Monday, December 24, 2007

Noch mehr Paläste in Rajasthan

Auf dem Weg nach Udaipur blieben wir 2 Tage in dem kleinen Ort Ranakpur, welcher weit entfernt aller Hauptstraßen und somit schön ruhig war - eine willkommene Abwechslung nach den lauten Städten, die wir besucht hatten. Wir besichtigten den schönen Jain Tempel (Jainismus ist wieder eine andere Religion Indiens), welcher ganz aus Marmor gebaut wurde und wunderbar verziert ist. Am nächsten Tag wanderten wir durch ein Naturschutzgebiet zu einem abgelegenen Hindutempel (eigentlich eine heilige Höhle). Auf unserem Weg sahen wir kaum Tiere, aber da wir viele Pantherspuren sahen, war es vielleicht besser so. Dafür gab es bei der Höhle mehr als genug Affen, welche darauf warteten, gefüttert zu werden (eine Lieblingsbeschäftigung mancher Inder). Uns war etwas unwohl, weil sie so nahe waren... und als die Affen merkten, dass sie von uns kein Essen bekommen würden, klauten sie in einer Überraschungsattacke unsere Kekse, die wir gerade geöffnet hatten.
Mit dem Bus, welcher voll mit Männern in bunten Turbanen und Frauen mit riesigen Nasenringen war, ging es dann nach Udaipur. Die Stadt scheint Rajasthans touristischster Ort zu sein, für Inder und Ausländer aller Budgets. Mit dem von Hügeln umgebenen See, seinen Palästen und alten Häusern sieht es sehr romantisch aus. Auch wurde hier Teil des James Bond Films Octopussy gedreht, ich kann mich allerdings nicht an die betreffenden Szenen erinnern. Wir spazierten etwas herum, liehen uns ein Tretboot für eine Rundfahrt auf dem See aus und genossen die Sicht von unserer Hotelterasse. Es war wohl das schönste Hotel, in dem ich in den letzten Monaten war, direkt am See und mit vorzüglichem indischen Essen (das gleiche, was die Familie, die das Hotel betreibt, isst). Wir besichtigten auch den Palast, aber Tobias und ich waren uns einig, dass er nicht so interessant wie die anderen war. Vielleicht kam es uns nur so vor, weil es durch die vielen Touristen nicht so eine schöne Atmosphäre war.
Vom touristischen Udaipur ging es weiter in das abgelegene Bundi, eine kleine Stadt mit einem verlassenen Palast. Im Palast bewunderten wir einige von Rajasthans berühmtesten Wandmalereien (aus dem 16.-17. Jh.), sie waren zum Teil sehr gut erhalten, vor allem wenn man sieht, wie verfallen der Palast teilweise ist. Affen, Schweine und Ziegen liefen frei herum und wir sahen nur wenige Touristen. Ansonsten gab es in Bundi nicht so viel zu sehen, wir liefen durch die Gassen und über den Markt und beobachteten die Leute.

Nach 1 1/2 Tagen ging es weiter nach Mumbai (Bombay). Was für ein Unterschied zu Rajasthan! Rajasthan ist alt und manchmal, mit den alten Städten, Palästen und traditionellen Leuten, fast wie aus dem Märchen. Mumbai ist neu und modern, mit hohen Häusern und ein paar Gebäuden aus der Kolonialzeit. Obwohl es relativ wenig zu besichtigen gibt, hat es mir in der Stadt gefallen. Viel moderner als irgendwo anders in Indien sieht man viele Leute in moderner Kleidung und die ganze Stadt wirkt westlicher. Man kann aber trotzdem nicht vergessen, wo man ist - sobald es mal etwas unbebautes Land gibt, steht dort ein Slum, sogar zwischen teuren Wohnungsblöcken. Wir liefen am Wasser entlang zu einem von Mumbais kleinen Stränden, die Menschen kommen dorthin, um sich mit Freunden zu treffen oder für ein Picknick, zum Baden ist es allerdings zu verschmutzt. Wir spazierten auch durch die Kolonialgegend, typisch für die britischen Gebäude dieser Epoche und gönnten uns an unserem letzten Abend ein tolles indisches Essen in einem guten Hotel. Am 22. hieß es dann Abschied von diesem interessanten und verrückten Land nehmen, denn es ging nun weiter nach Singapur.

On our way to Udaipur we stopped for 2 nights in a tiny village called Ranakpur, it was far off the main roads and very quiet - a nice change to all the noisy cities we have been to. We visited the marvellous Jain Temple (yet another religion in India) which is built from marble and has beautiful carvings everywhere. We also went on a hike through a nature reserve to a Hindu cave temple but we hardly saw any animals - but judging from the many panther footprints this might have been a good thing! But at the cave there were lots of monkeys hanging around waiting to get fed (the Indians feed them...), we didn't really like them so close but as we didn't have any intention of feeding them they stole our biscuits and waited for us to produce some more food. .. We took yet another local bus full with men wearing colorful turbans and women with huge nose rings and arrived in Udaipur. This is probably Rajasthan's most developed tourist town, catering to Indian and foreign tourists on all budgets. With it's lake and the surrounding hills, palaces and old houses it looks quite romantic. It's also famous because one of the James Bond movies - Octopussy- was partly filmed here (but I can't remember anything from the movie). We strolled around a bit, took a boat for some paddling on the lake and enjoyed the view from our hotels rooftop. This was probably the nicest hotel I have stayed at in the past few months, right on the lake and serving excellent home-cooked Indian food every night. We also went to the palace but me and Tobias agreed that this was the least interesting of the ones we have seen, maybe this was due to the huge amount of tourists visiting which spoiled the atmosphere a bit. From touristy Udaipur we went to backwater Bundi, a small town with an abandoned fort. The fort has some of Rajasthan's finest wall paintings ( from the 16th - 17th century) and they were pretty good preserved considering the shape of the palace. Monkeys, pigs and goats freely roamed the grounds and only a handful of tourists visited. Otherwise there was not too much to see in Bundi, we walked through the streets and the market and just watched people going about their daily business.

No comments: