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Von Jaipur ging es nach Agra, wo ich die nächsten drei Tage verbrachte. Der Hauptgrund um dort hinzufahren war natürlich das Taj Mahal, doch vorher schaute ich mir ein paar andere Sachen an. Zur Zeit der Mogule (die islamischen Könige, die Indien seit dem 16. Jh. regierten) war Agra eine der wichtigsten Städte in Indien. Etwa 1h von der Stadt entfernt gelegen besuchte ich Fathepur Sikri, die Hauptstadt König Akbar. Die Stadt und vor allem der Palast wurden im 16. Jh. in großem Pomp erbaut, jedoch schon nach wenigen Jahre wegen Wassermangels wieder verlassen, so dass Fathepur Sikri heute eher ein großes Dorf ist. Außer den gut erhaltenen Ruinen des Palastes gibt es eine große Moschee, welche nach dem Vorbild der berühmten Moschee in Mekka erbaut wurde. Sie ist heute eine Pilgerstätte, weil einer der größten Sufi-Heiligen hier begraben liegt und somit sehr aktiv. Das war interessant für mich, da ich zuvor noch nie in einer Moschee war und dass erste Mal Gebete und Rituale live beobachten konnte. Zurück in Agra schaute ich mir dann Akbars Mausoleum an, wieder ein Vorgänger des Taj Mahals, ziemlich groß und mit einem angeschlossenen Park, wo sogar Rehe frei herumliefen. Es war Akbars Enkel, welcher das Taj Mahal als Grabstätte für seine Lieblingsfrau bauen lies. Ich besuchte das Taj am frühen Morgen und war beeindruckt. Nicht grundlos ist es so berühmt. Das Taj Mahal ist ein wunderschönes Gebäude, ganz aus Marmor gebaut und mit sich änderndem Licht ändert sich die Farbe des Gebäudes, von Rosa zu strahlendem Weiß.
Ich war froh, Agra hinter mir zu lassen, denn es war wirklich zu heiß und außerdem keine schöne Stadt. Ich fuhr mit dem Zug etwas weiter südlich, zu einem kleinen Dorf namens Orcha. Dort gab es wieder Palastruinen zu besichtigen, aber in einem ganz anderen Stil. Zwischen Bäumen und Feldern gelegen sind einige der nicht so interessanten Ruinen bewohnt und alles erinnerte mich etwas an das Dschungelbuch, es gab auch genug Affen, die in den Ruinen herumturnten. Im Gegensatz zu Agra waren nur sehr wenige Touristen in Orcha und so war es ein guter Ort, um etwas vom Dorfleben mitzubekommen. Den ersten Abend war Ganescha-Fest (der Gott mit dem Elefantenkopf), es wurde mit Prozessionen zum Fluss gefeiert (manche zu Fuß, andere auf LKWs). Den nächsten Abend besiegte Indien bei der Cricket Weltmeisterschaft Pakistan, wieder Grund zum feiern, dieses Mal fuhren LKWs mit Lautsprechern vorbei, die laute Musik spielten, auch gab es viele Freudenschüsse.
