Wednesday, January 30, 2008

Großstadtdschungel


Bangkok hat mich positiv überrascht. Was ich vorher gehört hatte, war nicht so toll: viel Verkehr, man kann Sex-Shows anschauen und sich in den Bars betrinken, außerdem lässt sich gut einkaufen. All dies stimmt zwar, aber es gibt ja noch so viel mehr zu tun und zu sehen und ich nutzte die Woche, um die Stadt etwas zu erkunden. Mein Hotel lag in der Touristenecke, welche mit Hotels und Kneipen zugebaut ist (die alkoholische Getränke gleich eimerweise servieren) und wo man viele verführerische Geschäfte findet. Es war günstig gelegen, nahe den Sehenswürdigkeiten und auch gleich am Fluss. Bangkok wurde am Wasser gebaut, entlang des Chao Phraya und seiner vielen Kanäle, auch heute kommt man noch am besten mit Wassertaxis voran, was nicht nur schneller geht sonder auch mehr Spaß macht. Einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten sind die Wats (buddhistische Tempel), der schönste und berühmteste ist der Tempel des Smaragdbuddhas, welcher zum Königspalast gehört. Die Schreine, Stupas und Statuen waren wunderschön und ich war sehr begeistert, obwohl alles ziemlich überlaufen war. Es waren nicht nur Touristen unterwegs, sondern auch viele in schwarz gekleidete Thailänder. Sie kamen zu den Trauerfeierlichkeiten für die Prinzessin, welche vor ein paar Wochen gestorben ist und nutzten scheinbar die Gelegenheit, bei diesem Bangkokbesuch auch gleich noch etwas von den Sehenswürdigkeiten zu sehen. Thailands königliche Familie ist fast heilig, überall hängen Bilder vom König - in den Häusern und auf riesigen Straßenpostern. Als ich das Nationale Historische Museum besuchte, wurde mehr die Geschichte der Könige erzählt als alles andere, einige wichtige Fakten wurden sogar ausgelassen, wie zum Beispiel ein Aufstand, welcher in der 30er Jahren zum Ende der absoluten Monarchie führte. Ich nehme an, das wird einfach ignoriert... Außer Tempelbesichtigungen bin ich auch viel herumspaziert, zum größten Teil in der modernen aber nicht sonderlich hübschen Innenstadt mit Hochhäusern, breiten Straßen voller Verkehr und dem Bangkok Skytrain, einer ziemlich hässlichen Hochbahn. An den Abenden traf ich mich meist mit Claire und Walter, meine neuen Freunde aus Malaysia, welche ich hier zufällig wieder getroffen habe. Einen Abend sahen wir uns den thailändischen Nationalsport live an - Thai Boxen. Ich war etwas besorgt, dass es mir nicht gefallen würde, denn ich mag Boxen eigentlich überhaupt nicht und dachte, dass vielleicht auch einiges an Blut fließen würde. Aber da die Boxer zum Großteil mit den Füssen und Knien kicken, war es nicht ganz so schlimm, obwohl es in den 8 verschiedenen Kämpfen zweimal zum k.o. kam. Es wird wohl nicht mein Lieblingssport werden, aber ich fand es schon interessant, vor allem auch den thailändischen Zuschauern zuzusehen, wenn es spannend wurde. Der Abschied von Bangkok viel mir nach einer Woche ziemlich leicht, denn ich wusste schon, dass ich diese Stadt in Kürze noch einmal besuchen würde.

Bangkok surprised me in a good way. Before coming here what I had heard didn't excite me too much: full of traffic and not that much to do apart from partying, seeing sex-shows and shopping. There is certainly all of that but much more and I have really enjoyed myself. I am staying in the traveller's area of Banglamphu which is full of hotels, bars that sell drinks by the bucket and tempting shops. It's very convenient for the main sights but also near the river. Bangkok was built on the water, along the river and lots of canals, and the easiest way to get around is by watertaxi which is great fun. Bangkok's famous sights include some of the many Wats (Buddhist Temple), the most beautiful of which is next to the Royal Palace. The shrines, stupas and statues are amazing and even though if was extremely crowded I still loved it. It wasn't just tourists there but lots of Thai people wearing black- they had come to pay their respects to the Princess who died a few weeks ago and after signing the condolence book they did a bit of sightseeing as well. Thailand's royal family is extremely revered, pictures of the king are everywhere, in houses and on huge street posters. When I went to visit the National History Museum it turned out to be more of a history of the royal family and strangely omitted some important facts like the coup back in the 1930s that brought an end to absolute monarchy. I guess people just ignore it... Apart from visiting temples I also walked around quite a bit, mainly in the modern commercial district which has tall modern glass building and wide streets full of traffic as well as the Bangkok skytrain, which is pretty ugly but quite useful. In the evenings I usually met with Claire and Walter, my new friends from Malaysia who I bumped into again. One night we went to see the national sport, Thai boxing. I was a bit worried as I don't like boxing and thought there would be lots of blood etc. But as boxers mainly kick with their legs it was not as bad, even though there were two knock-outs in the 8 fights we saw. It will not become my favourite sport but it was interesting anyways, especially watching the Thai people getting excited about the boxers. After 1 week my time in Bangkok is up, but I'm quite sure I will come back in a few weeks. For now it's on to Laos.

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