut erholten. Die Hauptaktivität der meisten Touristen besteht allerdings im Einkaufen, vor allem von maßgeschneiderten Anziehsachen, die über Nacht zu billigen Preisen genäht werden. Auch wir verfielen in einen Einkaufsrausch, nur gut, dass es zu heiß war, um über die schönen Wintermäntel nachzudenken. Aber auch so kam genug zusammen, es wurde schon fast stressig, die Anproben und Abholungen zu koordinieren und zum Schluss musste ich schon wieder ein Paket nach Hause schicken. Hoi An war Eileens letzter Ort, bevor sie schon wieder nach Hause musste, so war ich also wieder alleine.
Weiter ging es nach Hue. Für mich ist es ein bisschen das Dresden von Vietnam. Die Könige errichteten hier Paläste und Mausoleen, jedoch wurde sehr viel zuerst von einem großen Feuer, später durch Kriegsbomben zerstört. Heute ist man allerdings daran, vieles zu restaurieren, vor allem im ehemaligen Königspalast. Wie so viele Dinge in Vietnam wurde auch die Architektur des Palastes sehr von der chinesischen Architektur und Kultur beeinflusst, der Palast ist der Verbotenen Stadt in Peking nachempfunden. An meinem 2. Tag in Hue machte ich eine Motorradtour durch die Umgebung mit, ich saß hinten und mein Führer fuhr. Es war ein schöner Ausflug, obwohl es wie erwartet ein paar haarige Momente auf der Straße gab. Wir besuchten unter anderem ein Kloster und ein königliches Mausoleum. Am Abend nahm ich wieder mal Platz im Schlafbus und fuhr nach Hanoi. From Saigon me and Eileen took a sleeper bus to get to Nha Trang, Vietnam's biggest beach town. The sleeper bus was quite an adventure, there were actually beds to lie down. Even though more comfortable than a normal bus, it was not like a real bed - they were too narrow and short and the driving style of the bus did not really help (lots and lots of honking and he wasn't shy about using those breaks). But we made it and with a lazy day on the beach ahead of us we didn't mind too much about the lost sleep. Reading my travel guide I had expected Nha Trang to be something like the Mallorca of Vietnam, with parties & booze everywhere, all the time. Luckily it didn't live up to it, I thought it was quite pleasant, with a wide beach, lots of sun loungers for rent for the day and a nice beach promenade. Also it's made for really lazy people - as soon as you think of something you would like (e.g. some fresh fruit or a drink) somebody is there to sell it to you (to inflated prices, though). The only thing is they are also there when you don't think of it... so a bit of patience and good humour is needed. In the afternoon all the locals go to the beach as well and enjoy a swim or just sit around on a bench. Our hotel was in the less touristy part of town and in the evening we found a wonderful local restaurant, a barbecue garden. We had been to something similar in Saigon already and really enjoyed it. Basically you order your meat and then they bring a grill for your table and marinated meat and you do it yourself. It's very good food and lots of fun, even though a bit hot. We tried to blend in as good as we could, even attempting to use sticks to turn the meat. The one thing we could not bring ourselves to was to throw all the rubbish on the floor like the Vietnamese did... On our 2nd day in Nha Trang we visited the ancient Cham towers, some old Hindu temples from the 10th century. The Cham were contemporaries of the Khmer in Cambodia and ruled over most of South Vietnam during that time. Even though the temples were not nearly as impressive as the ones in Angkor, it was still interesting to see how far Indian influence reached during this time. We had a nice walk to visit the temples, along the small harbour where fishermen were drying squid and other (unidentifiable) things. In the evening we took another sleeper