Als nächstes ging es weiter zu einem anderen kleinen Ort, Khajuraho. Dort stehen Tempel aus dem 10-12 Jh. die zum Weltkulturerbe gehören. Von Touristen werden sie oft als Kamasutra-Tempel bezeichnet, weil es viele explizite erotische Abbildungen gibt (manche auch etwas eklig, ich sage nur es hat ein Pferd einbezogen). Diese Skulpturen sind aber eigentlich nur eine Minderheit, die meisten zeigen Götter oder Alltagsszenen, wie z.B. badende Frauen, Musiker, Elefantenkämpfe, in den Krieg ziehende Soldaten. Mir hat es sehr gut gefallen, auch weil die Umgebung ein schöner Park mit vielen Blumen und Schmetterlingen ist. Das war sehr entspannend, denn der kleine Ort Khajuraho bestand vor allem aus Hotel und Läden und da es noch Nebensaison war und somit nur sehr wenige Touristen dort waren, konzentrierten sich einige der Verkäufer voll auf mich und gingen mir dann doch etwas auf die Nerven. I spent three days in Agra, the main sight is obviously the Taj Mahal but I spent a few days also seeing a few other sights. Agra was the main city for the most important Moghul rulers (the islamic kings who governed most of north India from the 16th century onwards) and I went to see Fathepur Sikri, the capital King Akbar (the founder of the dynasty) built for himself but abandond a few years later. Apart from the well-preserved ruines of the palace there is a Mosque which is very much alive with pilgrims and people coming to pray - very interesting as I had never been inside a mosque before. I also went to see Akbar's Mausoleum, another pre-Taj building, quite big with a park and lots of deer around. Akbar's grandson built the Taj Mahal when his favourite wife died. I went to see it early in the morning and it's definetly famous for a reason - it's a beautiful building all made out of marble which sparkles in the sun. The next day I was happy to leave Agra as it was really hot and also not a nice city at all. I went a bit further south to a small village called Orcha, where there are also some ruined palaces but a very different style this time. Set amidst trees and fields and some of the less important ruines inhabited by families it has a bit of "Dsungelbook feeling", there were even monkeys jumping around. Also much less touristy it was a nice change and it was a good place to observe village life a bit. The first evening there was Ganesha festival(that's the elephant-headed Hindu - God) celebrated with processions down to the river (some on foot, some on trucks). Next evening India won the cricket worldcup against Pakistan - party time again this time with trucks driving around with loudspeakers playing bollywood music and also gun salutes here and there.Then it was on to another little town called Khajuharo, it's a world heritage site because of some 10 - 12th century temples famous for their beautiful sculptures. A lot of travellers call it the Kamasutra temples as it has some quite explicit sexual images(some of them a bit gross actually, I will only say it involved a horse) but it's actually just a small percentage of all the carvings. Most depict the gods and everyday scenes like women bathing, musicians,elephant fights, soldiers going to war etc. I really enjoyed it, last but not least because the surrounding area has been turned into a park with lots of flowers and bushes and butterflys. It was pretty relaxing as the little town of Khajuraho consists mainly of shops and hotels and as we are still out of season the sales pitches are really getting on my nerves, they simply don't stop. But today it's on to Varanasi and who knows, thinking back I might remember Khajuharo as a quaint little village.
Aus den kühlen Bergen kam ich nach einer acht-stündigen Reise in einem sehr vollen Bus in Amritsar an. Dort steht der Goldene Tempel der Sikhs, ein Heiligtum zu dem Pilger aus dem ganzen Land anreisen. Ich und eine Russin beschlossen, es wie die Sikhs zu machen und in der Gurudwara, der Pilgerunterkunft, zu übernachten. Es war sehr billig (nur eine Spende) und interessant, jedoch sehr spartanisch, heiß und nicht allzu sauber (als ich eine Maus über unser nicht besonders sauberes Bett laufen sah, bekam ich doch meine Zweifel). Außerdem schliefen etwa 20 Leute direkt vor unserer Tür - indische Pilger, die kein Zimmer mehr abbekommen hatten oder einfach bevorzugten, im kühleren Innenhof zu schlafen. So war es mit dem auf die Toilette gehen gar nicht einfach, denn wir mussten jedesmal vorsichtig über die Menschen drübersteigen, die aber zum Glück ganz freundlich waren. Das Gute an der Sache war, dass wir gleich neben dem Tempel übernachteten und es am nächsten Morgen nicht weit hatten. Wir standen in der Dämmerung auf und waren sofort von der Schönheit des Tempels und der Stimmung im Gelände beeindruckt. Nachdem wir am Eingang unsere Füße waschen und die Köpfe bedecken mussten, konnten wir frei herumlaufen. Überall konnte man die mystische Gebetsmusik hören und wir setzten uns eine ganze Weile hin um die Leute zu beobachten. Es waren viele Sikhs in traditioneller Kleidung da, mit Turban, langem Bart und Schwert, sie sahen zwar etwas gefährlich aus, waren aber freundlich. Später waren wir dann im Speisesaal umsonst (wie alle anderen) essen. Dort saßen alle gemeinsam auf dem Fussboden und es wurden Brot, Linsen, Gemüsecurry und sogar eine Süßspeise ausgeteilt. Sehr lecker... Für die Sikhs ist dieses gemeinsame Essen ein wichtiger Bestandteil ihrer Religion, denn damit wird gezeigt, dass es keine Kastenbeschränkungen gibt (anders als bei den traditionellen Hindus, da können nämlich nicht alle gemeinsam essen). Am Abend desselben Tages fuhren wir an die Indisch-Pakistanische Grenze zur abendlichen Schließungszeremonie: viele Menschen tanzen und jubilieren auf beiden Seiten, darauf folgte ein superschnelles vorbeimarschieren der Soldaten, die Flagge wurde runtergezogen und das war's dann. Ganz amüsant, aber leider regnete es so stark, dass ich mehr mit meinem Regenschirm als mit dem Geschehen beschäftigt war.
Von Amritsar aus ging es zurück nach Delhi, wo ich einige Tage mit Sightseeing verbrachte. Ich schaute mir Museen an und machte eine Stadtrundfahrt mit, mit der wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Delhis besuchten. Am besten gefiel mir Humayuns Grabmal, welches ein Vorgängerbau des Taj Mahals ist. Jetzt freute ich mich schon auf das Taj! Delhi gefiel mir besser als erwartet. Neu-Delhi wurde erst 1920/1930 gebaut und hat viele breite Boulevards und Bäume; es ist also recht grün. Als schön kann man es jedoch nicht bezeichnen, dafür ist zu viel Verkehr und Dreck. Es sind auch wahnsinnig viele Leute überall (kein Wunder, die Stadt war für 700,000 Einwohner konzipiert, jetzt wohnen 10 Millionen dort). Als Tourist braucht man viel Geduld, denn jeder, der einen anspricht, will irgendetwas verkaufen und die wenigsten Verkäufer sind dabei ehrlich. So wurde mir z. B. Hilfe angeboten, die offizielle Stadtinformation zu finden, gutgläubig ging ich mit und landete in einem privaten Reisebüro. Aber ich lernte schnell dazu und konnte bald gut ignorieren. Ich bekam dann zwar einige Male zu hören "Du magst wohl keine Inder?", aber so funktionierte es trotzdem am besten.
In Jaipur, meinem nächsten Stopp, war es dasselbe. Jaipur ist die Hauptstadt Rajasthans und mit 3 Millionen Einwohnern recht groß, aber die Altstadt kann man gut zu Fuß erkunden. Im 18. Jh. erbaut, ist alles recht geplant, die Blöcke sind im Rastersystem und die Häuser alle pink verputzt. Damals muss viel Platz gewesen sein, doch heutzutage ist wahnsinnig viel Verkehr. Aber man sieht auch noch Kamele! Mir hat es Spaß gemacht, durch die alten Bazare zu schlendern, wo es alles von Textilien über Haushaltswaren und Gewürze gibt. Ich schaute mir den Stadtpalast an, in dem der Maharaja jetzt noch wohnt und am nächsten Tag auch den alten Palast, welcher nun verlassen ist. Dort war es etwas ruhiger und mit grünen Hügeln in der Umgebung, eine schöne Abwechslung nach dem ganzen Stadtlärm.