bus to Hoi An, probably Vietnam's most touristy town. Hoi An is an old trading town, built by Chinese and Japanese merchants. It's now a UNESCO protected town and quite pretty to stroll around. We visited some old buildings including a Chinese family chapel and some temples. Hoi An also has a wonderful white sand beach nearby which we reached by bicycle and found to be pretty and relaxing. But the main past-time for tourists has to be shopping - there are dozens (maybe hundreds) of tailors there which will tailor a suit or anything else overnight for not much money. We went a bit shopping crazy (it got almost a bit stressful to arrange all the try-on sessions and pick-ups), luckily it was too hot to start thinking about the beautiful winter coats they were making everywhere. But even though, I bought enough to send yet another package home. Hoi An was Eileen's last stop before going back home, so I was on my own again. Next stop was Hue. To me it's a bit the Dresden of Vietnam. Formerly it was the Royal City, the Nguyen emperors had built fancy palaces and tombs in and around Hue, but a lot of it got destroyed in a fire and later by bombing during the war. Nowadays, though, there is a lot of construction going on, especially on the former palace grounds. Like a lot of things in Vietnam, the palace design was heavily influenced by Chinese architecture and believes and actually resembled once the forbidden city in Beijing. Now they are restoring a lot and some of the building already look very well kept again. On my 2nd day in Hue I signed up for a half-day motorcycle tour, it was me on the back with my guide driving. It was a nice half day (even though a few scary moments on the bike), we visited some of the sites around Hue including a monastery and the royal tombs. In the evening I got on yet another night bus to get to Hanoi, where I'm at the moment exploring this pretty city.
Von Siem Reap fuhr ich mit dem Boot über Südostasiens größten Süßwassersee, den Tonle Sap, um nach Battambang zu kommen. Es war eine sehr schöne Art zu reisen und auch interessanter, als ich erwartet hatte. Die erste Überraschung kam gleich am Morgen, als ich vom Minibus-Shuttle abgeholt wurde, denn wir spielten das "lustige" Spiel: "Wie viele Leute passen in dieses Gefährt?" (Antwort: 17 in einen Minibus für 9 Mitfahrer). Wir brauchten eine Weile bis wir am See waren, denn es war gerade Trockenzeit und zu dieser ist der See wesentlich kleiner und der Hafen weiter von Siem Reap entfernt als während der Regenzeit. Endliche angekommen stiegen wir auf ein recht komfortables Boot um und fuhren zuerst über den See und dann später den Battambang Fluss entlang. Auf dem Weg kamen wir an mehreren schwimmenden Dörfern vorbei, sie waren komplett mit Häusern (manchmal sogar mit Garten), schwimmenden Märkten, 2 schwimmenden Schulen und sogar einer schwimmenden Kirche. Überall winkten und grüßten die Kinder, so konnte es überhaupt nicht langweilig werden. Nach 3h wurde der Fluss allerdings immer schmaler und flacher und letztendlich mussten wir auf einen Pick-up Truck umsteigen, der uns den Rest des Weges 2h nach Battambang fuhr. Als wir auf den Pick-up aufstiegen, spielten wir wieder das nun bekannte Spiel (Antwort: 15 und zwei Fahrräder passen auf die Ladefläche) und dann ging es über eine furchtbare Holperpiste Richtung Battambang. Zum Anfang war es noch lustig, doch schon nach kurzer Zeit wurde es richtig anstrengend, weil ich mich krampfhaft festhielt um die Balance zu halten und nicht herunterzufallen. Zum Glück kamen wir in einem Stück in Battambang an. Es ist zwar Kambodschas zweitgrößter Stadt machte aber einen recht provinziellen Eindruck. Wir unternahmen einen netten Abendspaziergang und fuhren am nächsten Tag mit dem Bus in die Hauptstadt weiter.
Phnom Phen ist nicht wirklich eine schöne Stadt, dafür ist es zu dreckig. Jedoch herrscht der Charme vergangener Zeiten. Es gibt viele Häuser, die in den 40iger - 50iger Jahren im Art Deco-Stil gebaut wurden, außerdem einigen alte französische Villen, eine Flusspromenade und den Königspalast. Abendliche Spaziergänge in der Umgebung des Hotels machten Spaß, überall spielten die Kinder auf der Straße Federball oder liefen einfach so herum und viele kleine Straßencafes waren am Abend offen. Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Phom Phen ist eher traurig, das S-21 Museum dokumentiert die Greultaten der Khmer Rouge Mitte der 70iger Jahre. Es war ein sehr bewegender aber auch schrecklicher Besuch, vergleichbar mit einem Besuch in einem der Konzentrationslager in Deutschland. Das Museum war früher eine Schule und später ein Foltergefängnis für politische Gefangene. Wenn man durch das Gebäude läuft, sieht man tausende Fotos mit den Gesichtern der Gefangenen, aufgenommen an ihrem ersten Tag im Gefängnis - alle 18.000 dieser Gefangenen, außer 7, wurden später getötet. Es scheint, als gäbe es keine richtige Regel, wer eingesperrt wurde: es waren Intellektuelle aber auch Bauern, ehemalige Regierungssoldaten doch auch Khmer Rouge Soldaten, viele Kinder und alte Menschen. Ich hätte im Anschluss an den Museumsbesuch auch noch zu den Killing Fields außerhalb Phnom Phens fahren können, wo die Gefangenen hingerichtet wurden, aber mir reichte es. Der nächste Tag war dann auch etwas fröhlicher, ich besuchte den Königspalast mit angeschlossener Silberpagode und ein paar der lebhaften Märkte.
Nach einigen Tagen in Phnom Phen war es Zeit, nach Vietnam weiter zu fahren und meine Freundin Eileen in Saigon zu treffen. Saigon ist eine sehr dynamische Stadt, mit dem verrücktesten Verkehr, den ich jemals gesehen habe. Überall Mopeds! Wir fanden es so beeindruckend, dass wir etwa ½ h damit verbrachten, von einer Verkehrsinsel aus zuzuschauen und Fotos zu machen. Saigon hat keine wichtigen Sehenswürdigkeiten, ist aber eine interessante und chaotische Stadt und es machte uns Spaß, durch die Straßen zu schlendern, den typischen Eiskaffee zu trinken und in den Läden zu stöbern. Übrigens wurde ich hier wieder Millionär... der Umtauschkurs ist sogar noch höher als in Laos. Aber dummerweise ist es hier noch einfacher, das Geld auszugeben, denn es gibt wirklich viele schöne Sachen.
Von Saigon aus organisierten wir eine Tour durchs Mekongdelta, wir buchten sie über ein kleines Reisebüro. Unsere 4-köpfige Gruppe fuhr, zusammen mit unserer sehr netten Reiseleiterin, für 2 Tage ins Delta. Höhepunkte waren eine Fahrradtour entlang von Kanälen, durch Reisfelder und unter Kokospalmen entlang, auch kosteten wir die berühmten Kokosnußbonbons der Region, besichtigten einige typische Fabriken (eine Reismühle und eine Ziegelei) und wurden von buddhistischen Mönchen (und später Nonnen) zum Tee eingeladen. Das Beste war aber die Übernachtung im Haus einer vietnamesischen Familie, wo wir am nächsten Tag auch das Mittagessen mit vorbereiteten. Es gab Frühlingsrollen, die gar nicht so einfach zuzubereiten waren und missbilligende Blicke der Frau des Hauses ernteten. Was uns auch sehr gefiel, war unser morgendlicher Ausflug auf den schwimmenden Markt. Der ist eher für Großhändler, die den Bauern ihr frisches Gemüse und Obst abkaufen. Später gingen wir noch auf den normalen Markt im Ort, wo es viele interessante Dinge gab, wie zum Beispiel fette Kröten und Wasserschlangen in der Lebensmittelecke. Es war ein toller Ausflug und dank unserer guten Reiseleiterin bekamen wir einen guten Einblick in das vietnamesische Leben. From Siem Reap I took a boat to cross Southeast-Asia's largest lake, the Tonle Sap to get to Battambang. It was a very nice journey and more interesting than I had thought. The first surprise happened in the morning, when the mini-bus shuttle to the port came to pick me up, as we were playing the fun Asian game of "how many people can we fit into this vehicle?" (answer: 17 into a mini-van made for 9 passengers). To get to the lake took a while, as it is dry season it is a lot smaller and the port much further from Siem Reap than during the rainy season. We got onto a fairly comfortable small boat and took off across the lake and later the Battambang river, passing a number of large floating villages. There was a whole infrastructure on the water,we passed floating houses (some with garden), floating markets, 2 floating schools and even one floating church. Everywhere the kids were shouting hellos and waving, so there was no chance to get bored. 