From the cool mountains an 8hr bus journey took me down to Amritsar (on a local bus, very squeezed...), sight of the Golden Tempel (and not much else). Me and a Russian girl decided to do it like the Sikhs and stay at the Gurudwara, the Pilgrims Guest House. It was very cheap (donation only) and interesting but very basic, hot and not that clean (after I saw a mouse run over the bed I started doubting my choice). Also there were about 20 people sleeping right in front of our room, so going to the toilet was slightly diffiult as we had to climb over them. Anyways, they were friendly enough and it was an interesting experience, very near the temple, too. The next morning we got up early to have a look at the temple, and it really is amazing. After washing my feet at the entrance and covering my head we took a look around, everywhere in the complex they play devotional music and so it was a great place to sit and relax and watch people. There were lots of tradional Sikhs with turban, long beards and swords, they looked a bit scary but people were pretty nice in general. We also went to get our free meal in the communal dining hall. Everybody sits on the floor and they serve you bread, lentils, veggie curry and even dessert! Not bad at all... it seems this meal is pretty important to Sikh religion as it shows there are no caste restrictions and everybody can eat in the presence of any other person (unlike traditional Hindu's). In the evening the same day we went to see the border ceremony at the India- Pakistan border: basically lots of dancing and cheering on both sides, some speed marching military guys, flags down and off everybody goes back home. Unfortunately it was raining like mad so I was more focused on holding my umbrella to not get soaked completely than watching the show. Next day I went on to Dalhi where I spent 5 nights and went sightseeing. I went to a few museums and on a bus tour of the major sights, my absolute favourite was Humayun's tomb which pre-dates the Taj Mahal about 80 years and looks similar. I am really looking forward to see the Taj Mahal now. Delhi by itself was actually nicer than I thought New Delhi was built in the 1920s/30s only with lots of boulevards and quite green as well but even though it's still not great as very busy with lots of traffic etc. Also you need a lot of patience as anyone who starts talking to you wants to sell something and they are not very honest, e.g. someone said he would help me find the tourist office to book the bus tour only for me to end up in a private travel agency. I' ve been learning quickly, though and can be very ignorant now of anyone. A favourite line if you don't react to them seems to be "What is your problem with Indians?" But still, the silent treatment seems to work best. It's been the same in Jaipur, where I went next. It's the capital of Rajasthan but the old city is manageable on foot. It's a planned town from the 18th century build in a grid system and all houses painted pink. It must have been very spacious back then but now there is lots of traffic everywhere. You still see the occasional camels though! I enjoyed walking through the bazaars where they sell anyhing from clothes to pots to spices. Iwent to see the city palace where they Maharaja still lives and also to the old palace outside the city, that was quite nice as more quiet and surrounded by green hills. I have now arrived in Agra and will soon go and see the famous Taj Mahal.
Wieder zurück in Leh gab ich mich den Cafés und dem Lesen hin. Nachdem ich dann auch das zweite Buch fertig hatte, war es an der Zeit, weiterzufahren. Eigentlich vielmehr zurückzufahren, denn es gibt nur zwei Straßen, welche von Leh wegführen, und da ich nicht nach Kaschmir wollte, ging es zurück nach Manali. Dieses mal mit dem Bus, was 2 Tage dauerte und wieder einer Übernachtung im Zeltlager bedeutete. Die Reise war zwar weniger angenehm als im Auto, aber auszuhalten. Im Bus saßen nicht nur Touristen, denn am Ortsende von Leh hatte man noch etwa 20 Ladakhis eingeladen, unter ihnen auch einen Mönch. Sie drängte sich auf die Rückbank und in die Fahrerkabine und ob
wohl es für sie sicherlich ganz schön unbequem war, hatte sie gute Laune und sangen hin und wieder ein Lied, was mir natürlich gefiel. Auch lernte ich lustige Leute im Bus kennen und verbrachte dann die nächsten vier Tage in Manali mit einem netten Münchner Paar. Wir wohnten stillvoll in einer Kolonialvilla (zugegebener Maßen ein klein wenig verfallen) mit Holzbalkon und tollem Blick. Wir beschlossen, eine kulinarische Tour durch Manali zu machen: frische Bachforelle, südindische Masala Dosas (wie knusprige Crêpes mit einer Kartoffelbreifüllung), tibetische Nudelsuppe und sogar Pizza. Zwischen der ganzen Esserei rafften wir uns aber auch immer wieder auf und unternahmen etwas. So sahen wir einige Dörfer in der Umgebung. An einem Tag hatten wir einen lustigen und neugieren Taxifahrer, der es äußerlich verwunderlich fand, dass wir in Deutschland Schwein essen… Da konnte man mal sehen, dass auch die Inder denken, dass Ausländer komische Sitten haben. Eines der Dörfer war ziemlich “verhippiet” (die Hippies wussten schon, warum sie in diese Gegend kamen, an jeder Ecke wuchs nämlich wildes Marihuana), aber es gab einen alten Tempel mit heißer Quelle und ein Wasserfall war auch in der Nähe. In einem anderen Dorf hatten wir Glück und kamen gerade rechtzeitig zu einem Hindufestival – die Dörfler (und wir) prozessierten zum Tempel hinauf. Ich habe zwar noch immer keine Ahnung, was gefeiert wurde, aber es war schön anzusehen, denn alle hatten ihre guten Sachen angezogen.