3 hours into the trip the river became smaller and smaller, and also much more shallow and at some point we had to stop and get onto a pick-up truck which shuttled us the rest of the way (2hours) to Battambang. Getting onto the pick-up we played the famous game again (answer: 15 on the back of the truck) and took the worst dirt-track you can imagine. The first few minutes it was fun but then it got just exhausting, especially as I was really holding on to the truck to keep my balance with all those holes on the road. Luckily we made it safely to Battambang, Cambodia's 2nd largest city but really a backwater compared to Phnom Phen. We had a pleasant evening stroll along the streets and then took the bus to the capital the next day. Phnom Phen is not exactly a nice city (too dirty for that) but it has a certain charm. There are many houses built during the 40s -50s in Art Deco style and also a few French building, a riverside promenade and the king's palace. What I really enjoyed was walking through the neighbourhood near our hotel, in the evening all the kids are out playing badminton or just running around and lots of little street side cafes set up. One of the most famous places to visit in Phom Phen is the s-21 museum, which documents the torture regime of the Khmer Rouge during their reign in the mid-70's. It was a very moving but really awful place to visit, something similar to a visit to a concentration camp in Germany. The museum used to be a school and later a prison for political prisoners. When you walk along the buildings you see the individual photos of thousands of prisoners taken by the Khmer Rouge and tortured at the prison - all of the 18,000 prisoners but 7 were killed. It seems like there was no rule to who was imprisoned as it was all sorts of people from intellectuals to farmers, former government soldiers to Khmer Rouge soldiers, lots of children and also really old people. I could have visited the Killing Fields outside of Phnom Phen, where most of the prisoners were executed (oftentimes by hand as ammunition was too precious) but I had seen enough for a day. The next day was happier with a visit to the kings palace and the Silver Pagoda and the buzzing market. After 3 days in Phnom Phen it was time to get to Vietnam and to meet up with my friend Eileen in Saigon. Saigon is a energetic city with some of the craziest traffic I have ever seen. Motorbikes everywhere! We actually spent half an hour ''sightseeing'' and taking pictures from a small traffic island on one of the busier roads. Saigon has few major sights but it's an interesting city and we enjoyed walking around, drinking the local ice-coffee and shopping in the many stores! By the way, I'm a millionaire again... the exchange rate is even higher then in Laos. But, unfortunately, it is also easier to part with the money here than in Laos as there are just too many nice things to buy. From Saigon we organised a Mekong Delta tour, we booked it trough a small travel agency and our group of four people and our excellent Vietnamese travel guide took off for two days. Highlights were our bike ride around canals, rice paddies and coconut trees, tasting local coconut candy and other Vietnamese foods, visiting some local factories (like a rice mill and a brick factory) and being invited by Buddhist monks (and later nuns) for tea. The best part though was a homestay with a local family where we also helped to cook lunch on the next day, we made spring rolls (it's not as easy as it looks). Also I loved our morning boat ride to the floating wholesale market where all sort of fresh produce are traded and our later visit to the towns local market where loads of interesting things were on sale, including big fat frogs and water snakes in the food section. It was a great trip and going with a local guide and staying with a family really gave us much more an insight into Vietnam.