Nach ein paar Tagen fuhr ich mit dem Nachtbus nach Dharmshala, dem zweit-regenreichsten Ort Indiens, wo der Dalai Lama wohnt und auch viele Exil-Tibeter. Es ist ein ziemlich kleiner Ort und die meisten Leute sind aus Tibet. Überall hingen Gebetsflaggen und es gab auch einige neuere tibetische Tempel und Klöster. Ich schaute mir die Residenz des Dalai Lama’s an und später das Tibetische Museum. Die Ausstellung war interessant, es ging um den Freiheitskampf der Tibeter und die Flucht von tausenden von Tibetern nach Indien. Den nächsten Tag hörte ich dann sogar eine persönliche Geschichte von meinem Kochlehrer (ich habe gelernt, wie man Momo’s kocht, da ich von denen nicht genug bekommen konnte) gehört. Anfang der 90iger Jahre, als er 22 war, hat er seine Familie verlassen und ist für einen Monat über schneebedeckte Pässe bis nach Nepal gelaufen. Seine Hauptgründe waren, dass er seine Religion ausüben und in Freiheit leben wollte. Für mehrere Jahre hatte er gar keinen Kontakt mit seiner Familie, da Briefe nicht zugestellt wurden, aber jetzt gibt’s zum Glück Telefon. Er kann seine Eltern weder besuchen noch zurückgehen, denn sonst würde er ins Gefängnis kommen. Ich habe ja so ein bisschen über Tibet gewusst, mir war aber nicht klar, wie die Kultur von den Chinesen systematisch zerstört wird. Über 600 Klöster wurden zerstört, es gibt heute durch eine aggressive Bevölkerungspolitik mehr Chinesen als Tibeter in Tibet und der 15. Dalai Lama (der Nachfolger vom jetzigen Dalai Lama) wurde im Alter von 8 Jahren verschleppt und seither nicht gesehen. Mich überrascht, dass viele einflussreiche Exil-Tibeter dennoch glauben, dass sie in der Zukunft in ein friedvolles, harmonisches Tibet zurück kehren werden. Das ist zumindest die Vision des Dalai Lama’s – ich bewundere dieses positive Denken, nachdem doch soviel passiert ist. Aber er ist ein sehr beeindruckender Mensch. In Dharmshala wahnsinnig viele Touristen, die nur nach Dharmshala kommen, weil sie hoffen, hier einmal den Dalai Lama sehen zu können. Manche bleiben richtig lange und studieren Buddhismus oder besuchen Meditationskurse. Ich bin da wohl nicht spirituell genug, ich ging lieber spazieren und genoss die schöne Landschaft – überall Wald, und wenn die Wolken aufzogen, sah es richtig mystisch aus. Manchmal kamen, wenn auch nur für kurze Zeit, die Berggipfel zum Vorschein. Es regnete allerding wirklich äußerst viel, so dass ich Zeit hatte, um zum lesen, Momo’s zu essen und mit anderen Touristen zu reden. Auch informierte ich mich etwas über mein nächstes Ziel, Amritsar. Dort wollte ich den Goldenen Tempel der Sikhs sehen, worauf ich mich schon sehr freute. Nur wegen der bevorstehende Hitze im Tiefland war ich etwas skeptisch, denn in Dharmshala brauchte ich sogar meine Fließjacke.After trekking I spent a few more days in Leh, actually embarking on a mini 1 ½ day trek with a fun gay couple. On the way we visited 2 monasteries, marveling at the fantastic wall paintings (some over 700 years old) and also statues of Buddha and other Buddhist figures like the 11headed Avalokiteshvar who has 100 arms (by the way he is incarnated in the Dalai Lama) who is the deity of compassion. Back in Leh again I had more time to sit in cafes and read and after finishing book number 2 it was time to move on. Actually time to move back – there are only two roads out of Leh and as I didn’t want to go to Kashmir (I promised Mummy) I went back to Manali. This time by bus the journey wasn’t exactly