Von Bangkok aus fuhr ich auf die hübsche kleine Insel Koh Mak, in der Nähe der kambodschanischen Grenze. Die Insel ist ziemlich klein, man kann problemlos von einer Seite auf die andere laufen und es geht sehr relaxt zu. Es gibt nur einige wenige Bars und kleine Bungalowresorts. Meins war toll, ich hatte eine hübsche kleine Hütte direkt am Strand mit super Ausblick. Es war so nett, dass ich 2 Tage länger als geplant blieb, aber dann raffte ich mich doch auf, um nach Kambodscha weiter zu reisen.
Ich fuhr mit einem Touristenbus - zuerst mit einem klimatisierten Minibus zur Grenze, wo wir einen langen Stopp einlegten, bevor wir dann die Grenze überquerten. In der Grenzstadt standen mehrere riesige Kasinos, ansonsten war es aber ziemlich staubig und hässlich. Wir wurden dann in einen alten Bus gepfercht und weiter ging es über eine äußerst holprige und staubige Straße nach Siem Reap. Natürlich nicht, ohne einen weiteren langen Stopp einzulegen, denn die Busfirma will sicher gehen, dass die Touristen bei der Ankunft so müde und fertig wie möglich sind, damit sie auch in dem Hotel bleiben, wo der Bus anhält (praktischerweise über 1km von allen anderen Backpackerhotels gelegen, damit niemand auf die Idee kommt, noch herumzulaufen und was anderes zu suchen). Als wir endlich gegen 22.30 Uhr ankamen, war ich dann auch müde genug, um in dem Hotel zu bleiben (war sauber und billig, warum also nicht). Am nächsten Morgen machte ich mich auf die Suche nach einem mir empfohlenen Hotel - wurde aber erst mal ausgefragt, wo ich den hingehe und als ich dann aus-checkte, wurde ich dann auch nicht auf die freundlichste Art verabschiedet. Es war aber eine gute Entscheidung, denn das neue Hotel gefiel mir super. Der freundliche Schweizer Besitzer gab mir viele Tipps zur Besichtigung von Angkor (dem Grund, nach Siem Reap zu kommen), denn es gibt soviel zu sehen, das eine Besichtigung der verschiedenen Anlagen an einem Tag gar nicht zu schaffen ist.
Der berühmteste Tempel ist Angkor Wat, aber es gibt noch zahlreiche andere Ruinen, die über ein großes Areal verteilt liegen. Ich verbrachte 3 Tage mit der Besichtigung der Tempel. Da ein Fahrrad im Zimmerpreis inklusiv war, erkundete ich zwei Tage lang mittels Fahrrad (zwar anstrengend bei der Hitze, aber gut, da man wirklich individuell herum kommt) und einen Tag mit einer Motorradrikscha, um auch zu den weiter entfernten Ruinen zu kommen. Angkor hat eine schöne Mischung an Tempeln, manche sind restauriert und andere eher noch so, wie sie von den Franzosen aufgefunden wurden, von Bäumen überwuchert mitten im Dschungel. Diese sind sehr stimmungsvoll, aber auch die restaurierten haben mich beeindruckt, vor allem durch ihre Größe und die vielen detailierten und interessante Steinmetzarbeiten.