pleasant but thanks to the travel pills (once again drugged) bearable. Also I met fun people on the way and spent the next 4 days in Manali with a very nice couple from Munich. Once more we were lazing around, this time in style at our own colonial villa with great views from the wooden balcony. We also went on a culinary tour of Manali, eating fresh trout from local streams, South Indian Masala Dosa’s (like crispy crepes with mashed potato filling), Tibetan noodle soup and even pizza. We occasionally got up to actually do something and went to visit some nearby villages. One day we had a very entertaining taxi driver who found it hilarious that we eat pig in Germany, he could not stop laughing… One of the villages was pretty hippified (they knew why they went there – on every street corner grows wild marihuana) but has an old temple with hot springs and a nice waterfall nearby. In another village we caught a local festival – the villagers (and us) had a procession going to the temple. I have no idea what they celebrated and we couldn’t find out but it was fun to watch as most people were dressed in their best. After a few days it was time to move on again and now I am in Dharamasala, the 2nd wettest place in India, home of the Dalai Lama and the Tibetan Government in exile. It’s a small town but most people are from Tibet and yet again there are prayer flags everywhere. I went to see the Dalai Lama Residence and the Tibetan Museum which was really interesting, talking about the struggle for freedom and also the escape of thousands of Tibetans to India. Next day I heard a very personal story on the subject from my cooking teacher ( I learnt how to cook Momo’s as I can’t get enough of them…) In the early 90’s at the age of 22 he left his family and walked for 1 month across snow-covered mountain passes to reach India via Nepal. His main reasons were that he wanted to be able to practice Buddhism and to live in freedom. For years he did not have contact with his family as the letters were not delivered but nowadays they finally have phone. He can’t visit or go back as he would be imprisoned. I guess I knew a bit about Tibet but didn’t realize to which extend the culture is being wiped out by the Chinese. Over 600 monasteries have been destroyed, Chinese outnumber Tibetans due to an aggressive re-settlement scheme and the 15th Dalai Lama (to success the current one) was obducted at the age of 8 and has not been seen since. What surprises me is that many influential exiled Tibetans believe that they will be returning to Tibet to live in a peaceful, harmonious country in the future. This seems to come from the vision the Dalai Lama has for Tibet – I admire such positive thinking after all that has happened. But he is a very enigmatic man. There are tons of tourists here who only come to Dharamasala because it is his home. Some stay for a long time, studying Buddhism or taking meditation classes. I guess I am not spiritual to do any of this, I rather enjoy the scenery which is beautiful – forest everywhere, when the clouds move in it looks very mystical and then, all the sudden, you can glimpse one of the mountain peaks. It does rain a lot, though, giving me more time to read, eat momo’s and socialize with fellow travelers. In two day I will leave the mountains behind and go to Amritsar to see the Golden Temple of the Sikhs. I am looking forward but am a bit unsure about the heat down there… here I actually need my sweater.