Das Königreich von Angkor hat vom 9. - 15. Jh. bestanden, es entstanden und verfielen mehrere Städte (Angkor Wat, Angkor Thom etc.) bis es nach Überfällen durch die Thailänder schließlich verfiel. Die Tempel erinnern mich sehr an Indien, da sie größtenteils Hindutempel sind und direkt von der indischen Architektur beeinflusst wurden, obwohl sie viele Eigenheiten haben. Auch die ständige Belagerung durch Verkäufer von Tüchern, Getränken, Postkarten, Büchern... hat mich an Indien erinnert. Es sind vor allem Kinder, die hier verkaufen, ihre Familien glauben scheinbar, dass sie die besseren Verkäufer sind - sie sind auf jeden Fall sehr ausdauernd. Kambodscha ist viel ärmer als Thailand, und obwohl in Siem Reap ein Touristenboom herrscht, fließt nur wenig Geld an die Kambodschaner. Fast alle Hotels gehören ausländischen Gruppen. Sogar Angkor wird angeblich von einer internationalen Hotelkette gemanagt, die mit den Einkünften machen kann, was sie will. Nur wenig fließt an die Einheimischen oder in die lokale Infrastruktur. Siem Reap an sich ist hat aber ein paar nette Ecken, es gibt ein niedliches kleines altes französisches Viertel, sehr touristisch aber hübsch, voller Restaurants und Läden. Man findet allerdings auch viele kleine Essensstände, die verkaufen dann Nudelsuppe und gebratenen Reis, aber auch kambodschanische Köstlichkeiten wie ganze Schweinezunge und gebratene 10 cm lange Käfer (nein, ich habe sie nicht probiert).
After leaving Bangkok I spent a few days at the lovely little island of Koh Mak, near the Cambodian border. It's pretty small, I could easily walk to the other side of the island and it's very relaxed. There are only a few bars and lots of nice little bungalow resorts. Mine was great, I got a cute little cheap hut right on the beach with a beautiful view. It was so nice in fact that I stayed two extra days, but then I made myself leave to go to Cambodia. I took the tourist bus - first by a comfortable air-con mini-bus to the border where we took a long break before actually crossing. On the other side were loads of Casinos and a dusty border town, we were herded onto an old bus and went along an incredible long and dusty road all the way to Siem Reap. Of course we took another long break - the company wants to ensure the tourists arrive as late and tired as possible in town so we stay at the hotel where the bus stops (conviniently located about 1km from all the backpacker hotels). Well, I was tired enough to stay the night when we finally got there at 10.30 (it was clean and cheap so why not). Next morning I searched for another guesthouse that I had been recommended, but could not leave the hotel without being questioned where I was going etc. More questioning followed when I checked out... but it was worth it as the new place was great with a friendly Swiss owner who gave me lots of valuable tips for visiting the ruins of Angkor (the reason to come to Siem Reap). It's sometimes quite imporatant to get the right timing as otherwise one might be stuck with loads of big groups whereas at other times you can have the ruines almost to yourself. There is lots to see, the most famous temple is Angkor Wat but there are so many more to visit, scattered over quite a large area. I spent 3 days visiting the ruines, as a bicycle was included with the room price two days I went by bike (quite exhausting with the heat but great to get around individually) and one day by moto - rikshaw to the temples further away. It's a nice mix of temples, some have been restored quite a bit and others left more or less as they were found by the French - covered with huge trees in the midst of the jungle. They are very athmospheric, but some of the restored ones are really impressive as well due to their size and also the many details - a lot of them have very beautiful carvings. Angkor exisited between the 9th and 15th century, giving rise and decline to several cities (like Angkor Wat, Angkor Thom etc) but after being sacked by the Thais it was abandonded and taken by the jungle. The temples remind me a lot of India - they are mainly Hindu temples and the architecture was directly influenced by India, even though some features are very unique. Also the constant hassle to buy scarfs, drinks, postcard, books... felt a lot like India. It's mainly small kids that sell here, it seems there families regard them as the better sales people - they certainly are very insisting. Cambodia is a lot more poor than Thailand, even though there seems to be a hotel boom in Siem Reap I've been told they are almost all foreign owned, little goes towards the local economy or infrastructure. Angkor is even managed by a foreign hotel group who can do with the profits as they please! But Siem Reap is quite nice in parts, it has a cute little old French quarter with lots of restaurants and shops, very touristy but pleasant. There are also numerous local food stalls, some selling noodle soup or fried rice but also more interesting local things like whole pigs tongue or fried 10cm long bugs (no, I didn't try them). So far Cambodia is pretty interesting, I have another week time to explore.